Coburg

Junge Coburger "schwärmen" mit und für Christian Meyer

Die Wählergruppe spricht eine Empfehlung für den OB-Kandidaten der CSU aus.
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Die Jungen Coburger (JC) wollen bei der Wahl am 15. März wieder in den Stadtrat einziehen, einen eigenen OB-Kandidaten haben sie allerdings nicht. In einer Pressemitteilung haben sie nun erklärt, dass sie mit Christian Meyer den Kandidaten der CSU unterstützen werden. Völlig überraschend kommt das freilich nicht: Bei einem Viertel der JC-Stadtratskandidaten handelt es sich um Mitglieder der CSU-Nachwuchsorganisation Junge Union (JU). Und Stadtrat Maximilian Forkel ist sowohl JC- als auch JU-Vorsitzender.

In der umfangreichen Pressemitteilung wird die Meyer-Empfehlung aber vor allem damit begründet, dass dieser das JC-Kernthema "Coburg als Schwarmstadt" am intensivsten vorantreiben würde.

In der Pressemitteilung wird zugleich das JC-Wahlprogramm erläutert.

"Wir haben viele Ideen für unsere Heimatstadt Coburg, in den vergangenen Jahren konnten wir bereits viele Themen vorantreiben, jetzt wollen wir Coburg insgesamt zu einer Schwarmstadt, zu einer Zuzugstadt entwickeln", erklärt Maximilian Forkel. "So gut wie alles hängt von unserer starken Wirtschaft ab, denn nur damit lassen sich politische Ideen umsetzen. Unsere Wirtschaft steht mit dem Fachkräftemangel jedoch einer großen Herausforderung gegenüber", so Forkel weiter. Und JC-Stadtrat Kurt Knoch ergänzt: "Wir wollen Nachwuchskräfte in Coburg halten und für Coburg begeistern. Niemand weiß besser wie das geht als wir jungen Nachwuchskräfte selber!"

Hierzu müsse Coburg jedoch noch attraktiver werden, finden die Jungen Coburger. JC-Stadtrat Maximilian Forkel: "Günstige Mieten und innovative Wohnformen braucht es, um Coburg zur Schwarmstadt zu entwickeln, also zu einer attraktiven Zuzug-Stadt. Eine attraktive Kneipenmeile gehört ebenso dazu. Wir brauchen tolle Freizeitmöglichkeiten gepaart mit frischen Mobilitätsideen und beispielsweise flächendeckendem WLAN. Außerdem muss Coburg seine Chancen als Hochschulstadt besser nutzen."

Ziel: Drei Stadträte

Die Jungen Coburger peilen bei der anstehenden Kommunalwahl Fraktionsstärke an, also mindestens drei eigene Stadträte. "Wir brauchen in der Stadtpolitik neben den vielen erfahrenen Köpfen auch junge, wilde Ideen", so Kurt Knoch weiter. Städteplanerisch sei beispielsweise mehr Mut gefragt. "Wir wollen noch immer einen offengelegten Hahnfluss am Lohgraben. Wir fordern mehr Grün im Stadtkern - beispielsweise am Gemüsemarkt oder begrünte Bushaltestellendächer. Wir plädieren für eine besser erlebbare Itz mit durchgehendem Rad- und Fußweg."

Die Jungen Coburger beharren zudem mittelfristig auf einer kostenlosen Schülerbeförderung und Abschaffung der bestehenden 3-Kilometer-Grenze hierfür, was sie bereits im Stadtrat beantragt haben. Aufgrund von Engpässen bei den Stadtwerken gibt es aktuell ein Schülerfreizeitticket, welches alle in Coburg wohnhaften Schülerinnen und Schüler dafür nutzen könne, täglich ab 14 Uhr kostenlos Bus zu fahren. "Das ist ein wichtiger, aber nicht ausreichender Zwischenerfolg. Wir freuen uns über die Unterstützung aus anderen Stadtratsfraktionen und werden an unserer Forderung festhalten, allen Schülerinnen und Schülern ein ganztägig kostenloses Schulticket zu ermöglichen" so Maximilian Forkel.

"Wichtig ist uns zudem, dass beliebte Anziehungspunkte erhalten bleiben wie das Palmenhaus, das ohne uns nicht mehr stehen würde.", stellt Kurt Knoch fest. Politik müsse gerade kommunal für den Bürger noch greifbarer werden, so die beiden JC-Stadträte. "Mit einer baldigen Umsetzung unseres Antrages auf Livestreaming der Stadtratssitzungen hoffen wir, die Schwelle der politischen Diskussion zu senken und würden uns freuen, wenn sich mehr Bürgerinnen und Bürger am politischen Geschehen unserer Stadt Coburg interessieren.

Aber auch das Soziale Miteinander wird von den Jungen Coburger betont. Sie stellen dabei klar, dass sie Politik für alle Generationen, für Jung und Alt machen. Knoch: "Sicherheit und Ordnung sei der jungen Frau auf dem abendlichen Nachhauseweg genauso wichtig wie der älteren Dame. Barrierefreiheit ist notwendig für Eltern mit Kinderwägen ebenso nötig wie für Geheingeschränkte."

Zum Thema OB-Kandidat heißt es in der Pressemitteilung: "2014 hat sich unserer Vorstand für keinen OB-Kandidaten ausgesprochen, nun kam es zu einer erneuten Abwägung. Der Vorstand sprach sich für eine Empfehlung aus. Als OB-Kandidaten empfehlen die Jungen Coburger nun offiziell Christian Meyer." Die Entscheidung sei "mit großer Mehrheit" gefallen - Christian Müller (CSB) und Dominik Sauerteig (SPD) landeten demnach auf Platz 2 und 3.

"Die Entscheidung für Christian Meyer liegt in seiner thematischen Ausrichtung. Uns eint das große Ziel, Coburg zu einer Schwarmstadt, also zu einer Zuzugstadt werden zu lassen" begründet JC-Stadtrat Maximilian Forkel die Entscheidung. "Wir finden es großartig, dass einer der OB-Kandidaten unser Thema aufgreift, die Chancen erkennt und auch die nötigen Kompetenzen mitbringt. Als Wohnbau-Geschäftsführer hat er seine Stärken bewiesen", so Knoch. "In unserem Programm, welches wir in den vergangenen Jahren schon teilweise umsetzen konnten, zielen fast alle Punkte darauf ab, die Attraktivität unserer Heimatstadt Coburg zu erhöhen. Coburg soll sich zu einer Stadt entwickeln, die als Magnet aktuelle Einwohner in der Stadt hält und eine solche Sogwirkung besitzt, das neue Bürgerinnen und Bürger nach Coburg ziehen", so Forkel. Christian Meyer habe seitens der Wohnbau Akzente gesetzt, die genau in diese die Richtung gehen würden. "Christian Meyer will nun als Oberbürgermeister Coburg zu einer Schwarmstadt werden lassen. Er hat mit diesem Begriff genau unsere Ziele definiert und genau die Themen in die politische Diskussion eingebracht, für welche wir uns seit Jahren einsetzen" so Forkel weiter.

Aus Sicht der jungen Coburger bedarf es im Hinblick auf die der Stadt bevorstehenden Themen wie Landestheater-Sanierung, Klinikneubau, Fachkräftemangel und Wirtschaftsabschwung eines klugen Kopfes. "Christian Meyer war bereits elf Jahre im Stadtrat, bringt die Wohnbau und den Coburger Wohnungsmarkt seit Jahren nach vorne. Jemand, der so erfolgreich ein städtisches Unternehmen leitet, bringt die besten Voraussetzungen mit, auch die Stadt Coburg mit ihrer Verwaltung und mehreren städtischen Betrieben zu leiten", fasst Forkel zusammen.

Zum Thema JC, JU und CSU heißt es in der Mitteilung: "Uns wurde in den vergangenen Jahren immer vorgeworfen, wir seien nur eine orangegefärbte Truppe der Jungen Union. Es stimmt, dass Kurt Knoch und ich auch bei der Jungen Union einmal Vorsitzende waren beziehungsweise ich es noch bin. Ansonsten wollen wir als Junge Coburger bewusst offen für alle jungen Menschen in Coburg sein. Gerade einmal elf der insgesamt 40 Kandidaten sind Mitglieder der Jungen Union!"

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