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Coburg
Neuwahl

Jürgen W. Heike: "War zum Rückzug bereit"

Doch so kurz vor gleich mehreren wichtigen Wahlen kommt es dann doch nicht zu einem Wechsel an der CSU-Spitze im Coburger Land.
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Jürgen W. Heike Foto: Archiv/Ronald Rinklef
Jürgen W. Heike Foto: Archiv/Ronald Rinklef
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Als Jürgen W. Heike 1992 Vorsitzender des CSU-Kreisverbands Coburg-Land wurde, hieß der Bundeskanzler noch Helmut Kohl, in Bayern regierte Max Streibl und in der Bundesliga kickte die SG Wattenscheid 09. Nun wäre es fast zum Ende der Heike-Ära gekommen: "Ich habe meinen Rückzug angeboten", sagte er am Dienstag auf Anfrage dem Tageblatt. Doch mit Blick auf die Landtags- und Bundestagswahl im September sowie vor allem auch auf die Kommunalwahl im März 2014 hätte ihn der Kreisvorstand dann doch noch einmal zum Weitermachen ermuntert. "Es wird allerdings meine definitiv letzte Amtsperiode sein", betont der 64-Jährige.

Marr und Göckel hören auf

Dennoch werde, so Heike, bei der Delegiertenversammlung am Freitagabend der Verjüngungsprozess in der Kreis-CSU fortgesetzt.
So würden mit Rainer Marr (Sonnefeld) und Gerhard Göckel (Großheirath) zwei der vier stellvertretenden Vorsitzenden nicht mehr kandidieren. Jeweils einstimmig habe der Kreisvorstand Empfehlungen für (jüngere) Nachfolger ausgesprochen; Namen will Heike erst bei der Versammlung nennen.

Die zwei anderen Heike-Stellvertreter wollen weitermachen: Elke Protzmann (Neustadt) und Martin Mittag (Seßlach). Mittag gilt ja als einer der großen Hoffnungsträger in der Kreis-CSU und will im März 2014 zum neuen Bürgermeister von Seßlach gewählt werden. Das heißt freilich im Umkehrschluss: Als Landratskandidat steht Mittag nicht zur Verfügung. Doch dass die CSU auf jeden Fall einen Bewerber ins Rennen schicken wird, ist für für Heike klar: "Wir werden eine Alternative zu Michael Busch aufbieten!" Was ihm am Amtsinhaber nicht gefällt, dazu werde er am Freitag ebenfalls etwas sagen.

Talente mit Atem sind gefragt

Aber wer könnte SPD-Mann Busch den Posten streitig machen? Heike hält sich bedeckt, sagt aber auch: "Der neugewählte Kreisvorstand wird das sehr schnell in die Wege leiten müssen." Grundsätzlich verfüge die CSU über viele Talente; auch für den Kreisvorsitz hätte er "mehrere mögliche Nachfolger" gewusst. Die einst fast 50 Personen umfassende "Fohlen-Elf" aus Nachwuchskräften sei mittlerweile aber - ganz bewusst - verkleinert worden. "Wir brauchen keine Kurzstreckenläufer, sondern Langstreckenläufer!"

Weil in einem Jahr auch etliche Bürgermeisterwahlen anstehen, gibt Heike zudem die Parole aus: "Es gilt jetzt, die Reihen zu schließen und ein paar Ortsverbände aufzuwecken." Welche er damit meint, will er öffentlich nicht sagen.

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