Coburg
Fußball-Relegation

Guhling stellt für den FC Coburg mit Doppelpack die Weichen

Der FC Coburg nimmt die erste Hürde souverän. Nach dem 4:0-Auswärtssieg bei Saas Bayreuth sollte das Rückspiel am Sonntag nur noch Formsache sein.
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Erleichterung pur bei den Vestekickern (von links): René Knie, Doppel-Torschütze Adrian Guhling, Lars Teuchert und Tevin McCullough. Foto: Dirk Meier
Erleichterung pur bei den Vestekickern (von links): René Knie, Doppel-Torschütze Adrian Guhling, Lars Teuchert und Tevin McCullough. Foto: Dirk Meier
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Weiterhin gute Karten den Klassenerhalt in der Landesliga Nordost zu schaffen hat der FC Coburg. Der hat am Donnerstagabend das Hinspiel der ersten Runde beim oberfränkischen Bezirksliga-Ost-Vizemeister BSC Saas Bayreuth souverän vor 350 Zuschauern mit 4:0 (2:0) gewonnen. Damit sollte die zweite Runde schon so gut wie erreicht sein.

Die Treffer erzielten vor der Pause Adrian Guhling (2), nach dem Seitenwechsel traf Ricardo König und die Gastgeber steuerte noch ein Eigentor bei. Das Rückspiel findet am Sonntag ab 16 Uhr in Coburg statt. Der Sieger erreicht die zweite Runde, in der es gegen den Gewinner der Paarung TSV Schammelsdorf gegen die SpVgg Selbitz geht.

Es ist die Neuauflage des Duells aus dem Vorjahr, als sich diese beiden Klubs als Bezirksliga-Vizemeister gegenüberstanden. Das Hinspiel hatte der FC Coburg in Bayreuth mit 1:0 gewonnen. Im Rückkampf gab es dann ein deutliches 5:1 für die Coburger, die dadurch in die Landesliga aufsteigen konnten. Bayreuth scheint zudem ein gutes Pflaster für die Vestekicker zu sein. Im Vorjahr wurde in Runde eins der FSV Bayreuth deutlich mit 8:0 und 4:1 bezwungen und in Runde zwei dann der BSC Saas Bayreuth. Übrigens: Im Vorjahr saß der jetzige Saas-Coach Jörg Pötzinger noch beim FSV Bayreuth auf der Bank, der nun in der Relegation binnen eines Jahres zum dritten Mal gegen den FC Coburg verloren hat. Saas Bayreuth - FC Coburg 0:4 (0:2)

Von Beginn an hatten die Gäste alles im Griff. Coburg war deutlich stärker, in den Zweikämpfen wie körperlich robuster und auch läuferisch stärker. Immer wenn die Gäste das Tempo anzogen hatten die Bayreuther Probleme. Alsbald fiel dann auch der erste Treffer. Rene Knie hatte sich fast an der linken Eckfahne gegen zwei Gegenspieler durchgesetzt, brachte den Ball nach innen, wo Adrian Guhling aus dem Rückraum einlief und vor dem verdutzten Torhüter Tobias Obwandner an den Ball kam und diesen per Direktabnahme zum 1:0 versenkte (8.). Beim 2:0 sah Bayreuths Keeper erneut alles andere als gut aus. Von halbrechts brachte Sertan Sener einen Freistoß direkt auf das Tor, Obwandner ließ den Ball abklatschen und Andre Guhling reagierte am schnellsten, stupste die Kugel aus zwei Metern über die Linie (19.). Das war die Vorentscheidung.

Die zweite Halbzeit verlief wesentlich ruhiger, Höhepunkte waren Mangelware. Eine gute Möglichkeit hatte Coburg erneut durch Adrian Guhling, der von halbrechts aus zwölf Metern abzog, der Tormann von Bayreuth faustete den Ball über den Querbalken (55.). Die Hausherren versuchten nun besser nach vorne zu spielen, aber richtig gefährlich wurde das nie. So plätscherte die Partie vor sich hin, weil Coburg sich längst erlauben konnte einen Gang zurückzuschalten.

Churilov war auf dem Posten

Einmal wurde es vor dem Coburger Kasten brenzlig, als Kevin Eckert von halblinks abgezogen hatte, den abgefälschten Ball lenkte Tormann Oleksandr Churilov aber über den Querbalken (74.). In der Schlussphase legte der Landesligist noch einmal zu. Zunächst war es Tevin McCullough, der abzog, doch der Torwart klärte per Fußabwehr (77.).

Immerhin sahen die Zuschauer im Waldstadion noch zwei Treffer. Leonard Scheler setzte sich auf dem rechten Flügel durch, legte auf den langen Pfosten, wo Ricardo König zum 3:0 einschob (79.). Kurz vor dem Ende noch eine Ecke von rechts, die Leon Grüner ins eigene Tor ins lange Eck lenkte (86.). Damit ist dieses Duell im Grunde schon vor dem Rückspiel entschieden. Wenn es kein Wunder für Bayreuth gibt, sollte Coburg die zweite Runde erreichen.

In den 90 Minuten gestern Abend jedenfalls kam Bayreuth nur zu einer echten Torchance, sie waren viel zu harmlos, um den FC Coburg ernsthaft in Gefahr zu bringen.

Stimmen zum Spiel

Lars Scheler (Trainer FC Coburg): "Der Sieg ist verdient, aber das war nur der erste Schritt. Dieses Mal waren wir endlich mal effektiv, haben aus den ersten beiden Chancen zwei Tore erzielt. Das hat uns natürlich Sicherheit gegeben, das war wichtig. Das Rückspiel sehen wir nicht als lästige Pflichtaufgabe. Die Mannschaft brennt darauf die Relegation erfolgreich zu bestehen."

Jörg Pötzinger (Trainer BSC Saas Bayreuth): "Die ersten beiden Gegentore waren dumm. Aber wir haben gesehen, dass Landesliga-Fußball doch etwas anderes ist. Coburg war vom Tempo, von der Raumaufteilung und läuferisch doch eine andere Liga. Es war heute ein Klassenunterschied zu erkennen. Im Rückspiel wollen wir uns ordentlich verkaufen und möglichst lange hinten die Null halten."

Selbitz hat die besseren Karten

Sollte der FC Coburg die 2. Runde erreichen, woran es kaum noch Zweifel gibt, trifft er auf den Sieger des Duells zwischen dem Bezirksligisten TSV Schammelsdorf und Landesligisten SpVgg Selbitz. Nach dem Hinspiel hat Coburgs Ligakonkurrent Selbitz dank des gestrigen 3:2-Auswärtssieges die besseren Karten.

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