Wiesenfeld bei Coburg
Staatsstraße 2205

In Meeder wird gebaut - jetzt auch hoch offiziell

5 Kilometer Ausbaulänge, 9 Brücken, 29 Millionen Euro Baukosten - die Staatsstraße 2205 zwischen Coburg und Wiesenfeld wird finanziell ein dicker Brocken.
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Jetzt geht's los:   Für den   Bau der neuen Trasse für die Staatsstraße zwischen Coburg und Wiesenfeld hat am  Montag der Spatenstich stattgefunden. - Foto: Berthold Köhler
Jetzt geht's los: Für den Bau der neuen Trasse für die Staatsstraße zwischen Coburg und Wiesenfeld hat am Montag der Spatenstich stattgefunden. - Foto: Berthold Köhler
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Normal zeugt der Spruch "Was lange währt, wird endlich gut" davon, dass sich ein Festredner nicht besonders einfallsreich mit einem Bauprojekt auseinander gesetzt hat. Aber was hätte Sebastian Straubel (CSU/Landvolk) auch anders sagen sollen? Schließlich wusste der Landrat, dass schon in den 60er Jahren zum ersten Mal über eine neue Trasse für die Staatsstraße zwischen Coburg und Wiesenfeld gesprochen wurde. Also: Was lange währt, wird endlich gut! Der Bau der "Staatsstraße 2205 neu" hat am Montagmorgen am Wiesenfelder Ortsrand offiziell begonnen.

Lesen Sie hier, wie der Zeitplan ursprünglich war

"Endlich", sagte deshalb auch Bernd Höfer (CSU), Bürgermeister der Gemeinde Meeder. Schließlich habe die Bevölkerung zwischen Meeder und Bad Rodach seit Jahrzehnten auf diese Straße gewartet: "Der nordwestliche Landkreis braucht eine leistungsstarke Anbindung." Die war die Staatsstraße 2205 in ihrer jetzigen Form nach Höfers Wahrnehmung schon lange nicht mehr. Gerade in Wiesenfeld, Sulzdorf und Kösfeld habe die Bevölkerung arg gelitten, weil die Ortsteile den Nebenverkehr aufnehmen mussten, "den die Staatsstraße nicht mehr verkraften konnte".

Jede Menge Probleme

Natürlich hatte es sich bis zur Festrednerin, Melanie Huml (Staatsministerin für Gesundheit und Pflege; CSU), herumgesprochen, dass der Weg bis zur Erteilung des Baurechtes im Jahr 2017 nicht einfach war - schließlich musste erst eine neue Trasse am Vogelschutzgebiet "Glender Wiesen" vorbei gefunden werden (2004), dann gab es bis hinauf zur höchsten juristischen Ebene Klagen gegen das Projekt. Gerade mit Blick auf den Widerstand, den die Planer der Staatsstraße zu überwinden hatten, bat die Staatsministerin die Menschen, über den eigenen Tellerrand hinaus zu blicken: "Es ist wichtig, wenn Betroffene auch für's Gemeinwohl mitdenken."

Hier lesen Sie, warum über eine Autobahnausfahrt bei Meeder diskutiert wird.

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