Coburg
Gastspiel

Klangvoll vom Barock zur Romantik in der Coburger Schlosskirche

Wie die Kammerphilharmonie Köln ihre Zuhörer in der Coburger Schlosskirche mit einem populären Programm von Vivaldi bis Offenbach begeistert.
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Die Kammerphilharmonie Köln präsentierte beim Konzert in der Coburger Schlosskirche ein populäres Programm von Vivaldi bis Offenbach.Foto: Jochen Berger
Die Kammerphilharmonie Köln präsentierte beim Konzert in der Coburger Schlosskirche ein populäres Programm von Vivaldi bis Offenbach.Foto: Jochen Berger
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Das Motto duldet keinen Widerspruch. "Klassik überall" verkündet das Programm der Kammerphilharmonie Köln. Beim gut besuchten Coburg-Gastspiel bedeutet dieses überall die prachtvolle barocke Schlosskirche der Ehrenburg. Schmuckvolles Ambiente für ein gnadenlos auf mehrheitsfähige Popularität getrimmtes Programm von Vivaldi bis Offenbach, von Bach bis Monti.

Geradlinig und kraftvoll im Klang, klar in den Konturen und routiniert im Zusammenspiel - so geht die zunächst in Sextett-Besetzung angetretene Kammerphilharmonie zum Auftakt Antonio Vivaldis Doppelkonzert F-Dur für Violine und Violoncello an.

Jederzeit geläufig in den raschen Ecksätzen und klangsinnlich dialogisierend im Largo-Mittelsatz gestalten der Geiger Anton Georg Gölle und der Cellist Philipp von Morgen die anspruchsvollen Soloparts.

Versierter Solist im bekannten Flötenkonzert g-Moll "La Notte" ist Andreas Haas. Sein Flötenton ist hell und beweglich, mit perlender Geläufigkeit gelingen ihm die virtuosen Girlanden der raschen Sätze, ausdrucksvoll gesungen auf der Flöte sind die langsamen Sätze.

Das Programmkonzept der Kammerphilharmonie Köln bietet bewusst immer wieder Mitgliedern des Ensembles die Gelegenheit, solistisch hervorzutreten. Zugleich verzichtet das Ensemble bei den barocken Werken auf die sonst übliche Mitwirkung eines Continuo-Cembalos. Das hilft natürlich bei Tourneen, den instrumentalen Aufwand zu minimieren - jenseits aller Fragen nach stilistischer Genauigkeit.

Elegie von Tschaikowsky

Romantische Klänge umrahmen im zweiten Teil das melodisch eingängige Flötenkonzert G-Dur von Giovanni Batista Pergolesi. Bei einer Elegie für Streichorchester von Pjotr Iljitsch Tschaikowsky und Jacques Offenbachs Cellostück "Die Tränen der Jaqueline" demonstriert die Kammerphilharmonie Köln dann nachdrücklich, welche Klangfülle ein lediglich sechs- bis siebenköpfiges Ensemble entfalten kann.

Vivaldi als Zugabe

Reichlich Applaus auch für den unverwüstlichen, effektvoll dargebotenen "Csárdás" von Vitorio Monti und als Zugabe noch das furios stürmende Finale aus Antonio Vivaldis "Sommer" aus dem Zyklus "Die vier Jahreszeiten".

Künstler zu Gast in Coburg

Die Kammerphilharmonie Köln gestaltet jährlich rund 300 Konzerte, Tourneen führen das Ensemble regelmäßig nach Neuseeland, Australien, Spanien, Großbritannien und Irland.

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