Dörfles-Esbach
Sicherheit

In Dörfles-Esbach werden Pappeln gefällt - aus gutem Grund

Die Baumfällarbeiten an der Bertelsdorfer Straße in Dörfles-Esbach sind aufgrund der Verkehrssicherungspflicht der Gemeinde nötig.
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So sieht der Stumpf eines befallenen Baumes aus, wie Michel Domanski (links) und Udo Döhler (rechts) aufzeigten. Fotos: Lothar Weidner
So sieht der Stumpf eines befallenen Baumes aus, wie Michel Domanski (links) und Udo Döhler (rechts) aufzeigten. Fotos: Lothar Weidner
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Dem rund drei Hektar großen Pappelwäldchen an der Bertelsdorfer Straße droht fast der Kahlschlag. Zumindest müssen die ersten 15 Bäume sofort gefällt werden, die anderen sind im Oktober fällig. Die Fällarbeiten sind aufgrund der Verkehrssicherungspflicht der Gemeinde nötig, wie Bürgermeister Udo Döhler vor Ort erläuterte, denn dürre Äste im Kronenbereich und der drohende Fall mancher Bäume zwinge die Gemeinde zum Handeln, insbesondere wegen der nahen Gehwege.

Die ganze Maßnahme ist mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landratsamtes abgesprochen, die auch zum Schluss kam, dass die dortigen Hybridpappeln, aber auch Silberweiden und einzelne Eschen in einem sehr schlechten Zustand sind. Ursache sind die Schädlinge Pappelbock und Hornissen-Glasflügler, die sich in die Bäume bohren, ihre Eier dort ablegen und sich ans Wurzelwerk heranmachen, so dass ein Absterben der innen schwammig werdenden Bäume nicht mehr zu verhindern ist. Sowohl das Landratsamt als auch der Bürgermeister und die Bauhofmitarbeiter waren der Meinung, dass die Bäume am Ende ihrer Lebenszeit sind, als sie sich diese näher ansahen.

Naturverjüngung könnte klappen

Vorgesehen ist, zehn bis 15 Bäume auf einer Höhe von drei bis vier Metern zu kappen, um sie in die dortige Biotopstruktur einzugliedern. Auch wird ein Teil der gefällten Bäume als Totholz belassen. Insgesamt 20 Gehölze sollen nachgepflanzt werden, vorwiegend Eichen und Traubenkirschen. Als artenreich wurde zudem der Gehölzunterwuchs bezeichnet, so dass eine Naturverjüngung gewährleistet ist. "Ich möchte rechtzeitig die Bevölkerung von der Maßnahme informieren, um Anzeigen und Mutmaßungen zu verhindern", begründete Bürgermeister Udo Döhler seinen Gang an die Öffentlichkeit.

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