Autenhausen
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Happy End in Autenhausen

Erweiterung und Umgestaltung der Freizeitanlage Autenhausen sind gesichert. Dank des nun auch offiziell zugestellten Leader-Bescheids
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Da ist er endlich, der lang ersehnte Förderbescheid! Mit den 47.000 Euro an EU-Fördermitteln aus dem Leader-Programm können die Erweiterung und Umgestaltung der Freizeitanlage Autenhausen umgesetzt werden. Nach der Förderzusage hatten die Bauarbeiten bereits begonnen. Alle Leader-Vertreter lobten bei der Übergabe das große Engagement des Fördervereins. Von links: Martina Kilian (2. Vors. Förderverein), Landrat Sebastian Straubel, Leader AG-Vorsitzender Michael Busch, Andreas Gsänger (1. Vors....
Da ist er endlich, der lang ersehnte Förderbescheid! Mit den 47.000 Euro an EU-Fördermitteln aus dem Leader-Programm können die Erweiterung und Umgestaltung der Freizeitanlage Autenhausen umgesetzt werden. Nach der Förderzusage hatten die Bauarbeiten bereits begonnen. Alle Leader-Vertreter lobten bei der Übergabe das große Engagement des Fördervereins. Von links: Martina Kilian (2. Vors. Förderverein), Landrat Sebastian Straubel, Leader AG-Vorsitzender Michael Busch, Andreas Gsänger (1. Vors. Förderverein), Thomas Novak (Leader-AG), Bürgermeister Maximilian Neeb, LAG-Manger Tobias Gruber, Michael Hofmann (Leader-Koordinator Oberfranken) und Stadtrat Carsten Höllein. Foto: Bettina Knauth
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"Mein erster Förderbescheid!" Nicht nur Seßlachs Bürgermeister Maximilian Neeb (FW) strahlte gestern über das ganze Gesicht. Die nun auch offizielle Unterstützung der "Neugestaltung und Erweiterung der Freizeitanlage Autenhausen" durch das Leader-Programm des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF) erfreute besonders den Förderverein Freizeitanlage Freibad Autenhausen. "Ohne die Hilfe von Leader hätten wir das gesamte Projekt nicht realisieren können", sagte Vorstand Andreas Gsänger beim Mediengespräch auf der Baustelle.

Ohne das unermüdliche Engagement des Fördervereins wäre das Bad vermutlich längst geschlossen, gab Tobias Gruber das Lob zurück. Der Manager der Lokalen Aktionsgruppe Coburg Stadt und Land verwies auf die hohe Eigenbeitrag, der auf den Förderbetrag angerechnet wird: Für insgesamt 165.000 Euro werden die Freizeitanlage durch neue Außenanlagen aufgewertet, zusätzliche sanitäre Anlagen geschaffen und der Kiosk modernisiert. 47.000 Euro kommen von Leader, 90.000 Euro steuert der Förderverein durch Leistungen bei. Somit verbleiben 27.000 Euro, die von der Stadt Seßlach zu tragen sind. "Durch gute Zusammenarbeit haben wir die Fördermittelgeber überzeugt", sagte Neeb. Schwer sei das nicht gewesen, betonte Michael Hofmann, Leader-Koordinator für Oberfranken. Schon 2004, als hier Absorber-Anlage unterstützt wurde, habe die "sehr aktive Bürgerschaft" aufgefallen, fügte der Vertreter des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) in Münchberg hinzu, das die Maßnahme betreut: "Leader lebt von dieser Zusammenarbeit mit engagierten Bürgern, ohne die geht es nicht."

Großer Anteil Grubers

Gsänger hob den großen Anteil von Tobias Gruber hervor. Der Coburger LAG-Manager habe den "Anschub gegeben" und trotz Rückschlägen seit 2016 immer wieder neue Ideen geprüft, um die Maßnahme doch noch realisieren zu können. Das gesamte Projekt wurde aufgeteilt: Der Umbau des Freibades zum Naturbad wurde ermöglicht durch eine Förderung durch das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE). Es steuert 325.000 Euro den auf rund 505.000 Euro geschätzten Kosten bei, auf die Stadt Seßlach entfallen noch rund 180.000 Euro.

Auch MdL Michael Busch zollte als Vorsitzender der Lokalen Aktionsgruppe dem Förderverein größten Respekt, weil er trotz der "schweren Geburt" infolge immer neuer Hindernisse nicht aufgegeben hatte. Noch als Landrat war Busch dem Verein beigetreten, um seinen Rückhalt zu demonstrieren. "Naturbad und Freizeitanlagen werden bald nach außen strahlen und nach innen ein Treffpunkt sein", zeigte sich der SPD-Politiker überzeugt. Genau das fördere Leader. Beide Einrichtungen gehören für Hofmann zu einem "bunten Strauß an Freizeitangeboten, die von Bürgern ermöglicht und von ihnen umgesetzt werden". Bei der Entscheidung, welche Maßnahme gefördert wird, laute die Kernfrage stets: "Bringt es der Region etwas?" In Autenhausen profitierten die Bürger eindeutig davon.

Das sei den Einheimischen durchaus bewusst, meinte der Bürgermeister, der hohe Eigenanteil der Bürger spreche für sich. Neeb sprach von einem "Wahnsinnsgewinn", für Autenhausen, für die Stadt Seßlach und den Landkreis Coburg. Selbst für die Nachbarlandkreise seien die Einrichtungen von Interesse. Das sah auch Landrat Sebastian Straubel so: "Hier entsteht ein Anziehungspunkt für die gesamte Region Coburg.Rennsteig." Im Sommer wird die Freizeitanlage von vielen Jugendgruppen genutzt. Zukünftig werden sie mit Wasser duschen, das mit Solarenergie aufgewärmt wird. Auch auf dem Dach der Blockhütte soll eine PV-Anlage installiert werden. Auch neue Zielgruppen wie Wohnmobilisten und Radfahrer, die den WOM (Werra-Obermain-Radweg) nutzen, sollen hier Halt machen. Für E-Bikes wird eigens eine Ladestation installiert werden.

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