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Coburg
Campus open

Idee: Café in den Schlossplatzarkaden in Coburg

Die Fakultät Design präsentiert sich vom 28. Mai bis 1. Juni mit Ausstellungen, Workshops und Vorträgen. Die Designtage von einst sind überholt. Der Hochschule geht's um die interdisziplinäre Lehre - nicht mehr um den Eventcharakter.
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Beim Designcampus_open präsentieren Studierende Vorschläge für ein Café am ASchlossplatz. Foto: Christiane Lehmann
Beim Designcampus_open präsentieren Studierende Vorschläge für ein Café am ASchlossplatz. Foto: Christiane Lehmann
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Auf der "Designbaustelle" entstehen Ideen und Konzepte für die Welt von morgen. "Hier wird experimentiert und entwickelt, entworfen und gebaut, geforscht und gelehrt", fasst Dekan Joachim Diller die Aufgabenstellungen der Fakultät Design zusammen.

Die angehenden Architekten, Bauingenieure, Innenarchitekten und Produktdesigner beschäftigen sich mit aktuellen globalen Trends, gesellschaftlichen und ökologischen Problemstellungen, innovativen Materialien und Technologien, aber auch mit ganz praxisnahen Aufgaben in ihrer unmittelbaren Umgebung.

Anlässlich des "Designcampus-open 2014" öffnen Professoren und Studierende ihr Reich inmitten von Bauzäunen, Schotterpisten und historisch-mordern-angewandter Architektur. Erstmals sind auch die Architekten und Bauingenieure auf dem Campus dabei. "Dieses interdisziplinäre Wirken von vier Studiengängen ist einzigartig in Deutschland", sagt Driller voller Stolz.
Umso mehr liegt es ihm am Herzen, während des Designcampus-open, der im Rahmen der Designtage stattfindet, das Besondere der Lehre an der Hochschule Coburg darzustellen. "Uns geht es längst nicht mehr um einen Eventcharakter, wir wollen unsere Lehre, unsere Internationalität präsentieren", betont der Dekan. Und ganz wichtig sei die Selbstreflexion. "Die Designtage der vergangenen 20 Jahren haben sich nicht weiter entwickelt. Eine Auseinandersetzung mit der Zukunft des Designs hat es nie gegeben", sagt er ganz offen. Deshalb legt die Hochschule auch großen Wert darauf, dass der Designcampus-open eine vom Designforum Oberfranken unabhängige Veranstaltung ist. Sehr wohl wissen die Professoren aber, dass die Coburger die Designtage als Ganzes wahrnehmen.

Die Angebote der Hochschule sind offen für alle: Ob die Workshops zum 3D-Modelling mit Cinema 4D am Mittwoch, 28. Mai, um 14 Uhr, oder das Freihandskizzieren am Samstag, 31. Mai, ab 17 Uhr. Ob der Besuch der Ausstellungen im Neubau während der gesamten Veranstaltungsdauer oder die Vorträge über einen neuen Kreissaal am Klinikum, fugenlose Brückenbauweisen und die ICE-Neubaustrecke München-Berlin, der ganz neue Einblicke gewährt.

Die Coburger werden staunen, mit was für Ideen die Studierenden überraschen: Wie wäre es mit einem Café am Schlossplatz? Wo geht's zum Open-Air-Kino im Schlachthof? Was versteht man unter Coburger Morphologien? Und wer gewinnt wohl die Designchallenge, die in einem 48-Stunden-Workshop in Kooperation mit Tchibo stattfindet? Das komplette Programm finden Sie unter www.designcampus-open.de.

Kommentar von Christiane Lehmann: "Vorbei und trotzdem ganz vorne dabei"
"Vorbei die Zeiten, in denen Studierende ein ganzes Semester mit den Vorbereitungen der Designtage beschäftigt waren. Jetzt wird wieder gelehrt, gelernt und gestaltet statt gesägt, gemalert und gepinselt.

Vorbei auch die Gelegenheiten, mal eben beim Professor X anzurufen und nachzufragen, ob sich nicht mal ein paar "seiner" Studenten Gedanken über das neue Lichtdesign von Geschäft Y oder die Schaufenstergestaltung vom Laden Z machen könnten. Kost ja nix, weil die Studenten dabei doch noch was lernen können. Eine Aufwandsentschädigung oder kleine Spende ist immer noch günstiger als die professionelle Agentur!

Vorbei auch mit Coburg als Designstadt zu werben - ohne rot dabei zu werden. Vorbei, weil die Hochschule, die für dieses Design steht, eben nicht mehr einfach mal so dafür zu haben ist, sondern sich wieder auf ihre Kernaufgabe besonnen hat. Vorbei auch, weil die Stadt Coburg sich nicht entscheiden kann, ob sie überhaupt Designstadt sein will. Wie sonst lässt es sich erklären, dass ein Besuchermagnet wie die Designtage seit zwei Jahren unter zwei Dächern stattfindet, das Rathaus dabei aber keine Rolle spielt. Sowohl das Coburger Designforum Oberfranken als auch die Fakultät Design der Hochschule betonen ihre Eigenständigkeit. Es gibt weder einen gemeinsamen Flyer noch eine gemeinsame Programmvorstellung der Designtage. Jeder macht sein Ding - und schneidet sich vom Filetstückchen Schlachthof ein Design-Scheibchen ab.

Vorbei mit der Schwarzmalerei! So soll kein Text enden. Deshalb mein Vorschlag ans Integrierte Produktdesign: Wie wäre es mit einem "runden Tisch" für die Designtage 2015. Natürlich schön gestaltet."

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