Grub am Forst
Gemeinderat

Grub am Forst möchte mit Ebersdorf einen Wertstoffhof betreiben

An der Gemeindegrenze von Grub am Forst soll auf Ebersdorfer Flur eine neue Möglichkeit für die Abgabe von Wertstoffen geschaffen werden.
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Kunststoffflaschen und Hohlkörper auf einem Wertstoffhof Foto: Wolfgang Aull
Kunststoffflaschen und Hohlkörper auf einem Wertstoffhof Foto: Wolfgang Aull
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Dieses Mal gab es bei der Gemeinderatssitzung keinen Widerstand mehr gegen den Neubau eines Wertstoffhofes. Von der Abfallberatung des Landratsamtes Coburg leisteten Wolfgang Sommer und Christian Kern Überzeugungsarbeit, die fruchtete. "Wir haben vor, einen neuen Wertstoffhof zu bauen, und Grub am Forst liegt mir am Herzen", meinte Sommer, der den bisherigen Wertstoffhof in Grub als nicht zukunftsfähig bezeichnete. So soll an der Gemeindegrenze auf Ebersdorfer Flur eine neue Möglichkeit für die Abgabe von Wertstoffen geschaffen werden, unter der Prämisse, dass die bisherige Ebersdorfer Einrichtung auch aufgelöst wird. Der Wertstoffhof Grub sei der kleinste im Landkreis und der Ebersdorfer der zweitgrößte, so dass aus Wirtschaftlichkeitsgründen ein gemeinsames Betreiben vonnöten sei, wurde betont. Die Fertigstellung ist für 2020 geplant.

Ein Stein des Anstoßes ist die Querungshilfe in der Coburger Straße am Ortsausgang Richtung Coburg, die im Rahmen der Sanierung der Straße für 175 000 Euro erstellt wurde, um Fußgängern und Schülern eine gefahrenlose Überquerung der Straße zu ermöglichen, aber auch um die Geschwindigkeit zu drosseln. Anlieger möchten diese Querungshilfe abgeschafft haben, da diese ein Unfallschwerpunkt sei. Die Regierung von Oberfranken stimmte allerdings diesem Wunsch nicht zu und verwies darauf, dass mit einer Rückzahlung von Fördermitteln zu rechnen sei. Im Gemeinderat traten unterschiedliche Auffassungen auf. Gemeinderat Helfried Schreiner (CSU) bezeichnete das Konstrukt als falsch, da Autofahrer ohnehin ortsauswärts links an dem Verkehrsteiler mit erhöhter Geschwindigkeit unterwegs seien. Geschäftsleiter Michael Heß meinte hingegen, dass bei einem Rückbau weitere Straßenbaumaßnahmen erforderlich würden. Gemeinderat Stefan Rose (FW) sagte, die Querungshilfe werde kaum genutzt und Gemeinderat André Dehler (FW) forderte eine Kostenermittlung des Rückbaues. Schließlich beendete Bürgermeister Jürgen Wittmann die Diskussion mit dem Vorschlag: "Wir schalten die Polizei ein."

Ehrung von Blutspendern

Blutspender leisteten ganz unspektakulär Hilfe, meinte Bürgermeister Wittmann bei der Ehrung von Irina Stranski-Müller, die 25-mal Blut gespendet hat. Geehrt wurden auch Heiko Sonntag (50 Spenden) und Volker Gahn für 100 Spenden.

Großes Lob sprach Wittmann der Familie Schmidt aus, die mit ihren familieneigenen sechs Mitgliedern in Grub 518 Euro und in Niederfüllbach 106 Euro für die Kriegsgräberfürsorge eingesammelt habe.

Baumaßnahme wird teurer

Es entstanden Mehrkosten von 35 000 Euro für die Entwässerung der Ortsverbindungsstraße von Grub am Forst nach Seidmannsdorf zu den bereits beschlossenen 70 000 Euro aufgrund von zusätzlich ausgeführter Leistungen.



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