Bad Rodach
Bauausschuss

Krach wegen Lärm im Stadtteil Rudelsdorf

Im Bad Rodacher Stadtteil Rudelsdorf ist ein Machtkampf um die Einhaltung der Lämschutzverordnung entbrannt. Es wird vorerst keine Ausnahmeregelung geben.
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Rasenmäher im Einsatz - um die Einhaltung der Lärmschutzverordnung ging es in der Ausschusssitzung in Bad Rodach. Foto: Archiv/Andreas Dorsch
Rasenmäher im Einsatz - um die Einhaltung der Lärmschutzverordnung ging es in der Ausschusssitzung in Bad Rodach. Foto: Archiv/Andreas Dorsch
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Harald Weber, Ortssprecher im Stadtteil Rudelsdorf, unterstrich in der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses am Montag im Rathaus mehrfach: "Ich würde nicht hier sitzen, wenn die Lage nicht so ernst wäre." Das Dorfleben ist offenbar empfindlich gestört, weil ein zugezogener Bürger mit allen Mitteln auf die Einhaltung der Lärmschutzverordnung pocht, die 2007 für die Kernstadt eingeführt wurde. Weber redete dann Klartext und betonte, dass mehrfach bereits Dorfbewohner von der Privatperson angezeigt worden seien, weil an Samstagen vor 9 oder nach 19 Uhr der Rasenmäher lief oder Holz gesägt wurde. Heftige verbale Dispute seien die Folge gewesen. "Vielfach haben die Leute aber keine andere Wahl, als mit diesen Arbeiten auf das Wochenende auszuweichen, weil sie berufstätig sind", so Weber weiter. Im Sinne des Dorffriedens regte er an, eine Ausnahmeregelung für den Stadtteil zu erwägen.


Vorschlag des Bürgermeisters

Sowohl Hermann Liebermann als auch Axel Dorscht (beide SPD) und Christoph Herold (CSU) zeigten sich wenig begeistert. "In Rudelsdorf sind die Verhältnisse nicht anders als in den anderen Stadtteilen. Würde man einen herausheben, schaffte man einen Präzedenzfall", so die Meinung der Stadträte im Grundtenor. Die Reaktionen seien dann "noch nicht absehbar". Kämmerer Michael Fischer wunderte sich, dass es "eine einzelne Person schafft, in dieser Frage den Stadtrat zu aktivieren".
Bürgermeister Tobias Ehrlicher (SPD) schlug eine Ortsbegehung in Rudelsdorf vor, um zu prüfen, welche Arbeiten wann in den einzelnen Gebieten (Dorf-, Wohn-, Mischgebiet) erledigt werden könnten, was schließlich auch angenommen wurde.

Einstimmig genehmigten die Räte den Einbau von sieben Kipptoren zu den Geräteräumen in der Bayernhalle. Der Auftrag wurde an eine ortsansässige Firma vergeben.


Plastikplättchen als Unfallschutz

Vor Beginn der Sitzung besichtigten die Ausschussmitglieder den Kinderspielplatz "Haba-Outlet" in der Coburger Straße im Hinblick auf Schutzmaterial bei den Spielgeräten, die auf dem Schlossplatz aufgestellt werden sollen. Der Bürgermeister favorisierte deutlich, farbige Plastikplättchen als Unfallschutz anzuschaffen.

Befürwortend wurden drei Bauanträge an den Stadtrat weitergeleitet. Unter anderem planen Betina und Siegfried Müller den Neubau von drei Wohnhäusern in der Meininger Straße. Zurückgestellt wurde dagegen der Antrag auf Umfunktionierung einer bestehenden Halle in Lempertshausen zu einem metallverarbeitenden Betrieb.
Schließlich gab der Bürgermeister den Termin zur Einweihung des neuen Hochbehälters am Reith bekannt. Die Feierlichkeiten sollen am Sonntag, 3. Juni, stattfinden.
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