Coburg
Stadtsanierung

Hereinspaziert in Coburgs Mitte!

Nach elf Monaten ist der dritte Bauabschnitt im Sanierungsgebiet Ketschenvorstadt abgeschlossen. Der südliche Zugang zur Innenstadt hat sich verändert.
Artikel drucken Artikel einbetten
Neuer Charakter nach Sanierung und Umbau: Die Ketschendorfer Straße vor dem Ketschentor ist nun saniert und wieder für den Verkehr freigegeben. Die Fahrbahn wurde enger, mehr Platz haben die Fußgänger. Säuleneichen rechts und links schaffen eine kurze Allee. Foto: Christoph Winter
Neuer Charakter nach Sanierung und Umbau: Die Ketschendorfer Straße vor dem Ketschentor ist nun saniert und wieder für den Verkehr freigegeben. Die Fahrbahn wurde enger, mehr Platz haben die Fußgänger. Säuleneichen rechts und links schaffen eine kurze Allee. Foto: Christoph Winter
+1 Bild

"Das Tor ist eröffnet", sagte Oberbürgermeister Norbert Tessmer am Donnerstagmorgen abschließend. Damit ist der Weg für Autofahrer durch das Ketschentor wieder frei. Wenige Tage vor Weihnachten ist der dritte Bauabschnitt der Baustelle in der Ketschendorfer Straße abgeschlossen und "ein Stück unserer Stadt ist verschönert worden", urteilte der Oberbürgermeister. Baureferentin und Zweite Bürgermeisterin Birgit Weber dankte den Anliegern für die Geduld ob der Einschränkungen während der Bauarbeiten. Sie erinnerte an die intensiven und langen Diskussionen, die der Sanierung vorausgegangen waren. Während der bayerischen Landesausstellung im Jahr 2017 gab es eine Zwangspause, "weil wir unseren Gästen keine Baustelle präsentieren wollten".

Die Ketschendorfer Straße zwischen der Kreuzung am Kongresshaus und dem Ketschentor ist nun für den Autoverkehr schmaler geworden. Zwei Fahrspuren stehen zur Verfügung. Mehr Platz gibt es für Fußgänger und Radfahrer: Die Gesamtfläche verdoppelte sich nahezu von 575 auf nun 1100 Quadratmeter. Waren die Gehwege vor der Sanierung zwischen 1,60 und 3,40 Meter breit, sind es jetzt 2,50 bis fünf Meter. In der Summe wurden etwas mehr als 41 000 Granit-, Beton- und Basaltpflastersteine verlegt, so Ullrich Pfuhlmann von der Wohnbau. "Das sind etwa so viele, wie Coburg Einwohner hat." Erneuert wurden während der Sanierung gleichzeitig die Ver- und Entsorgungsleitungen durch die SÜC.

Der neue Charakter des südlichen Eingangs in die Innenstadt entsteht auch durch die acht Säuleneichen, die rechts und links vor dem Ketschentor gepflanzt wurden. Im nächsten Frühjahr kommen noch rund 400 Kleinpflanzen in drei Beeten vor dem Ketschentor dazu. Ein Lichtkonzept ergänzt die Neugestaltung. Die alten Peitschenleuchten sind modernen LED-Laternen gewichen, Strahler illuminieren die prägnanten großen Bäume vor dem Stadttor und auch das Stadttor sowie Hausfassaden haben bei Dunkelheit leuchtende Akzente.

Wieder gewohnte Verkehrsführung

Seit Donnerstag gilt auch wieder die gewohnte Verkehrsführung: Die Stadtbusse fahren die Haltestellen vor dem Landgericht und am Albertsplatz wieder an. Damit gehören auch die Einbahnstraßen-Regelungen in der Straße Zinkenwehr, in der Ahorner und der Casimirstraße der Vergangenheit an.

Zur offiziellen Freigabe des Ketschentores war die Stadtspitze in der zweispännigen Kutsche angereist, nach den Erläuterungen folgte das symbolische Banddurchschneiden. Christkind und Nikolaus hatten für Passanten und Autofahrer kleine Frühstückstütchen parat. Als Nächstes wird der Umgriff der Lutherschule neu gestaltet und die Planung für das Gebiet zwischen Albertsplatz und oberer Ketschengasse steht an.



Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren