Neustadt bei Coburg
Eröffnungsfeier

Hans Michelbachs forscher Wunsch beim Neustadter Puppenfestival

Das 28. Puppenfestival in Neustadt bei Coburg hat begonnen. Schirmherr Hans Michelbach überraschte mit einer Ansage, die einige ärgern wird.
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Einen Bär für  Enkelin Thea überreichten die Neustadter Puppenfee und Oberbürgermeister Frank Rebhan an den Schirmherrn des Festivals, Hans Michelbach (Mitte). - Foto: Berthold Köhler
Einen Bär für Enkelin Thea überreichten die Neustadter Puppenfee und Oberbürgermeister Frank Rebhan an den Schirmherrn des Festivals, Hans Michelbach (Mitte). - Foto: Berthold Köhler
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Die Ehre der Schirmherrschaft beim 28. internationalen Puppenfestival ist für den Bundestagsabgeordneten Hans Michelbach (CSU) zum richtigen Zeitpunkt gekommen. "Dank meiner Aufgabe als Großvater bin ich derzeit voll im Thema drin", sagte Michelbach gestern, kurz bevor er bei strahlendem Sonnenschein das Festival eröffnete. Und natürlich, ergänzte Michelbach, hat Enkelin Thea mit ihren zwei Jahren schon was zum Kuscheln aus Neustadt.

Richtig Applaus bekam der Schirmherr aber, als er gar nicht von Puppen, Bären und der funktionierenden Partnerschaft zwischen Neustadt und Sonneberg schwärmte. Denn Hans Michelbach - wohlwissend, dass die Landesregierungen von Bayern und Thüringen gar nicht gerne auf das Thema angesprochen werden - outete sich auf dem mehr als gut besuchten Marktplatz als Unterstützer für die Einstufung von Neustadt und Sonneberg als gemeinsames Oberzentrum. Dieses sei doch eh schon gelebte Wirklichkeit, sagte der Bundestagsabgeordnete und verwies auf das Puppenfestival als "praktisches Beispiel", wie man frei und friedlich zusammenwachsen könne. Mit seinem Vorstoß zum Oberzentrum überraschte Hans Michelbach sogar Frank Rebhan (SPD). Der Oberbürgermeister jedenfalls sagte zu Michelbach lachend: "Na, das wird aber Ärger geben."

Zusammenlegung war richtig

Wie Frank Rebhan in seiner Begrüßung berichtete, sei Hans Michelbach schon lange ein Wunschkandidat für die Schirmherrschaft gewesen - doch habe es bislang aus terminlichen Gründen nie so richtig hingehauen. Mit Blick zu seinem Kollegen, Sonnebergs Bürgermeister Heiko Voigt (parteilos), zeigte sich Frank Rebhan erfreut darüber, dass das Puppenfestival nun zum zweiten Mal als klar definierte Veranstaltung beider Nachbarstädte stattfindet. "Die geballte Tradition der Puppen- und Spielzeugindustrie", gebe es demnach für die Besucher in den Festivaltagen bis Sonntag zu erleben. Schon jetzt sei klar, dass die Zusammenführung der beiden getrennten Festivals in Neustadt und Sonneberg der richtige Schritt gewesen sei, betonte Frank Rebhan. Denn damit habe der gesamte Veranstaltungsreigen an Bedeutung gewonnen.

Die Neustadter Bevölkerung nutzte den gestrigen Tag mit Puppenfestival-Eröffnung und einem verkaufsoffenen Sonntag, um bis in die Nacht hinein zu feiern und Abschied vom Markt in seiner heutigen Gestaltung zu nehmen. Denn schon bald werden die Bagger kommen und neben dem Rathaus auch mit dem Umbau des Marktes zu beginnen. Dritter Bürgermeister Martin Stingl (SPD), der mit dem Team des städtischen Kulturamtes die Eröffnungsfeier organisiert hatte, strahlte bei seinem Fazit jedenfalls mit der Sonne um die Wette: "Die Plätze auf Markt waren schon vom Vormittag an gut gefüllt."

28. internationales Puppenfestival: Hier ist was los!

Montag, 26. Mai 10 bis 17 Uhr: Sonderausstellung "Grenzenlos 29" im Museum der deutschen Spielzeugindustrie am Hindenburgplatz. 10 bis 17 Uhr: Ausstellung "Spielzeug aus der Region" in der "Kultur.Werk.Stadt" in der Bahnhofstraße. 10 bis 17 Uhr: Öffnungszeit des deutschen Spielzeugmuseums Sonneberg in der Beethovenstraße 10. 10 bis 17 Uhr: Präsentation der Puppen aus dem Max-Oscar-Arnold-Kunstpreis und Künstlerpuppenausstellung in der Mehrzweckhalle der Volksschule "An der Heubischer Straße" in Neustadt. 18 Uhr: Konzert der Musikschule Sonneberg im Rathaus am Bahnhofsplatz Sonneberg.

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