Coburg
Handball

HSC Coburg will alles reinhauen

Im Duell mit dem HSV Hamburg geht für die Coburger das Fernduell mit TuSEM Essen um Platz Eins weiter.
Artikel drucken Artikel einbetten
Marcel Timm, der nach der Saison zum derzeit abstiegsbedrohten Erstligisten TBV Lemgo wechselt, soll am Samstag gegen Hamburg wieder treffen. Foto: Hagen Lehmann
Marcel Timm, der nach der Saison zum derzeit abstiegsbedrohten Erstligisten TBV Lemgo wechselt, soll am Samstag gegen Hamburg wieder treffen. Foto: Hagen Lehmann

Die Handball-Events in der 2. Handball-Bundesliga reißen für den HSC 2000 Coburg in diesem Jahr nicht mehr ab. Nach Hamm und Eisenach und vor dem Derby gegen Rimpar macht am Samstag der Renommiere-Club HSV Hamburg seine Aufwartung in der HUK-Arena. Mittelfristig will der Deutsche Meister des Jahres 2011 und Champions-League-Sieger von 2013 wieder ganz nach oben.

Dafür wurde das Team mit den Neuverpflichtungen Tobias Schimmelbauer (vom TVB 1898 Stuttgart) und Jens Schöngarth (von Frisch Auf Göppingen) verstärkt. Die "Wegweisung", wohin es gehen soll, fängt schon zwischen den Pfosten an. Mit dem Isländer Aron Rafn Edvardsson und dem Niederländer Mark van den Beucken verfügen die Hamburger über zwei Nationaltorhüter auf dieser Position.

Coburgs Coach Jan Gorr weiß um die Aufwärtsentwicklung beim Gegner: "Nach dem Absturz aus der ersten Liga haben sie eine sehr junge Truppe platziert und jetzt immer mehr Routine dazu geholt. Die Mischung ist gut, eine kontinuierliche Verbesserung ist eingetreten und sie haben technisch sehr versierte Leute."

Die Hamburger widerlegen auch, dass das zweite Jahr nach dem Aufstieg das schwierigere ist, ganz im Gegensatz zu TuS Ferndorf, die den Hanseaten letzte Saison den inoffiziellen Titel bester Aufsteiger wegschnappten. Geht es aber nach HSV-Trainer Torsten Jansen, soll sein Team auswärts stabiler werden. Auch wenn sie auf Tobias Schimmelbauer, der an einer Schulterblessur laboriert, und Dominik Axmann (Anbruch Mittelfußknochen) verzichten müssen, verfügen sie über genügend Durchschlagskraft.

So streitet sich Niklas Weller (90 Tore, davon 41 Strafwürfe von 51 verwandelt, Wurfquote 77,59 Prozent), mit Florian Billek (94/46 von 53, Wurfquote 76,42 Prozent) um die Spitzenposition bei den Torschützen. Er ist vorne Torjäger, hinten Pfeiler in der Abwehr, der Wühler am gegnerischen Kreis, Vollstrecker vom Siebenmeterstrich und ein Teil des Kapitänsduos, das er sich mit Lukas Ossenkopp teilt.

Zudem sorgt Linkshänder Jens Schöngarth für die einfachen Tore aus dem Rückraum. "Wir müssen resolut unsere eigene Spielidee durchsetzen", fordert Gorr von seiner Mannschaft. In der konnten "Mr. Zuverlässig" Florian Billek, so wurde er letzte Woche vom Kommentator des Livestreams in Konstanz mehrmals genannt, und Felix Sproß krankheitsbedingt zu Wochenbeginn nicht trainieren. Doch Gorr hofft auf eine Genesung bis morgen Abend und gleichzeitig darauf, dass die "antrainierte Fitness in der sehr fleißigen Vorbereitung in den kommenden Wochen ein wichtiges Elixier wird."

Fünf Tore trennen die Coburger - derzeit mit 20:6 Punkten "nur" auf Platz 2 - vom Spitzenplatz, den der punktgleiche TuSEM Essen augenblicklich einnimmt. Drei Spieltage könnte dieses Fernduell noch als solches weitergehen, bevor als vorweihnachtlicher Höhepunkt diese Teams am letzten Vorrundenspieltag womöglich die Herbstmeisterschaft im Direktvergleich in der Essener Sporthalle "Am Hallo" unter sich ausmachen. Das Kuriose dabei - zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres lagen diese Mannschaften mit 23:5 Punkten ebenfalls gleich auf an der Tabellenspitze. Da hatte der HSC (plus 65) jedoch das bessere Torverhältnis gegenüber Essen (plus 39). Was dann in der Rückrunde passierte, ist hinreichend bekannt.

Verwandte Artikel

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren