Coburg
Handball

HSC Coburg peilt ersten Auswärtssieg an

Aber beim TSV Bayer Dormagen haben die Coburger am Freitagabend eine ganz harte Nuss zu knacken. .
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Coburgs Neuzugang Andreas Schröder kommt langsam, aber sicher auf Touren. Spielerisch hat der Mittelmann zwar noch Luft nach oben, doch kämpferisch zeigt er Woche für Woche vorbildliche Leistungen; im Hintergrund auf der Bank jubeln Kapitän und Kreisläufer Sebastian Weber (links) sowie Rückraumspieler Tobias Varvne (daneben) mit. Foto: Timo Geldner
Coburgs Neuzugang Andreas Schröder kommt langsam, aber sicher auf Touren. Spielerisch hat der Mittelmann zwar noch Luft nach oben, doch kämpferisch zeigt er Woche für Woche vorbildliche Leistungen; im Hintergrund auf der Bank jubeln Kapitän und Kreisläufer Sebastian Weber (links) sowie Rückraumspieler Tobias Varvne (daneben) mit. Foto: Timo Geldner

"Wir hatten nur ein schlechtes Auswärtsspiel und das auch nur in den letzten 15 Minuten so richtig. Das war in Aue, in Hüttenberg hat der entscheidende Kick gefehlt", beurteilt Jan Gorr die Lage vor dem dritten Zweitliga-Spiel in fremder Halle.

Aber am Freitagabend wartet beim TSV Bayer Dormagen (Anwurf um 19.30 Uhr) ein Gegner, der seine Kontrahenten auf eigenem Terrain bislang deklassiert hat. Das alles passend zum 70-jährigen Bestehen der Handballabteilung beim TSV.

35:25 gegen Aue, 34:24 gegen Eisenach und 31:24 gegen Nettelstedt-Lübbecke - das sind Ansagen, wie schwer es den Coburgern dort fallen wird, Zählbares mit nach Hause zu bringen. "Das ist tatsächlich eine absolut makellose Bilanz des TSV. Beide Teams werden sich emotional in diesen 60 Minuten nichts schenken", ist sich Gorr sicher.

Die Brisanz liegt darin, dass die Gastgeber ihre Heimserie fortsetzen wollen, Coburg nach zwei Auswärtsniederlagen seine Negativserie brechen will. Beide Teams setzen auf Gegenstöße.

"Keine Konzentrationsfehler!"

"Deswegen muss unsere Abwehr funktionieren", fordert der HSC-Coach. Aber nicht nur das. Es dürfen Konzentrationsfehler wie zuletzt gegen Krefeld nicht passieren: "Da haben wir uns in den letzten zehn Minuten zwei, drei Kleinigkeiten geleistet, die nicht groß aufgefallen sind, aber auswärts ins Gewicht fallen", weiß Gorr um die Problematik, die Zähler kosten kann.

Zwar haben mit Lukas Stutzke (zum Bergischen HC) und Tim Wieling (nach Stuttgart) die erfolgreichsten Werfer der letzten Saison den TSV Richtung erste Liga verlassen, "aber mit Grbavac und Meuser wurden die Lücken geschlossen", hat Gorr festgestellt. Zudem reift in Dormagen mit Julian Köster ein großes Talent heran. Die Dormagener haben schon einige Akteure in die 1. Liga gebracht. Ihre Leistungsschwankungen, die sich wie ein roter Faden durch die letztjährige Rückrunde zogen, sind abgestellt. Derzeit ist bei den Rheinländern mehr möglich als der ausgegebene Platz 12, der zur Teilnahme am DHB-Pokal berechtigt.

Einsatz von Zeman ist fraglich

Ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Stepan Zeman. "Wegen einer Oberschenkelprellung ist sein Einsatz Stand heute, Mittwoch, nicht in Aussicht." Aber ihm bleiben sowohl für die Abwehr mit Marcel Timm als auch für den Angriff mit Sebastian Weber genügend Optionen, um diese Lücke zu schließen. Vielleicht reicht es für den Neuzugang aber ja doch noch. Gorr ist zuversichtlich, dass auch in der Fremde der Knoten platzt: "Gerade weil Dormagen seine Heimspiele ungewöhnlich hoch gewonnen hat, ist dies für uns eine gute Gelegenheit, zu beweisen, dass wir es auch auswärts können."

Freitag, 19.30 Uhr: TSV Bayer Dormagen gegen HSC 2000 Coburg

TSV Bayer Dormagen: Hendrik Halfmann, Sven Bartmann; Joshua Reuland, Julian Köster, André Meuser, Benjamin Richter, Carl Löfström, Ian Huter, Thomas Heider, Nuno Rebelo, Pascal Noll, Patrick Hüter, Morante Maldonado, Jakub Sterba, Ante Grbavac. - Trainer: Dusko Bilanovic.

HSC 2000 Coburg: Jan Kulhanek, Konstantin Poltrum; Max Preller, Maximilian Jaeger, Lukas Wucherpfennig, Felix Sproß, Sebastian Weber, Florian Billek, Marcel Timm, Jakob Knauer (verletzt), Pontus Zetterman, Girts Lilienfelds, Tobias Varvne, Stepan Zeman (?), Andreas Schröder, Christoph Neuhold.

Trainer: Jan Gorr.

SR-Duo: Pawel Fratczak und Paulo Ribeiro

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