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NATUR

Grünes Band kommt Zielen im Coburger Land und Thüringen näher

Etliche Grundstücke wurden in der Umsetzungsphase bereits angekauft, weitere sollen folgen. Die Arbeit an den Flächen macht gute Fortschritte.
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Landrat Michael Busch prüft im Selbstversuch, ob die Weidedrähte in der Bischofsau Strom führen. Foto: Rainer Lutz
Landrat Michael Busch prüft im Selbstversuch, ob die Weidedrähte in der Bischofsau Strom führen. Foto: Rainer Lutz

Das Naturschutzgroßprojekt "Das Grüne Band" macht weiter gute Fortschritte in seiner Umsetzung. Wie Projektleiter Stefan Bayer bei der Sitzung der projektbegleitenden Arbeitsgruppe am Dienstag berichtete, wurden in den vergangenen Monaten weitere Flächen angekauft.

Auf bayerischer Seite handelt es sich um 21 Flurstücke mit zusammen rund 15 Hektar in den Landkreisen Coburg und Kronach. Für 14 weitere mit insgesamt rund fünf Hektar Fläche wird der Kauf angestrebt.

Auf thüringer Seite wurden in den beteiligten Landkreisen Hildburghausen und Sonneberg 42 Grundstücke mit einer Fläche von mehr als 20 Hektar angekauft. Es sollen noch zehn folgen, die zusammen knapp 3,9 Hektar umfassen.

"Es ist manchmal schwer, den Eigentümer einer Fläche zu ermitteln", erklärte Stefan Beyer, warum der Grundstücksankauf nicht immer so zügig abgewickelt werden kann, wie sich die Verantwortlichen das wünschen. Für die Vermittlungsgespräche hat sich der Zweckverband Unterstützung geholt. Von Oktober 2016 bis März 2017 waren dafür Mitarbeiter der Thüringer Landgesellschaft mit 450 Arbeitsstunden in den Landkreisen Sonneberg und Hildburghausen unterwegs. Auf bayerischer Seite unterstützte die Sweco GmbH aus Meinigen die Verhandlungen mit Grundeigentümern und Pächtern der infrage kommenden Flächen. Alles in allem wurden für die Umsetzung der Pläne des Naturschutzgroßprojekts im vergangenen Jahr rund 950 000 Euro ausgegeben. Im laufenden Jahr wird mit einem Abschluss in etwa der gleichen Höhe gerechnet.

Viel angeschafft

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Wofür das Geld im Bereich der Anschaffungen verwendet wurde, berichtete Janine Ilge vom Projektteam. Eine der größten Einzelmaßnahmen unter den vielen war die Festzaunanlage in der Bischofsau, die für die Beweidung mit Heckrindern und Konikpferden errichtet wurde. Rund 10,5 Kilometer Zaun wurden benötigt. Wie Landrat Michael Busch bei einer Exkursion des Zweckverbands im Selbstversuch feststellte, führt der Zaun nicht immer so viel Strom, dass eine Wirkung bei den Tieren zu erwarten wäre. Er führt es auf Vegetation zurück, die die Drähte berührt. Es wird überlegt, wie Abhilfe geschaffen werden kann.

Fasswagen, zum Tränken der Tiere, ein Treibwagen, mit dem Weidetiere sicher über Straßen von einer Weide zur nächsten bewegt werden können, sowie jede Menge Elektrozaunnetze, Weidezaungeräte und Akkus gehörten ebenfalls zu den Anschaffungen. Geplant sind laut Janine Ilge noch weitere Fasswägen. Es sollen Unterstände für die Tiere auf einigen Weiden gebaut werden und zurzeit wird die Lieferung einer frostsicheren Weidepumpe für Rinder und Pferde erwartet. Mit ihr soll ebenfalls für genügend Wasser zum Tränken gesorgt werden.



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