Coburg
HUK-Coburg-Arena

Hallengebühren jetzt netto statt brutto

Die HUK-Coburg-Arena ist ein Betrieb gewerblicher Art - aus steuerlichen Gründen. Das schlägt sich nun auch in den Mietpreisen nieder.
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Die HUK-Coburg-Arena dient in erster Linie für Sportveranstaltungen. Deshalb sind die Hallenkosten vergleichsweise niedrig. Foto: Barbara Herbst/CT-Archiv
Die HUK-Coburg-Arena dient in erster Linie für Sportveranstaltungen. Deshalb sind die Hallenkosten vergleichsweise niedrig. Foto: Barbara Herbst/CT-Archiv
Eigentlich ging es im Finanzsenat am Dienstag nur um eine formale Änderung: Die Entgeltordnung der HUK-Coburg-Arena nannte bei den Gebühren bislang die Brutto-Preise. Es sollen aber die Netto-Preise ausgewiesen werden, verlangte das Finanzamt nach einer Betriebsprüfung. Hintergrund ist, dass die HUK-Coburg-Arena als Betrieb gewerblicher Art geführt wird. Deswegen kann die Stadt bei allen Kosten im Zusammenhang mit der Sporthalle die Vorsteuer abziehen. Bei den Baukosten machte das seinerzeit über 2,5 Millionen Euro aus.
Vereine müssen für die Nutzung ohnehin die Bruttopreise bezahlen. Aber gewerbliche Nutzer könnten die Vorsteuer geltend machen, und deshalb sollen künftig nur noch die Nettobeträge genannt werden. "Das führt uns zwar zu seltsamen Zahlen", erläuterte Sportamtsleiter Eberhard Fröbel. Für die Nutzer ändere sich an den Endbeträgen aber nichts; dafür müsste die Entgeltordnung generell überarbeitet werden.
An all diesen Ausführungen hatte Friedrich Herdan (CSU) nichts auszusetzen. Was ihn störte, war der Passus in der Benutzerordnung, dass bei gewerblichen Nutzungen der Halle das Sportamt einen Pauschalpreis festlege. Dieser Preis müsse sich an den tatsächlichen Personal- und Sachkosten orientieren, forderte Herdan. Er erwarte ja gar nicht, dass die Halle auch die Abschreibung erwirtschafte.
Gerhard Amend (CSB) verwies darauf, dass an kommerzielle Veranstaltungen eigentlich nicht gedacht gewesen sei, als die Benutzerordnung verabschiedet wurde. Man habe eine rein sportlich genutzte Halle gewollt und den Vereinen keine untragbaren Preise aufbürden wollen. "Dann müssen wir uns fragen, ob wir die HSC GmbH zum Sport rechnen oder zum gewerblichen Bereich", sagte Amend. Die Ligaspiele des HSC 2000 Coburg sind der größte Einnahmeposten, weil die Pauschale sich an den durchschnittlichen Besucherzahlen orientiert. Ansonsten gebe es kaum nicht-sportliche Veranstaltungen, von den Nutzungen der Halle für Betriebsversammlungen der HUK-Coburg oder Feiern im Vip-Bereich abgesehen, ergänzte Eberhard Fröbel.
Kämmerin Regina Eberwein schlug vor, im Zuge der Haushaltsvorberatungen für 2019 auch den gewerblichen Bereich der HUK-Coburg-Arena noch einmal zu überprüfen und die Entgeltordnung gegebenenfalls anzupassen. Vorläufig werden künftig nur die Netto- statt der Bruttobeträge genannt. sb
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