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Dörfles-Esbach
Aktion

Großer Andrang bei Typisierungsaktion in Dörfles-Esbach

Die Datei möglicher Knochenmark-Spender ist um 342 Menschen gewachsen. Die Typisierungsaktion wurde auch von vielen Firmen unterstützt.
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Krankenschwester Monika Witzig (links) nahm bei Francesca Velickovic ein paar Tropfen Blut ab. Uwe Rendigs, Vorsitzender der Stiftung für krebskranke Kinder, schaute nach dem Wohl der jungen Frau.Foto: Wolfgang DesombreMail von wodes@gmx.de:
Krankenschwester Monika Witzig (links) nahm bei Francesca Velickovic ein paar Tropfen Blut ab. Uwe Rendigs, Vorsitzender der Stiftung für krebskranke Kinder, schaute nach dem Wohl der jungen Frau.Foto: Wolfgang DesombreMail von wodes@gmx.de:
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Ein kleiner Piks - und schon war alles vorbei! "Es ist so einfach, anderen zu helfen", stellte Judith Neuf glücklich fest. Die 18-Jährige war am Samstag zur Typisierungsaktion ins Sportland gekommen, zu der die Stiftung für krebskranke Kinder Coburg aufgerufen hatte. "Gemeinsam können wir gegen Blutkrebs ein Zeichen setzen und verstärkt auf die schlimme Krankheit aufmerksam machen", hieß es in der Ankündigung. Denn: Je mehr potenzielle Lebensretter bei der Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern (AKB) registriert sind, umso größer ist die Chance, Leben zu retten.

Coburgs Dritter Bürgermeister Thomas Nowak, (SPD) fungierte als Schirmherr und dankte den insgesamt 342 Spendern, die kamen, sowie allen, die bei der Organisation und vor allem der Blutentnahme halfen.

Uwe Rendigs, der Vorsitzende der Stiftung für krebskranke Kinder Coburg, hatte diesmal auch ganz gezielt Firmen und deren Auszubildende angesprochen. Denn als Knochenmarkspender kommen nur Personen bis 45 Jahre infrage.

Am Aktionstag nahmen geschultes Fachpersonal ein paar Tropfen Blut ab, aus dem im Labor die Gewebemerkmale analysiert werden. Diese Gewebemerkmale werden anonym in einem weltweiten Spenderregister gespeichert und stehen so allen Patienten zur Verfügung. Wird für einen Patienten ein passender Spender gefunden, kann er durch dessen Stammzellen die Chance auf ein neues und gesundes Leben erhalten.

Für jeden neuen Stammzellspender fallen Kosten in Höhe von 40 Euro an, die weder Staat noch Krankenkassen tragen. Nach dem Stiftungszweck sei die Stiftung krebskranke Kinder Coburg verpflichtet, die weltweite Knochenmarkspenderdatei zu fördern, erklärte Rendigs. Deshalb bezahle die Stiftung auch die 40 Euro, die pro Spender anfallen.

Die medizinische Leiterin der Altenhilfe in Bamberg, Francesca Velickovic, fand es wichtig, anderen Menschen mit dieser Typisierung zu helfen. Ein paar Mal im Jahr gehe sie auch zum Blutspende, sagte die Coburgerin. Wichtig sei ihr, dass sie mit ihrem Blut schwer kranken Patienten ein Weiterleben ermöglich kann. "Übrigens hat die Blutentnahme überhaupt nicht weg getan", sagte sie spontan nach dem kleinen Eingriff.

Für den Neustadter Fabio Cannone war es selbstverständlich, bei dieser Aktion mit seiner Ehefrau Anita dabei zu sein. Sie hatten von dem Aufruf, sich typisieren zu lassen, gelesen und sich spontan entschlossen, am Samstag nach Dörfles-Esbach zu fahren. "Wenn wir selbst einmal von Leukämie betroffen sein sollten, dann würden wir uns auch wünschen, dass Menschen uns helfen", sagte Fabio Cannone. Der Besitzer eines Land- und Reifenhandels im Landkreis hatte jüngst übrigens auch ein Wochenende lang die Einnahmen für alle Reifenwechsel in Höhe von immerhin 3200 Euro aus Dankbarkeit der Stiftung gespendet.

Spendenkonto

Stiftung für krebskranke Kinder Coburg Sparkasse Coburg-Lichtenfels: IBAN: DE18 7835 0000 0092 0115 19

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