Coburg
Handball

HSC-Kapitän Sebastian Weber beendet nach der Saison seine Laufbahn

Sein Traum wäre zum Abschluss der Aufstieg mit den Vestestädtern in die 1. Bundesliga.
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Sebastian Weber
Sebastian Weber

Wenn Sebastian Weber, Kapitän des Handball-Zweitligisten HSC 2000 Coburg, am Ende der Spielzeit 2019/20 seine aktive sportliche Laufbahn beendet, kann der inzwischen 33-Jährige auf eine lange und erfolgreiche Karriere auf dem Handball-Parkett zurückblicken. Bis heute hat er insgesamt 398 Spiele in der 1. und 2. Bundesliga bestritten und dabei 739 Tore erzielt.

Angefangen hatte alles in seiner mittelhessischen Heimat. "In meinem Heimatort Dutenhofen spielt man einfach Handball, um soziale Kontakte zu haben. Da wird jeder zum Handball geschickt. Wem es gefällt, der bleibt, wem nicht, der geht. Mir hat es echt gut gefallen", sagt Weber rückblickend.

Er durchlief zunächst sämtliche Jugendmannschaften bei der HSG Dutenhofen/ Münchholzhausen und wurde mit der B-Jugend des Vereins, bereits damals unter Trainer Jan Gorr, 2002 sogar Deutscher Meister. Nach einem kurzen Intermezzo beim Regionalligisten TV Petterweil schaffte "Sebbel" 2005 den Sprung in den Erstligakader der HSG Wetzlar. Recht schnell folgten die ersten Berufungen in die Nachwuchsauswahl des DHB. Mit der deutschen U20-Auswahl wurde Sebastian Weber 2006 Europameister, mit der U21 ein Jahr später Vize-Weltmeister. 2010 wechselte das 1,90 m große und 100 kg schwere Kraftpaket dann erstmals den Verein und schaffte mit dem TV Hüttenberg gleich in seiner ersten Saison den Aufstieg in die 1. Liga.

Von 2013 bis 2016 trug Sebastian Weber das Trikot der HSG Wetzlar und wechselte anschließend zum HSC 2000 Coburg, der in jenem Jahr in die 1. Bundesliga aufgestiegen war. Und hier wird der als absoluter Teamplayer mit großen Führungsqualitäten geachtete Kreisläufer, der die Mannschaft zuletzt auch als Kapitän führte, nun auch seine aktive Karriere beenden.

"Ich bin mit Leib und Seele Handballprofi und Mannschaftssportler. Diese Zeit endet nun im Sommer und ich möchte ein neues Kapitel aufschlagen. Mir hat diese Karriere viele Erfahrungen gegeben, für die ich allesamt dankbar bin. Aber jetzt zählt für mich bis Sommer der Erfolg meiner Mannschaft und dann nehme ich mir Zeit, das Erlebte Revue passieren zu lassen. Es wäre ein Traum zum Abschied auf dem Balkon des Coburger Rathauses stehen zu dürfen", so Sebastian Weber.

Personalplanungen am Kreis

Ob der 33-jährige Routinier im Personalkonzept für die nächste Saison beim HSC Coburg überhaupt eine Rolle gespielt hätte, ist fraglich. Klar ist dagegen, dass nach dem bereits feststehenden Wechsel von Kreisläufer Marcel Timm (zum abstiegsbedrohten Erstligisten TBV Lemgo) nun noch ein Kreisläufer-Posten frei wird. Der Klub wird sich auf dieser Position verändern und einen Partner für den verbleibenden Kreisläufer Stepan Zeman präsentieren.

Trainer Jan Gorr äußert sich wie folgt: "Sebastian kann auf eine tolle Karriere mit vielen Spielen auf höchstem Niveau zurückblicken. Seine Erfolge sprechen für sich. Viele Jahre davon konnte und durfte ich ihn als Trainer begleiten und habe ihn dabei immer als äußerst verlässlichen Spieler erlebt. Als Spieler, der immer für sein Team da ist und vor allem auch seine Erfahrungen an seine Mitspieler weitergibt. Ich wünsche ihm und seiner Familie für die Zeit nach der aktiven Karriere alles Gute."

"Ich kenne Sebbel mit seiner absoluten professionellen Einstellung, was Sport und Familie angeht. Mit seiner intelligenten und sympathischen Art wird er uns in Coburg sicherlich auch menschlich fehlen. Nichtsdestotrotz wünsche ich ihm alles erdenklich Gute", so HSC-Geschäftsführer Michael Häfner.

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