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Coburg
Vorstellung

Jana Burkart ist neue Herrin der Puppen

Die junge Frau hat vorübergehend die Leitung des Puppenmuseums übernommen und bleibt bis Februar 2015. Christine Spiller, die eigentliche Leiterin, ist in Elternzeit. Ihre erste Vertreterin hat Coburg schon wieder verlassen.
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Jana Burkart richtet die Schaukästen ein. Foto: Alexa Brosius
Jana Burkart richtet die Schaukästen ein. Foto: Alexa Brosius
Christine Spillers ursprüngliche Vertretung, Bernadette Gorsler, ist nicht mehr da. Sie habe eine andere Stelle gefunden, die anscheinend besser zu ihr passe, erzählt Jana Burkart. Für sie sei das eine Chance gewesen. Seit Anfang März ist sie die Nachfolgerin der Nachfolgerin.

N ach rund einem Dreivierteljahr Arbeitslosigkeit freut sich die Volkskundlerin über ihre neue Vollzeitstelle. Sie hat in Bamberg Kommunikationswissenschaften, Germanistik und Volkskunde (heute europäische Ethnologie) studiert. 2010 begann sie ihr Volontariat im Fränkischen Freilandmuseum in Bad Windsheim, ab 2012 arbeitete sie in der Kulturabteilung der Landesgartenschau in Bamberg und zeitweise auch im Gärtner- und Häckermuseum, in dem Coburgs Stadtheimatpfleger Hubertus Habel als Kurator tätig ist. Seit 2013 war Jana Burkart auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle.
"Leider ist es in meinem Berufsfeld nicht so einfach, etwas zu finden", sagt sie.

Gute Zusammenarbeit

Die Bambergerin fühlt sich in Coburg sehr wohl und sagt, dass sie hier gut aufgenommen wurde. Christine Spiller sei jederzeit erreichbar. "Es ist ein gutes Gefühl, nachfragen zu können und nicht ganz allein dazustehen. Auch die Kolleginnen an der Kasse erleichtern mir die Arbeit sehr, da sie selbstständig arbeiten und wissen, was sie tun müssen." Bis Ende Februar 2015 läuft Jana Burkarts Vertrag, doch sie würde gerne länger bleiben, wenn es gewünscht wäre. In ihren 30 Stunden Arbeitszeit pro Woche kümmert sich die neue Leiterin um die Sonderausstellung, die im Mai kommen soll, die tägliche Verwaltung, den weiteren Aufbau des vom Brand in Mitleidenschaft gezogenen Museumsteils und das Ferienprogramm, das jeden Mittwoch in den Ferien läuft. "Weil wir hier in einem sehr überschaubaren Kreis arbeiten, muss man jede Arbeit machen, von Kleinigkeiten bis hin zur Ausstellungsvorbereitung." Manchmal stehen Jana Burkart auch externe Mitarbeiter zur Verfügung. Vor allem für museumspädagogische Themen wie zum Beispiel Filzen mit Kindern.

Bernadette Gorsler habe schon einen Teil des Wiederaufbaus abgeschlossen, den anderen übernehme sie. Voraussichtlich im Herbst werde die Neu- beziehungsweise Wiedereröffnung stattfinden. Jana Burkart hat in fast allen Dingen freie Hand, außer in der Neugestaltung - die habe Christine Spiller schon genau geplant.

Obwohl Jana Burkart in ihrer Kindheit keine Puppenfanatikerin war, kann sie sich vorstellen, dass sich die Puppen und vor allem ihre Arbeit hier zu einer neuen Leidenschaft entwickeln könnten. "Die Puppen wachsen mir ans Herz. Es ist nicht schlimm, dass ich mich bisher wenig mit ihnen beschäftigt habe. Das macht meine Arbeit interessanter und es macht großen Spaß, sich in die neue Thematik einzuarbeiten." Spannend sei zum Beispiel, wie aus der Lilly die Barbie wurde. Sie könne sich auch daran erinnern, dass während des Studiums einmal die Kulturgeschichte einer Epoche anhand einer Puppe erörtert wurde.

Neben der Vorbereitung auf die Wiedereröffnung des fertig sanierten Museums, wird es in den Osterferien ein Ferienprogramm geben. Geplant sei auch eine Sonderausstellung mit Puppen der Coburger Designerin Christa Mann. Außerdem gibt es verschiedene Veranstaltungen zum Neustadter Puppenfestival. Auch wenn das Museum dort nicht vertreten ist, werden einzelne Veranstaltungen in diesem Rahmen stattfinden. Weiter habe sie in den drei Wochen, in denen sie in Coburg sitzt, noch nicht planen können, erläutert sie.

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