Coburg
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HSC Coburg: Mittagessen gibt's um halb zehn

Die ungewohnt frühe Anwurfzeit zwingt den HSC 2000 Coburg vor dem Spiel bei der SG BBM Bietigheim zu außergewöhnlichen Maßnahmen.
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Knoten geplatzt! Bisher überzeugte der vom Erstligisten HC Erlangen nach Coburg gekommene Andreas Schröder nur in der Abwehr, doch gegen Hamm zeigte er eindrucksvoll auch seine Offensiv-Qualitäten. Auch in Bitiegheim will er einfache Tore aus dem Rückraum erzielen. Foto: Hagen Lehmann
Knoten geplatzt! Bisher überzeugte der vom Erstligisten HC Erlangen nach Coburg gekommene Andreas Schröder nur in der Abwehr, doch gegen Hamm zeigte er eindrucksvoll auch seine Offensiv-Qualitäten. Auch in Bitiegheim will er einfache Tore aus dem Rückraum erzielen. Foto: Hagen Lehmann

Der frühe Vogel fängt den Wurm - unter diesem Motto kann das Gastspiel des HSC 2000 Coburg beim Erstliga-Absteiger SG BBM Bietigheim gesehen werden. Denn die Coburger müssen knapp drei Stunden früher los als geplant. Ursprünglich war die Partie auf 17 Uhr in der Bietigheimer EgeTrans Arena angesetzt.

Aufgrund des EHF Champions League-Spiels der Frauenmannschaft der SG gegen den rumänischen Meister SCM Ramnicu Valcea um 18 Uhr wurde das Zweitligaspiel auf 14.30 Uhr vorverlegt und findet als Vorspiel zu dieser Partie in der MHP Arena Ludwigsburg statt.

Die Bietigheimer laufen ihren eigenen Ansprüchen nach dem Erstliga-Abstieg meilenweit hinterher. In eigener Halle warten sie noch immer auf den ersten Sieg, stehen mit 7:17 Punkten näher an den Abstiegsplätzen als vor der Rückkehr in die erste Liga. Auch nach dem letzten Abstieg 2015 taten sie sich schwer und benötigten eine lange Anlaufzeit, ehe sie ins Rollen kamen und letztlich noch den neunten Platz belegten.

Für Coburgs Trainer Jan Gorr zählt Statistik sowieso nicht: "Wir wollen den Flow mitnehmen und peilen den nächsten Auswärtssieg an." Wie zuletzt Bietigheims Weltmeister im linken Rückraum, "Mimi" Kraus, spricht auch er von einem "Haifischbecken" zweite Liga, sucht so aus der Ferne nach Gründen für das nicht erwartbare schwache Abschneiden des Gegners.

Nur Anlaufprobleme?

"Fast alle Absteiger hatten in den letzten Jahren Anlaufprobleme, es ist extrem schwer in dieser anspruchsvollen Liga Fuß zu fassen, auch als Absteiger." Obwohl der HSC-Gegner in großen Teilen zusammen geblieben ist, fast alle Spieler Erstligaerfahrung haben, läuft es alles andere als rund. Mit Kraus, Tim Dahlhaus (aus Pays d'Aix - FRA) und Jonas Link (vom HC Erlangen) im Rückraum und einem starken Defensivblock mit Rentschler, Boschen und Fischer, sind sie eigentlich bestens aufgestellt, haben es aber noch nicht richtig auf die Platte gebracht.

Zudem laborierte Kraus zu Saisonbeginn an einer Wadenverletzung. Deren Trainer Jonsson bemängelte in Emsdetten nach der letzten Niederlage die Moral seines Teams. Doch Gorr warnt: "Gerade aufgrund dieser Situation werden wir auf eine heiße Mannschaft treffen, die alles daransetzen wird, eine Kehrtwende zu schaffen."

Doch er ist überzeugt davon, dass seine Spieler die Erfolgsserie fortsetzen können: "Wir haben zwar ein paar mit Wehwehchen im Team und über den Einsatz von Christoph Neuhold werden wir kurzfristig entscheiden", so Gorr. Doch Stepan Zeman und Sebastian Weber wurden nach ihren Verletzungen wieder an das Team herangeführt, so dass er mehr Optionen hat. Die hat Bietigheim auch und will sie gegen Coburg endlich auch abrufen.

Der HSC-Trainer wird seine Mannschaft auch vom Ablauf her auf die frühe Anwurfzeit einstellen: "Für Sportler ist das schon ein Problem, diesmal trifft es uns. Wir wollen den zeitlichen Ablauf in etwa einhalten wie sonst auch immer vor einem Spiel, Mittagessen gibt es deswegen bei uns am Sonntag bereits um halb zehn..."

Sonntag, 14.30 Uhr: BBM Bietigheim - HSC Coburg SG BBM Bietigheim: Jonas Maier, Jürgen Müller; Nikola Vlahovic, Patrick Rentschler, Dominik Claus, Max Ohler, Michael Kraus, Christian Schäfer, Vetle Rönningen, Tim Dahlhaus, Jonas Link, Jan Asmuth, Jan Döll, Nils Boschen, Martin Marcec, Jonathan Fischer.

Trainer: Hannes Jon Jonsson.

HSC 2000 Coburg: Jan Kulhanek, Konstantin Poltrum - Max Preller, Maximilian Jaeger, Lukas Wucherpfennig, Felix Sproß, Sebastian Weber,Florian Billek, Marcel Timm, Pontus Zetterman, Girts Lilienfelds, Tobias Varvne, Stepan Zeman, Andreas Schröder, Christoph Neuhold (?). - Es fehlt: Jakob Knauer (verletzt). Trainer: Jan Gorr.

SR-Duo: Thomas Kern und Thorsten Kuschel.

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