Doch Spielführer Ronny Göhl warnt: "Ich kann nur das wiederholen, was ich letzte Woche schon gesagt habe - gegen jeden Gegner in dieser Liga musst du hochkonzentriert und diszipliniert bleiben und am oberen Level spielen."

Denn durch die vermeidbare Niederlage am letzten Wochenende hat der HSC 2000 Coburg seine Spitzenposition zwar verloren, ist auf dem 2. Tabellenplatz aber immer noch im Soll und erster Verfolger des Spitzenreiters aus Rimpar. Will die Mannschaft allerdings nicht ins breite Mittelfeld der Tabelle abrutschen, muss beim Bayerischen Meister wieder an die Leistung aus den ersten drei Spielen angeknüpft werden. Aber die Auerbacher, ohne Niederlage in die 3. Liga aufgestiegen, sind nicht zu unterschätzen: "Vier ehemalige Zweitligaspieler haben die Auerbacher in ihren Reihen, das bedeutet, dass wir Vollgas geben müssen", fordert HSC-Coach Hrvoje Horvat Wiedergutmachung für die vergangene Woche.

Unbedingter Wille und mehr Leidenschaft


"Da hat sich wohl schon das Gefühl eingeschlichen, wir können gar nicht verlieren, das muss raus aus den Köpfen. Ich verlange unbedingten Willen und mehr Leidenschaft." Zudem besteht insbesondere bei der taktischen Disziplin und beim Verwerten der Torchancen im Vergleich zur Vorwoche Verbesserungsbedarf.
Denn die Auerbacher Abwehr um Spielertrainer Tobias Wannenmacher, aus Erlangen in die Oberpfalz gekommen, dürfte schwer genug zu knacken sein.
Aber in der eigenen Deckung hat der HSC vielleicht einen kleinen Vorteil: "Wir kennen die Spielanlage von Max (Michael Werner) am Kreis und Moritz (Matthias Werner) im Rückraum, die schon bei uns gut harmoniert haben." Doch auch als "Shooter" hat Horvat den Ex-HSCler auf der Rechnung.

Allerdings muss der HSC-Coach weiter einen Ausfall verkraften: "Bei Johan Andersson ist im Wurfarm eine Sehne angerissen, das bedeutet noch zwei bis drei Wochen Pause mit anschließendem langsamen Aufbautraining." Auch im Oktober wird der Schwede also nicht spielen. Somit wird für den Rückraumspieler auch das vermeintliche Spitzenspiel gegen Rimpar in vier Wochen zu früh kommen und er weiter auf seinen 100. Einsatz im HSC-Trikot warten. Dann zieht Andersson mit "Handballgott" Andreas Ißle gleich. Wie die Lücke auf der rechten Seite geschlossen werden soll, will Horvat am heutigen Freitag im Abschlusstraining entscheiden.