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Dörfles-Esbach
Fasching

In Narretei sind alle vereint

In Dörfles-Esbach entkommt niemand dem närrischen Treiben - praktisch alle Vereine sind mit im Boot.
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Grandiose Showeinlagen und tolle Büttenreden gab es beim Fasching in Dörfles-Esbach.Martin Rebhan
Grandiose Showeinlagen und tolle Büttenreden gab es beim Fasching in Dörfles-Esbach.Martin Rebhan
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Die Dörfleser Vereine, Feuerwehr, Siedlerbund, VdK, TSV Dörfles-Esbach, Schützenverein, Gartenbauverein und DJK feierten "Gallischen Fasching" und eine voll besetzte und liebevoll geschmückte Turnhalle in der Grundschule bewies, dass der "Spaß an der Freude" in Dörfles ungebrochen ist.

Den Gästen wurde nicht nur ein abwechslungsreiches Programm geboten, und sie selbst waren gefordert, bis in die frühen Morgenstunden das Tanzbein zu schwingen.

Das Entree in einen äußert vergnüglichen Abend blieb Volker Weigand vorbehalten, der mit seiner Büttenrede das Publikum schnell von Null auf Hundert auf der Unterhaltungsskala brachte. Mit seinem unverkennbaren feinzüngigen Humor durchleuchtete das Urgestein des Dörfleser Faschings welche menschlichen Kontakte ein Kneipenbesuch mit sich bringen kann.

Schade war nur, dass der Geräuschpegel, vor allem in den hinteren Reihen der Turnhalle dafür sorgte, dass sich einige Gags im "Redesmog" verfingen und nicht beim Zuhörer ankamen, die diese gern mitbekommen hätten.

Das Tanzen auch im "hohen Alter" funktioniert, bewiesen äußerst hingabevoll die "Dancing Queens" (Yvonne Bräutigam, Tanja Friedel, Alina Kaiser, Jenny Kestler, Jenny Puff, Susanne Roschlau, Sabine Wank, Michaela Woweries) die zusammen über 600 Lebensjahre auf die Bühne brachten. In Szene setzte den spaßigen "Hexenschusstanz" die Trainerinnen Kim Müller und Susanne Roschlau. Die beiden waren es auch, die das Männerballett des Obst-und Gartenbauvereins unter ihre Fittiche nahmen und Yanek Hopf, Michael Roschlau, Christian Valtin, Stephan Valtin, Dominik Werner, Stefan Wegner und Sylvio Woweries zu Höchstleistungen brachten.

Blick zum Nachbarn

Premiere feierte Tim Titze. Der Coburger, sportlich in Dörfles fest verankert, nahm in seiner Büttenrede die kommunale Politik aufs Korn. Er richtete seinen Blick auf die benachbarte Residenzstadt. Tim Titze stellte dabei fest: "Coburg hat mehr OB-Kandidaten als Lebensmittelläden in der Innenstadt". Die Frage ob Norbert Tessmer ein guter Oberbürgermeister war, beantwortet er, nachdem er einen kräftigen Schluck Rotwein zu sich genommen hat mit der Feststellung: "Einen guten Roten erkennt man am Abgang".

Einen furiosen Schlusspunkt setzten "Gute Freunde" vom TSV Dörfles-Esbach. Robin Bartenstein, Michel Domanski, Markus Hoffmann, Stefan Kramer, Florian Obert, Philipp Roos, Lukas Schneider und Angelo Thiel setzten ihre Körper so ein, dass es das Publikum von den Sitzen riss. So konnte das Publikum, das die Darbietung mit frenetischem Applaus honorierte, die Entwicklung der Tänzer von der Raupe über einen verzückten Schmetterling bis hin zu einer Lichtershow in leuchtenden Umhängen begleiten. Am Ende konnte das begeisterte Publikum feststellen, dass der Abend keinen Höhepunkt hatte, der gesamte Abend war ein einziger Höhepunkt, den Sebastian Kling moderierte.

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