Coburg
2. Handball-Bundesliga

HSC Coburg vor Hammer-Duell in Hamm

Im Topspiel treffen sich alte Bekannte. Spitzenreiter HSC Coburg muss sich auf einen variabel agierenden Gegner einstellen.
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Jan Kuhlanek ist alles andere als ein "Luftikus"! Der sprunggewaltige Torsteher des HSC 2000 Coburg kehrt heute Abend an seine alte Wirkungsstätte nach Hamm zurück und will mit einem Sieg die Tabellenführung in der 2. Bundesliga festigen. Foto: Hagen Lehmann
Jan Kuhlanek ist alles andere als ein "Luftikus"! Der sprunggewaltige Torsteher des HSC 2000 Coburg kehrt heute Abend an seine alte Wirkungsstätte nach Hamm zurück und will mit einem Sieg die Tabellenführung in der 2. Bundesliga festigen. Foto: Hagen Lehmann

"Es kommen nur schwere Spiele. Die Leichtigkeit vom Saisonbeginn ist weg. Jedes Spiel ist ein Kampf. Wir sind Tabellenführer, wir sind der Gejagte. Trotz der Verletzten lösen wir das sehr ordentlich und sind jetzt schon sehr lange da oben.

Hamm ist heimstark, eine besondere Brisanz ist in dieser Partie durch Stefan Lex und Oliver Krechel, die ihr Team gut auf uns vorbereiten werden. Es wäre überragend, wenn wir dort die Big Points mit einem Sieg holen."

Der Vorstandssprecher des HSC 2000 Coburg, Stefan Apfel, weiß um die Schwere der Aufgabe heute Abend beim ASV Hamm-Westfalen. Anwurf ist um 19.15 Uhr. Ähnlich wie Coburg haben sie ihren Kader komplett neu zusammengestellt, vor allem im Rückraum. "Hamm hat sich ziemlich verändert. Das ist ein kleiner Vergleich zu uns. Die Partien dort waren immer interessant und spannend, weil beim Gegner individuell gute Spieler agieren. Für uns wird das einmal mehr eine besondere Herausforderung", weiß Trainer Jan Gorr.

Seine Mannschaft erwartet ein Team, das variabel, mit extremem Tempo zu Werke geht, was ein hohes Maß an Disziplin erfordert, um Ballverluste zu vermeiden. Die Westfalen hatten anfangs Abstimmungsprobleme, die sie jedoch jetzt nach und nach abstellen konnten. Sie spielen eine offensiv ausgelegte 6:0-Deckung, "aus der sie viel Druck machen auf den Ballführenden und somit das Pass-Spiel einschränken", wie Gorr beobachtet haben will. "Im Angriff arbeiten sie mit viel Kreuzungsbewegungen. Da dürfen wir den Überblick nicht verlieren, müssen uns die Knackpunkte heraussuchen und das rechtzeitig unterbinden."

Ein besonderes Augenmerk gilt nicht nur dem letztwöchigen achtfachen Torschützen Sören Südmeier, sondern dem weiteren Mittelmann Vincent Sohmann. Beide Spieler sind von der Spielanlage unterschiedlich. Sohmann probiert es gerne einmal mit Hüftwürfen und hat dabei auch den Kreisläufer immer im Blick, während Südmeier mit viel Überblick gerne auch einmal einen Pass antäuscht und dann selbst durch die Deckung geht. "Das ist ein Handball-Allrounder, ein kompletter Spieler, den wir versuchen müssen, an die Kette zu legen", hat Gorr zumindest einen Knackpunkt für einen weiteren Erfolg in Hamm ausgemacht.

Dort gibt es in der Westpress-Arena ein mehrfaches Wiedersehen mit Ex-Spielern. So wechselte Christoph Neuhold aus Hamm in den linken Rückraum des HSC, während Stefan Lex jetzt im rechten Rückraum für Hamm aktiv ist und der langjährige HSC-Torwart Oliver Krechel bei den Westfalen das Tor hütet. "Das ist bei dieser Partie ein schöner Nebeneffekt", freut sich Gorr auf das Wiedersehen mit seinen ehemaligen Spielern.

Was für Coburg spricht

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In Hamm hat der HSC alle Spiele gewonnen. Doch Apfel warnt: "Serien sind dazu da, dass sie einmal zu Ende gehen. Ich hoffe aber, dass die Serie weitergeht, aber es wird brutal schwer."



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