Gleußen
Fahrbahnsanierung

Itzgrund: B 4 wird im Sommer zur Großbaustelle

Die "Holperstrecke" auf der Bundesstraße 4 zwischen Gleußen und Untersiemau (Landkreis Coburg) soll bald ein Ende finden. Die Fahrbahnsanierung steht an.
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Die Bundesstraße 4 ist im Bereich des Itzgrund am Ende ihrer  Nutzungszeit angelegt. Deshalb wird das Staatliche Bauamt im Sommer die Fahrbahn auf über sieben Kilometer  Länge grundlegend sanieren.Berthold Köhler
Die Bundesstraße 4 ist im Bereich des Itzgrund am Ende ihrer Nutzungszeit angelegt. Deshalb wird das Staatliche Bauamt im Sommer die Fahrbahn auf über sieben Kilometer Länge grundlegend sanieren.Berthold Köhler
Wenn Jens Laußmann als Leiter der für Coburg zuständigen Kronacher Servicestelle des Staatlichen Bauamtes davon spricht, dass die Behörden derzeit insbesondere mit Finanzmitteln für Baumaßnahmen an Bundesstraßen "gut ausgestattet" sind, dann spiegelt sich das auch im Coburger Land wider. 13 Baustellen auf Staats- und Bundesstraßen will das Bauamt heuer in Angriff nehmen - einerseits sind diese eine erhebliche Verbesserung der Infrastruktur, andererseits natürlich auch mit Behinderungen für die Verkehrsteilnehmer verbunden.
Relativ neu sind die Pläne für die Sanierung des Fahrbahnbelags auf der Bundesstraße 4 zwischen Gleußen und der Abzweigung zur B 289 bei Untersiemau. "Für einen Deckenbau", sagt Jens Laußmann, "ist das eine sehr große Maßnahme". Und der Leiter der Kronacher Bauamts-Dienststelle redet da nicht groß um die Realität herum: "Hier wird mit Beeinträchtigungen zu rechnen sein." 7,5 Kilometer lang ist der Sanierungsbereich, den das Bauamt in zwei, drei Abschnitten während der Sommermonate erneuern wird. Günter Engelhardt, der in Kronach für den Straßenbau im Coburger Land zuständig ist, erklärt die Beeinträchtigungen: "Wir werden aus Gründen der Arbeitssicherheit für die Straßenbauer nicht um eine Vollsperrung herum kommen." Diese ist insbesondere beim südlichen Bereich des Bauabschnittes folgenreich, denn zwischen Gleußen und Rossach gibt es keine "alte B 4" mehr. Das heißt: Autofahrer müssen weiträumig über den Landkreis Lichtenfels ausweichen.
Kaum wird die B 4 fertig saniert sein, geht es direkt in Gleußen weiter: Dann wartet der vordere Teil der Ortsdurchfahrt, die ebenfalls saniert werden muss. Auch da wird eine Vollsperrung notwendig sein, wobei das Team des Staatlichen Bauamtes davon ausgeht, dass der gut 250 Meter lange Baubereich durchaus bis zu drei Monate lang nicht befahren werden kann.
Chronologisch an erster Stelle steht im Landkreis die Fahrbahnsanierung der Staatsstraße 2205 zwischen Beiersdorf und Wiesenfeld. Diese soll während der Osterferien stattfinden, weil dann auch die Umleitung über Weidach nach Coburg möglich ist. Natürlich hat man sich, versichert Jens Laußmann, im Bauamt auch die Frage gestellt, ob dieser Abschnitt überhaupt noch einen neuen Belag braucht, weil doch seit Herbst Baurecht für die neue Trasse der Staatsstraße zwischen Coburg und Wiesenfeld besteht. Die Antwort von Günter Engelhardt ist eindeutig: "Wir kommen aus Gründen der Verkehrssicherheit nicht drumherum." Natürlich werde es nur eine "einfach Sanierung" geben, versichert der Baurat, für den der jetzige Zustand der Straße absolut nicht tragbar ist.


Staatsstraße 2205: Nur die Ruhe

Wie es mit der "großen Lösung" vom Kaeser-Kreisel bis nach Wiesenfeld weitergeht, wird sich im Laufe des Jahres entscheiden. Jens Laußmann hat für heuer "erste Vorarbeiten" vorgesehen und geht davon aus, dass im kommenden Jahr die Bagger rollen. Alleine schon wegen des Baustellenverkehrs, schiebt der Leiter der Servicestelle ein, sei es übrigens sinnvoll, die alte Trasse jetzt noch einmal auf Vordermann bringen. Auf das Jahr, an dem die Umgehung für Neuses und Beiersdorf komplett für den Verkehr freigegeben wird, will sich Jens Laußmann nicht festlegen lassen. Aber den forsch-optimistischen Prognosen, dass die neue Staatsstraße binnen ein, zwei Jahren fertig sein wird, nimmt er den Wind aus den Segeln: "So schnell wird es nicht gehen." Günter Engelhardt vergleicht die Verlegung der Staatsstraße samt ihrer acht Bauwerke entlang der Trasse mit dem Bau der Rödentaler Umgehung: "Da haben wir insgesamt fünf Jahre gebraucht."
Stichwort: Rödentaler Umgehung. Deren Fortsetzung bis nach Haarbrücken ist für das Staatliche Bauamt ein Langzeitprojekt. Vor Ende 2020 wird die komplett neue Trasse für die vielbefahrene Bundesstraße nicht fertig werden. Für heuer steht (bis August) der Abschluss der alleine rund 2,6 Millionen Euro teuren "Vorwegmaßnahme" in Form eines Brückenbauwerks an, danach wird die oberhalb der B 4 laufende Verbindungsstraße zwischen Mönchröden und Haarbrücken erstellt. Die dient dann 2019 als Umfahrung der Großbaustelle, wenn die B 4 komplett neu gebaut wird. Dank der Umfahrung direkt an der Baustelle vorbei, ist Jens Laußmann optimistisch: "Große Beeinträchtigungen für den Verkehr wird es nicht geben."
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