Neustadt bei Coburg
Bundesstraße 4

Haarbrücken: Freie Fahrt dank Wintersicherung

Zwischen Sonneberg und der B4 bei Rödental läuft der Verkehr wieder wie gewohnt. Die Baustelle bei Haarbrücken befindet sich in der Winterpause.
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Zum Ende der Woche ist die Verbindung von Haarbrücken  zur Bundesstraße 4 wieder für den Verkehr freigegeben worden. - Foto: Berthold Köhler
Zum Ende der Woche ist die Verbindung von Haarbrücken zur Bundesstraße 4 wieder für den Verkehr freigegeben worden. - Foto: Berthold Köhler
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Geschafft! Oder mehr noch: Schneller geschafft als gedacht. Spätestens für den Beginn der Weihnachtsfeiertage hatte das Staatliche Bauamt Bamberg die Winterpause auf der Baustelle an der Anschluss-Stelle Haarbrücken im Plan - jetzt ist der Bereich für die Autofahrer freigegeben worden. Klar, dass Detlef Heerlein von Ordnungsamt der Stadt Neustadt da zufrieden ist, dass der Verkehr wieder wie gewohnt rollen kann: "Aus Sicht der Stadt können wir relativ begeistert sein, wie die versprochenen Abläufe und Zeitschienen hier eingehalten wurden."

Ein bisschen provisorisch wird die Verkehrsführung rund um die B4 aber schon bleiben. Für die Baustelle gilt ja schließlich nur die "Wintersicherung" (das ist die offizielle Sprachregelung), abgeschlossen ist sie noch lange nicht. Mit dem dreistufigen Ausbau zwischen Mönchröden und Haarbrücken steht kommendes Jahr schließlich der dickste Brocken des über mehrere Jahre laufenden Gesamtprojektes erst bevor. Während der Winterpause fehlt zum Beispiel zwischen dem Haarbrü cker Ortsende und der Bundesstraße noch die Straßenmarkierung. Deshalb hat das Neustadter Ordnungsamt als verkehrsrechtlich zuständige Stelle die Höchstgeschwindigkeit in diesem Bereich auf 70 Kilometer pro Stunde beschränkt.

Bis März! Oder vielleicht April?

"Grundsätzlich ist die Anschluss-Stelle jetzt wieder so nutzbar, wie es die Verkehrsteilnehmer aus der Vergangenheit gewohnt sind", erklärt Roland Daum vom Staatlichen Bauamt. Das heißt: Die Abfahrt von der B4 Richtung Haarbrücken ist aus beiden Richtungen wieder möglich, vom Siemenskreisel kommend unter anderem über das frisch sanierte Brückenbauwerk. Roland Daum geht davon aus, dass die Wintersicherung bis mindestens 16. März gilt und erst danach die Bauarbeiten auf freier Strecke zwischen Mönchröden und Haarbrücken beginnen. Und wenn das Wetter nicht mitspielt? Dann haben Roland Daum und Kollegen noch einen Puffer im Zeitplan: "Sollte es einen außergewöhnlich harten Winter geben, bleibt die Baustelle bis längstens 30. April geschlossen." Dann aber sollte es mit der Pause vorbei sein, schließlich ist der dreistufige Ausbau der Bundesstraße (sie ist ein wichtiger Zubringer zur Autobahn) eines der zentralen Projekte des Staatlichen Bauamtes im Coburger Land.

Bereits fertig und auf einem Abschnitt sogar schon inoffiziell seit gut zwei Wochen freigegeben ist die in den vergangenen Wochen neu gebaute Gemeindeverbindungsstraße. Sie stellt ab sofort für die Einwohner von Thann die direkte Anbindung über den Kreisverkehr bei Mönchröden von/nach Rödental dar. Auch da gilt eine Geschwindigkeitsbegrenzung, sagt Detlef Heerlein, zeigt auf das Schild mit der Zahl "60" und versichert: "100 kann man hier niemanden fahren lassen." Der neu gebaute Abschnitt zwischen der Abzweigung direkt bei den Fischbacher Teichen nach Thann und Haarbrücken ist hingegen gesperrt. Er wird erst dann freigegeben, wenn über die Gemeindeverbindungsstraße im kommenden Frühjahr der gesamte Verkehr der Bundesstraße geführt wird. Das ist nötig, damit der dreistufige Ausbau der B4 schnell und ohne Beeinträchtigung durch nebenan vorbeifließenden Verkehr erfolgen kann.

Im Staatlichen Bauamt geht man derzeit davon aus, dass sich am 2018 ausgegebenen Zeitplan für den Ausbau der Bundesstraße nichts ändern wird. Im kommenden Jahr wird der Abschnitt Mönchröden-Haarbrücken neu gebaut, ein Jahr später steht der Abschnitt zwischen Haarbrücken und dem Siemenskreisel an. Da allerdings gibt es noch ein paar Risikofaktoren - insbesondere deshalb, weil sich dort die Brücke der Bundesstraße über der Bahnlinie Coburg-Sonneberg befindet. Die ist in keinem guten Zustand mehr, wird deshalb abgerissen und ein kleines Stück weiter Richtung Haarbrücken neu errichtet. Stabil bleibt auch die Kostenschätzung: Der dreistufige Ausbau steht mit rund acht Millionen Euro im Programm des Bauamtes.

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