Coburg

Hochschule Coburg auf dem Weg zum Campus 3.0

Mit dem symbolischen Spatenstich startete Bayerns Hochschulminister Ludwig Spaenle offiziell den weiteren Ausbau des Campus an der Friedrich-Streib-Straße. Die Arbeiten werden bis ins Jahr 2021 dauern.
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Symbolischer Spatenstich, während die tatsächlichen Bauarbeiten an der Hochschule Coburg bereits laufen (von links): Jürgen König, Leiter des Staatlichen Bauamts Bamberg, Professor Michael Pötzl, Präsident der Hochschule Coburg, Ludwig Spaenle, Kultus- und Wissenschaftsminister in Bayern, Thomas Nowak, Dritter Bürgermeister der Stadt Coburg. Foto: Simone Bastian
Symbolischer Spatenstich, während die tatsächlichen Bauarbeiten an der Hochschule Coburg bereits laufen (von links): Jürgen König, Leiter des Staatlichen Bauamts Bamberg, Professor Michael Pötzl, Präsident der Hochschule Coburg, Ludwig Spaenle, Kultus- und Wissenschaftsminister in Bayern, Thomas Nowak, Dritter Bürgermeister der Stadt Coburg. Foto: Simone Bastian
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Diese eine Spitze konnte sich Hochschulpräsident Michael Pötzl am Freitag nicht verkneifen: Hätte der Stadtrat die neue Zufahrt zur Hochschule von Norden her nicht abgelehnt, "hätten wir vielleicht den Campus 4.0 erhalten" - nämlich autofrei. So muss sich Pötzl mit dem "Campus 3.0" bescheiden. Doch das ist nicht wenig angesichts einer Summe von 65 Millionen Euro, die da bis zum Jahr 2021 auf dem Campus Friedrich-Streib-Straße verbaut werden. Rechnet man die Investitionen seit 2008 sowie die am Campus Design am Hofbrauhaus dazu, so wurden und werden für die Hochschule rund 125 Millionen Euro ausgegeben.

Eine Zukunftsinvestition, wie auch der zuständige Minister Ludwid Spaenle (CSU) sagte.
Für den Hochschulpräsidenten hatte er einen kleinen Trost: "Die visionäre Sehkraft kommunaler Gremien muss man einfach hinnehmen." Dritter Bürgermeister Thomas Nowak (SPD), der als Grußwortredner den so gescholtenen Stadtrat vertrat, ließ es als Antwort mit dem Hinweis bewenden, dass der Campus attraktiver werde, auch wenn nicht alle Wünshe durch demokratische Entscheidungen erfüllt werden konnten.

Ansonsten waren sich die Redner einig in der Freude darüber, was an der Hochschule entstehen soll: ein Zentrum für Mobilität und Energie (ZME), der neue Forschungstrakt der Hochschule. 2017 soll der Bau des neuen IT- und Medienzentrums beginnen, für die Studierenden dann der Mittelpunkt ihres Campus. Zeitgleich mit dem ZME starteten die Arbeiten für en 535 Plätze fassendes Parkdeck, das schon in einem Jahr fertig werden soll. Den Abschluss des Bauprogramms bildet die umfangreiche Sanierung des Gebäudes 2 (Lehrsäle und Büros des Lehrpersonals).

Der offizielle Spatenstich für ZME und Parkdeck am Freitag war also nur noch ein symbolischer. Hochschulen für angewandte Wissenschaften befördern die Entwicklung ihrer Regionen, zitierten Pötzl und Spaenle aus entsprechenden Forschungsberichten. 60 Prozent der Studierenden sind die ersten in ihren Familien, die einen akademischen Grad anstreben, und die meisten arbeiten nach dem Studium in der Region.

Hintergründe zum Bauprogramm finden Sie hier.
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