Coburg
Fußball

Kreispokal: Ein "krummes Ding" gegen Tim und Tom

In der 3. Runde gab es nicht nur jede Menge Elfmeter, sondern auch einige Prestigeduelle zwischen langjährigen Weggefährten.
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Tom Thiel (links) und Tim Knoch jubelten gemeinsam im Trikot des TSV Meeder. Am Dienstagabend hatten sie an alter Wirkungsstätte mit ihrem neuen Klub Sylvia Ebersdorf wenig Grund zur Freude. Foto: Archiv
Tom Thiel (links) und Tim Knoch jubelten gemeinsam im Trikot des TSV Meeder. Am Dienstagabend hatten sie an alter Wirkungsstätte mit ihrem neuen Klub Sylvia Ebersdorf wenig Grund zur Freude. Foto: Archiv
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Der in den letzten Jahren eher weniger beachtete Kreispokal hat doch noch gewisse Reize. Und der Wettbewerb schreibt vor allem seine eigenen Geschichten. Zum Beispiel die von Tim und Tom.

Zuverlässig "knipste" der immer etwas bullig wirkende Mittelstürmer Tim Knoch viele Jahre für "seinen" TSV Meeder, ehe ihn und seinen Kollegen Tom Thiel der Lockruf und vielleicht auch der eine oder andere Euro aus Ebersdorf erreichten und schwach machten.

Die TSV-Pokalhelden vergangener Tage - Knoch schoss vor noch gar nicht all zu langer Zeit immerhin den Bayernligisten SpVgg Bayern Hof aus dem geliebten Kastanienstadion - kannten am Dienstagabend mit seinen Ex-Kumpels anfänglich gar keine Gnade: Gleich zwei "Buden" gelangen dem Torjäger vor dem Pausenpfiff - zum Weiterkommen im Kreispokal reichte der "knochsche Doppelpack" nach 90 spannenden und vor allem hektischen Minuten aber nicht. Es stand 3:3! Und das nur, weil sich der Linienrichter beim heimischen Anhang äußerst unbeliebt machte, weil er ein reguläres Tor für Meeder kurz vor dem Abpfiff nach längerer Diskussion mit seinem Schiedsrichter "zurückwinkte".

24 Schüsse vom ominösen Punkt

Danach sahen die gut 120 Beobachter sage und schreibe 24 Elfmeter. Meeders Spielertrainer Bastian Bauer hätte dem Hin und Her deutlich früher ein Ende bereiten können, hätte er den zehnten Elfer zum 8:7-Sieg verwandelt. Doch irritiert vom erneut auffallend emsigen Linienrichter, der kurz vor seinem finalen Schuss einschritt, weil er überrascht war dass sich plötzlich ein Torwart den Ball auf dem ominösen Punkt zurecht legte, vergab der Keeper den ersten TSV-Matchball.

Als der Ebersdorfer Lukas Engelmann wenig später verballerte, nutzte Johannes Krumm beim Stand von 13:13 jedoch den zweiten. Deshalb hatten nicht Tim und Tom, sondern nur die ehemaligen Kollegen Grund zum Feiern. Während Tim die Laune im Sportheim relativ schnell verging, stieß Tom mit seinen Ex-Kumpels noch mehrfach an. Tim und Tom waren faire Verlierer.

Apropos Ex-Kollegen. Solche trafen auch im Weidhäuser Adler-Stadion aufeinander. Gerado sowie Fabio Cannone und vor allem der beim TSV Mönchröden während der letzten Saison ausgemusterte René Wicht hatten sich gegen die "Mönche" viel vorgenommen.

Nach 2:2 Stimmung in der Bude

Lange Zeit sah es durchaus vielversprechend für die Weidhäuser aus, denen nach Treffern von Neuzugang Daniel Jahn und Daniel Heß das 2:2 nach einem 0:2-Pausenrückstand gelang. Danach war richtig "Stimmung in der Bude". Auch weil so mancher unpopulärer Zwischenruf von den Rängen die Spieler zusätzlich anstachelten. So mancher Adler-Fan rechnete schon mit einer Überraschung, als ausgerechnet ein Selbsttor den tapferen Kreisliga-Aufsteiger doch wieder auf die Verliererstraße brachte.

Nach ihrem verdienten 4:2-Sieg müssen die Männer von TSV-Coach Thomas Hüttl nun am Freitag gegen den FC Haarbrücken ran. Und dabei kommt es bereits zum nächsten Wiedersehen. Ex-Mönch Philipp Walther wartet.

"Elfmeterkiller" Rupp

Der Spielertrainer der "Grün-Weißen", gewann nämlich das lukrative Derbys schon vor Augen mit seinen hochmotivierten Jungs das Elfmeterschießen in Rossach. Dabei avancierte Keeper Lukas Rupp mit zwei parierten Schüssen zum "Elfmeterkiller". Jetzt freut sich der junge Torwart - und mit ihm viele FCH-Fans - auf den Vergleich mit dem "großen" Nachbarn aus dem "Wildpark".

Und "Atze" drückt die Daumen

Und dann wird sicher auch wieder einer der treusten Anhänger, nämlich Erich "Atze" Bauer, am Spielfeldrand mitfiebern und die Daumen drücken. Der ehemalige Haarbrücker Postbote und Lizenzspieler zu glorreichen Zeiten des VfL 07 Neustadt ist nämlich nach wie vor ein aufmerksamer Beobachter der Fußballszene.

Allerdings ist noch unklar, wo dieses Derby über die Bühne geht, weil die Anlage beim FCH ausgerechnet am Freitagabend wegen einer Feierlichkeit nicht frei ist.

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