Coburg
Handball

HSC Coburg will Ostsee-Fluch beenden

Noch nie haben die Coburger beim VfL Lübeck-Schwartau gewonnen. Im sechsten Anlauf soll es am Freitag endlich klappen. .
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Max Jaeger trifft derzeit aus allen Lagen. Gegen Hamburg verwertete er alle seine Chancen. Bevor er ab der neuen Saison in der 1. Liga für HC Erlangen auf Torejagd geht, würde der Linksaußen am liebsten auch die "Gelben" mit ins Oberhaus werfen. Foto: Hagen Lehmann
Max Jaeger trifft derzeit aus allen Lagen. Gegen Hamburg verwertete er alle seine Chancen. Bevor er ab der neuen Saison in der 1. Liga für HC Erlangen auf Torejagd geht, würde der Linksaußen am liebsten auch die "Gelben" mit ins Oberhaus werfen. Foto: Hagen Lehmann

Zum fünften Mal gastiert der HSC 2000 Coburg in der Hansehalle in Lübeck. Ein Sieg ist für Coburg bisher dort noch nicht herausgesprungen - höchste Zeit also, das zu ändern, um den hart erarbeiteten Spitzenplatz in der 2. Handball-Bundesliga zu verteidigen. Anwurf ist am heutigen Freitagabend um 19.30 Uhr.

Die Lübecker hinken ihren eigenen Erwartungen etwas hinterher, liegen mit 11:17 Punkten auf Platz 13 der Liga. Sie hätten sich nicht so weit unten gesehen, nachdem in den Vorjahren immer ein Platz im Spitzenfeld der Liga herausgesprungen war. 2018 standen sie sogar knapp vor dem Erstliga-Aufstieg, der nun bis spätestens 2022 angepeilt wird.

Coburg ist vom Jäger zum Gejagten geworden, stand letztmalig vor der Niederlage in Dresden am 2. Weihnachtsfeiertag 2018 an der Tabellenspitze. "Das ist eine herausragende Zwischenbilanz, das wollen wir verteidigen, den Weg so weitergehen", fordert Coburgs Coach Jan Gorr für die restlichen vier Partien im Jahr 2019 nochmals volle Konzentration.

Hartes Restprogramm

Doch das Programm in Lübeck, Essen und Emsdetten sowie dem Heimderby gegen Rimpar darf durchaus als knackig bezeichnet werden. Da bedarf es schon Bestleistungen, um als Spitzenreiter ins neue Jahr zu gehen. Aber nun erst einmal Lübeck.

"Dort ist die Deckung der größte Trumpf. Die werden gegen uns heißlaufen", ist sich Gorr sicher, der mit seiner Mannschaft bereits am Donnerstag angereist ist. Waschul und Köhler bilden dort einen Mittelblock. Den gilt es zu überwinden oder sich andere Optionen zu suchen. Das Konterspiel war zuletzt ausgezeichnet, beide Außenspieler zeichneten sich aus, Jaeger hat gegen Hamburg alle vier Chancen verwertet, Billek ein Dutzend Mal getroffen.

Gorr hat großen Respekt

Obwohl den Gastgebern mit Genda ein wichtiger Akteur fehlt, "haben sie im linken Rückraum mit Schult einen Dauerbrenner und sind mit Raguse dreifach auf dieser Position besetzt". Aber Gorr hat eigene Sorgen: "Das Training zu Beginn der Woche war sehr schwierig. Ein halbes Dutzend Spieler fehlte krankheitsbedingt oder angeschlagen. Mein Training war dadurch sehr limitiert."

Varvne, Sproß, Billek, Wucherpfennig, Lilienfelds und Zeman mussten passen. Trotzdem hatte er sein Team vor allem auf den siebten Feldspieler einzustellen, den Lübeck gerne bringt. Auch wenn sie es in dieser Saison noch nicht oft unter Beweis stellen konnten, nach dem Trainerwechsel nicht richtig in Tritt gekommen sind, verfügen sie gerade in eigener Halle über genügend Qualität, jeden Gegner geschlagen nach Hause zu schicken. "Auf der Mitte machen der technisch äußerst versierte Runarsson, Classen und Hansen Betrieb", den Gorr einschränken möchte.

Ein weiterer wichtiger Baustein wird sein, Dennis Klockmann im gegnerischen Tor nicht zu warm zu werfen. Denn dann kann der schon mal ein Spiel alleine entscheiden, wenn die "Hanse-Hölle" so richtig bebt. Coburg hat das ja bereits öfter leidvoll erfahren müssen. Nicht nur an der Ostsee.

Ganz bitter in Erinnerung ist noch das letzte Aufeinandertreffen im April in Coburg. Da hätte der HSC zum Sprung in die erste Liga ansetzen können, verlor aber deutlich mit 23:28, was letztlich der Anfang vom Ende der Aufstiegsträume war.

Doch vielleicht gelingt es gerade deswegen, diesmal an der Ostsee den Spieß umzudrehen und mit dem ersten Auswärtserfolg zurückzukehren. Umso wichtiger, dass rechtzeitig Entwarnung von Gorr kam: "Bei Varvne sieht es richtig gut aus, die anderen sind durch ihre Infekte noch gehandicapt, aber einsatzfähig. Verzichten müssen wir auf Lilienfelds."

VfL Lübeck-Schwartau - HSC Coburg VfL Lübeck-Schwartau: Marino Mallwitz, Dennis Klockmann; Thees Glabisch, Fynn Gonschor, Mex Raguse, Markus Hansen, Fynn Ranke, Martin Waschul, Jan Schult, Steffen Köhler, Janik Schrader, Tim Claasen, Sigtryggur Dadi Runarsson, Marcel Möller, Jasper Bruhn. Es fehlt: Pawel Genda (Kreuzbandriss).

Trainer: Piotr Przybecki.

HSC 2000 Coburg: Jan Kulhanek, Konstantin Poltrum; Max Preller, Maximilian Jaeger, Lukas Wucherpfennig, Felix Sproß, Sebastian Weber, Florian Billek, Marcel Timm, Pontus Zetterman, Tobias Varvne, Stepan Zeman, Andreas Schröder, Christoph Neuhold.

Es fehlt: Jakob Knauer (verletzt), Girts Lilienfelds (verhindert).

Trainer: Jan Gorr.

Schiedsrichter: Christian Hannes und David Hannes.

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