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Coburg
Corona

Klare Ansage von OB Tessmer

Die Empfehlung, soziale Kontakte einzuschränken, lief über viele Kanäle. In Coburg kamen am Freitag Ansagen über Lautsprecherwagen hinzu.
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Die Feuerwehr stellte ein Fahrzeug für die Durchsagen zur Verfügung. Am frühen und am späten Nachmittag fuhren die Lautsprecherwagen durch die Innenstadt. Foto: Rainer Lutz
Die Feuerwehr stellte ein Fahrzeug für die Durchsagen zur Verfügung. Am frühen und am späten Nachmittag fuhren die Lautsprecherwagen durch die Innenstadt. Foto: Rainer Lutz
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Seit heute gilt eine vorläufige Ausgangsbeschränkung in ganz Bayern. Verkündet wurde das am Freitagmittag. Unabhängig davon hatte sich die Stadt Coburg entschlossen, Lautsprecherdurchsagen zu machen mit dem Appell, sich an die Verhaltensregeln zu halten.

Deshalb fuhren am Freitag Fahrzeuge des Roten Kreuzes und der Feuerwehr mit folgender Durchsage durch die Stadt: "Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, der Oberbürgermeister bittet Sie dringend, folgende Hinweise zu beachten: 1. Vermeiden Sie auch schon kleinere Menschenansammlungen und halten Sie einen Abstand von mindestens 1,5 Meter zueinander.

2. Unterlassen Sie private Veranstaltungen! Diese Maßnahmen dienen zu Ihrer eigenen und unser aller Sicherheit. Die Stadt Coburg appelliert deshalb an Ihre Selbstverantwortung. Jeder einzelne kann dazu beitragen, die weitere Verbreitung des Corona-Virus eindämmen zu können."

Er habe sich zu dem Schritt entschlossen, "weil leider die Verhaltensempfehlungen nicht überall umgesetzt wurden", sagte Oberbürgermeister Norbert Tessmer am Freitag. "Deshalb haben wir uns entschlossen, der Sache etwas Nachdruck zu verleihen." Dass am Freitag die Ausgangsbeschränkung verkündet wurde, mache die Aktion nicht überflüssig, "eher im Gegenteil", ist Tessmer überzeugt.

Er unterstelle denjenigen, die die Empfehlung, zu Hause zu bleiben, nicht befolgt hatten, keine böse Absicht, sagte der OB. "Am Donnerstag war schönes Wetter, die Leute sind spazieren gegangen und haben sich dabei nichts gedacht. Spazierengehen ist ja auch erlaubt, aber nicht im Pulk. Wir wissen aber aus Besprechungen, dass manche Kaffeekränzchen stattfinden wie seit 30 Jahren und die Betreffenden sich weigern, diese Gewohnheit aufzugeben." Vor diesem Hintergrund könne er die Entscheidung von Ministerpräsident Markus Söder, eine Ausgangsbeschränkung zu erlassen, durchaus nachvollziehen, betonte Tessmer.

Ob die Durchsagen wiederholt werden, hänge davon ab, ob sie wirken. Für den Freitagnachmittag zeigte sich Tessmer zunächst zufrieden: Es seien nun deutlich weniger Menschen auf dem Marktplatz als noch am Vormittag. Tageblatt-Mitarbeiter Chris Winter sah den Lautsprecherwagen des BRK in der Ketschendorfer Straße. Passanten hätten spontan Beifall geklatscht, berichtet er.

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