Laden...
Bad Rodach
Premiere

Interessantes aus Bad Rodacher Hinterhöfen

Erstmals gibt es in Bad Rodach "Garten- und Hinterhofgeschichten" zu hören. Organisiert wurden die gemütlichen Lesungen von einem engagierten Frauen-Trio.
Artikel drucken Artikel einbetten
Hedda Hanft, Corina Trier und Christiane Ulmann-Puff (von links) haben die "Hinterhofgeschichten" organisiert. Foto: Berthold Köhler
Hedda Hanft, Corina Trier und Christiane Ulmann-Puff (von links) haben die "Hinterhofgeschichten" organisiert. Foto: Berthold Köhler
Eigentlich müssten sie gar nicht ausdrücklich betonen, dass sie "hoch motiviert" - wie es Christiane Ulmann-Puff beschreibt - sind. Man sieht ihnen die Vorfreude deutlich an. Am Engagement des Organisationsteams um Corina Trier, Hedda Hanft und eben Christiane Ulmann-Puff werden die ersten "Bad Rodacher Garten- und Hinterhofgeschichten" auf jeden Fall nicht scheitern. "Wenn, dann am Wetter", sagt Hedda Hanft und lacht. Zum Glück ist ja Sommer. Und wenn es doch regnet, haben die Besucher der Lesungen an allen Stationen die Möglichkeit, einen Unterschlupf zu finden.

Die Idee, in Gärten und Hinterhöfen Lesungen abzuhalten, hat Christiane Ulmann-Puff aus Norddeutschland. Dort hat sie eine solche Veranstaltung schon einmal erlebt. Jetzt feiern die Garten-Lesungen in Bad Rodach Premiere - jeweils um 14, 15 und 16 Uhr wird es in drei Gärten rund 20 Minuten lange Geschichten geben.
Dazwischen: Die Möglichkeit, ein bisschen zur Ruhe zur finden. Denn eines, sagt Corina Trier vom Stadtmarketing, hat bei den "Hinterhofgeschichten" keinen Platz: "Ramba-Zamba".

Christiane Ulmann-Puff hat mit Bürgermeister Tobias Ehrlicher (SPD) einen prominenten Vorleser gefunden. Er wird am Sonntag um 14 Uhr aus dem Buch "Nur auf die Tulpen sollte es regnen" lesen. Danach (um 15 und 16 Uhr) wird die "Chefin" der Hirschmühle ihre Besucher mit kurzen Geschichten erfreuen.

Nach jeder Lesung kann man weiter ziehen - zu Hedda Hanft in die Gerbergasse ("Paulas Garten" von Paula Almquist) oder zur Familie Seeger, bei denen es Krimigeschichten ("Der Mörder ist immer der Gärtner") gibt. Weitere Lesungen gibt es dann eine Woche darauf: am Sonntag, 6. Juli.

Corina Trier ist es besonders wichtig, dass die "Hinterhofgeschichten" eine Veranstaltung von Bad Rodachern für Bad Rodachern sind. Es nämlich sei das Ziel des Netzwerkes "Bad Rodach begeistert", den Einheimischen "zu zeigen, dass hier etwas geht", sagt Trier. Zuletzt habe man dies mit der Aufwertung des Samstags-Marktes geschafft, jetzt kommen eben die "Hinterhofgeschichten". Die, da ist Hedda Hanft schon jetzt überzeugt, werden sicher nicht als Einmalveranstaltung in die Geschichte der Stadt eingehen. "Wir haben schon jetzt Anfragen von Gartenbesitzern, die da auch mitmachen wollen", sagt Hanft, die neben ihrem Engagement im Netzwerk auch die Arbeit der Volkshochschule koordiniert. Sie freut sich jedenfalls mächtig auf die Premiere, auch wenn sie weiß, dass sie dabei vielleicht ein bisschen Lehrgeld bezahlen muss. Doch stoppen lassen sich die Organisatorinnen davon nicht, versichert Christiane Ulmann-Pohl: "Dann wissen wir wenigstens, was wir im kommenden Jahr besser machen können."

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren