Coburg
Jubiläum

Kaeser Kompressoren öffnet in Coburg erstmals seine Pforten

Zum 100. Geburtstag von Kaeser Kompressoren öffnete das Familienunternehmen seine Pforten. Tausende von Besuchern blickten hinter die Kulissen .
Artikel drucken Artikel einbetten
Technik zum Anfassen begeisterte die Besucher.Wolfgang Desombre
Technik zum Anfassen begeisterte die Besucher.Wolfgang Desombre
+19 Bilder

Das traditionsreiche Familienunternehmen öffnete zum 100. Geburtstag seine Tore. Tausende von Besuchern strömten am Sonntag zum Firmengelände am Kaeser-Kreisel.

"Wir wollen zeigen was wir können und nutzen den Tag auch um potentielle Mitarbeiter zu gewinnen", sagte Tina-Maria Vlantoussi-Kaeser. In der 100-jährigen Geschichte des Unternehmens sei dies der erste Tag der offenen Türe, betonte die Firmenchefin. Es habe zwar Betriebsfeste und offene Türen in der Lehrlingswerkstatt gegeben, aber ein solches Event würden die Coburger erstmals in dieser Größenordnung erleben. FirmenchefThomas hatte zur gleichen Zeit eine Delegation von Stadträten empfangen und erläuterte ihnen die Produktion und auch die Firmenphilosophie. In der vierten Generation ist Sohn Alexander Jan Kaeser ebenfalls im Unternehmen eingestiegen. Dass das Betriebsklima bei Kaeser passt, wird bei der überdurchschnittlich hohen Betriebszugehörigkeit über über 30 Jahren deutlich.

Mehr als 150 Mitarbeiter Security-Personal der Firma Kaeser sowie etwa die gleiche Anzahl an Feuerwehrleuten, THW`lern und Verkehrskadetten standen eigentlich überall und regelten reibungslos den Verkehr.

Wie entsteht ein Kompressor und wofür brauche ich diesen eigentlich? Wie und wo hat Kaeser vor 100 Jahren seinen Anfang genommen und wo steht das Unternehmen jetzt? Was macht eigentlich die Ausbildung?

Dass Kaeser sich zu einem bedeutenden Industriezentrum entwickelt hat, wurde beim Rundgang mehr als deutlich. Über 6600 Mitarbeiter sind weltweit und allein davon in Deutschland 3200 tätig. Aus der Maschinenbauwerkstatt, die Carl Kaeser Senior 1919 im Hahnweg gegründet hatte, hat sich das Unternehmen zu einem weltweit erfolgreichen Kompressoren-Hersteller und Druckluft-Systemanbieter entwickelt. Die Entwicklung setzte sich mit der zukunftsweisenden Entscheidung Schraubenkompressoren herzustellen fort. In Gera wurde mit der modernsten deutschen Kältetrocknerproduktion Anfang der 1970er Jahre begonnen. Auch heute steht das Unternehmen für "Made in Germany" und nach den Worten der Pressesprecherin halte ein Kaeser-Kompressor ein Leben lang.

Kaeser Kompressen sei als reines Familienunternehmen mit eigenen Tochtergesellschaften in über 100 Ländern präsent, ergänzte Pressesprecherin Daniela Koehler. Kompressoren seien aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken und jedes Produkt, das wir kaufen, käme irgendwann immer mit Druckluft in Verbindung, erläuterte die Pressesprecherin des Weltunternehmens. Begonnen bei der Autolackierung bis hin zu den Behandlungsinstrumenten des Zahnarztes werde diese Technik eingesetzt. Auf den Ölplattformen bis hin zu den Textilfabriken in Asien ist diese Technik ebenfalls zu finden.

Mit Rundgängen durch die Produktionshallen wurde den Besuchern nahegebracht, wie eine moderne Fertigung heute aussieht. Infotafeln und eigens hergestellte Videoclips erläuterten verständnisvoll den Produktionsweg eines Kompressors. Bei Kaeser befinden sich rund 300 junge Menschen in Ausbildung. Zwölf Ausbildungsberufe stehen zur Auswahl. Mit dem Ausbildungs-ASS wurde Kaeser 2016 als Deutschlands bester Ausbildungsbetrieb ausgezeichnet.

Auf dem Festgelände, dem Parkplatz der Firma, war für das leibliche Wohl reichlich gesorgt. Weit mehr als zehn Food-Trucks boten neben der traditionellen Küche lukullische Köstlichkeiten aus aller Welt an. Spiele rund um und mit der Druckluft ließen keine Langeweile aufkommen.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren