Coburg
Diskussion

Großer Andrang beim Coburger Regionentalk

Das Oktett der Direktkandidaten für die Landtagswahl stellte sich auf dem Podium vor zahlreichen Besuchern im Coburger Kongresshaus kritischen Fragen.
Artikel drucken Artikel einbetten
Reges Publikumsinteresse verzeichnete der Regionentalk am Mittwoch im bestens besuchten Coburger Kongresshaus. Die acht Direktkandidaten für die Landtagswahl stellten sich kritischen Fragen. Moderiert wurde der Abend von  den Redaktionsleitern Oliver Schmidt (Coburger Tageblatt) und Thomas Apfel (Radio Eins).Foto: Jochen Berger
Reges Publikumsinteresse verzeichnete der Regionentalk am Mittwoch im bestens besuchten Coburger Kongresshaus. Die acht Direktkandidaten für die Landtagswahl stellten sich kritischen Fragen. Moderiert wurde der Abend von den Redaktionsleitern Oliver Schmidt (Coburger Tageblatt) und Thomas Apfel (Radio Eins).Foto: Jochen Berger
+11 Bilder

Von wegen Politikverdrossenheit. Beim Regionentalk im bestens besuchten Coburger Kongresshaus stellten sich die acht Direktkandidaten den kritischen Fragen der beiden Moderatoren.

Kandidaten im Kreuzverhör

Oliver Schmidt (Redaktionsleiter Coburger Tageblatt) und Thomas Apfel (Redaktionsleiter Radio Eins) nahmen dabei die beiden aussichtsreichsten Anwärter aus der Region ins Kreuzverhör: Coburgs Landrat Michael Busch (SPD) und Seßlachs Bürgermeister Martin Mittag (CSU).

Vor rund 700 Zuhörern präsentierten neben Busch und Mittag auch die weiteren Kandidaten ihre Standpunkte zu wichtigen landpolitischen Fragen, die in den nächsten Jahren die Politik im Landtag in München bestimmen sollen. Ina Sinterhauf (Grüne), Maria Preißler (Freie Wähler), Ulrich Herbert (FDP), Florian Bätz (Linke), Thomas Büchner (ÖDP) und Martin Böhm (AfD) nutzten die Gelegenheit, vor großer Kulisse ihre Positionen zu verdeutlichen.

Publikum auf dem Prüfstand

Nicht nur die Kandidaten jedoch standen an diesem Abend auf dem Prüfstand - auch das Publikum. Denn auf die Frage, wer denn jetzt schon genau wisse, wenn er am 14. Oktober wählen werde, hob die große Mehrheit der Zuhörer die Hände.

An einem bundespolitischen Thema kam dieser Talk zur Landtagswahl aus aktuellem Anlass allerdings auch nicht vorbei - der Diskussion um den umstrittenen Präsidenten des Verfassungsschutzes Hans-Georg Maaßen. Dieser muss seinen Posten zwar räumen, wechselt aber als Staatssekretär ins Innenministerium. Dass diese Lösung nicht nur bundespolitisch höchst diskutabel ist, wurde rasch auch in dieser Diskussionsrunde deutlich.

Konträre Positionen

Schon beim Thema Maaßen kamen die sehr unterschiedlichen Positionen der Kandidaten deutlich zum Vorschein. Während sich SPD-Landrat Michael Busch in seiner Rolle als Andrea-Nahles-Chefkritiker gefiel ("So kann Politik doch nicht gemacht werden"), erntete der politische Rechtsaußen der Kandidatenrunde (AfD-Kandidat Martin Böhm) für seine Maaßen-Sympathie neben leiser Zustimmung auch sehr vernehmliche Kritik aus dem Auditorium.

Grünen-Kandidatin Ina Sinterhauf wiederum fragte sich angesichts der Verwerfungen durch den Fall Maaßen, warum die Regierung in Berlin denn nicht endlich die wirklichen Probleme angehe. Dafür gab es im Kongresshaus deutliche Zustimmung.



was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren