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Neustadt bei Coburg
Ehrenamt

Große Ehrungsfeier für die Feuerwehr in Neustadt bei Coburg

Im Mittelpunkt standen etliche Feuerwehrleute, die seit Jahrzehnten Dienst tun im ganzen Stadtgebiet Neustadt.
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Der amtierende Landrat Rainer Mattern zeichnete Neustadter Feuerwehrleute für ihren langjährigen Dienst aus: Für 40 Jahre (links) erhielten sie das Feuerwehrehrenzeichen in Gold.  Foto: Michael Stelzner
Der amtierende Landrat Rainer Mattern zeichnete Neustadter Feuerwehrleute für ihren langjährigen Dienst aus: Für 40 Jahre (links) erhielten sie das Feuerwehrehrenzeichen in Gold. Foto: Michael Stelzner
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Es war eine Premiere, sowohl für die Stadt Neustadt als auch für die Feuerwehr. Denn der 35. Feuerwehr-Ehrungsabend fand nicht wie früher im Rathaus, sondern zum ersten Mal in der Kultur.werk.stadt statt, die einen sehr feierlichen, dem Anlass angemessenen Rahmen bot. Insgesamt wurden 23 Feuerwehrleute aus allen Stadteilen, die zusammen 710 Jahre Feuerwehrdienst abgeleistet haben, mit dem staatlichen Feuerwehrehrenzeichen durch den amtierenden Landrat Rainer Mattern ausgezeichnet. Zu dieser Feierstunde waren auch zahlreiche Stadträte und Vertreter der örtlichen Hilfsorganisationen gekommen.

Es sei in der heutigen Zeit eine Besonderheit, Feuerwehrleute für 25 und 40 Jahre ehrenamtlichen Feuerwehrdienst auszuzeichnen, sagte Rainer Mattern in seinem Grußwort. Die Gesellschaft sei vom Ehrenamt abhängig, dies zeige sich an vielen Stellen. Die Feuerwehren seien hilfsbereit. Einfach sei deren Dienst nicht. Oft wüssten die Feuerwehrleute nicht, was sie an einem Unglücksort erwarte. Die Technik habe sich in den vergangenen Jahren erheblich geändert. Um damit umgehen zu können, seien verschiedene Fortbildungen notwendig, die Engagement in der Freizeit abverlangten. Neustadt biete die komplette Brandbreite dieses Ehrenamts und sei allen Aufgaben im Feuerwehrdienst gewachsen. Aber auch die kleinen Stadtteilfeuerwehren vor Ort seien wichtig. Mattern erinnerte an einige Einsätze der vergangenen Jahre in den Dörfern.

Es folgte die Ehrung, die Mattern "im Namen der Staatsregierung", wie er sagte, und Kreisbrandrat Manfred Lorenz vollzogen. Sie sprachen den Geehrten Dank und Anerkennung für ihren Einsatz für das Gemeinwesen aus. Feuerwehrleute, die 25 Jahre Dienst hinter sich gebracht haben, erhielten das Feuerwehrehrenzeichen in Silber. Für die Wehrleute, die seit 40 Jahren aktiv sind, hatte Mattern das Feuerwehrehrenzeichen in Gold dabei. Zusätzlich wird diesen Geehrten mit einem einwöchigen Aufenthalt im Feuerwehrerholungsheim in Bayerisch Gmain gedankt. Mattern verlas zudem ein Dankschreiben des Innenministers Joachim Herrmann.

Hauptbrandmeister Robert Bechauf verlas bei der Verleihung der Feuerwehrehrenzeichen für jeden Empfänger eine passende Laudatio.

Sorge um Nachwuchs

Kreisbrandrat Manfred Lorenz freute sich, dass er so viele Feuerwehrleute auszeichnen konnte. Er wurde aber auch etwas nachdenklich bei dem Thema Nachwuchs, den es brauche, um den Feuerwehrdienst auch in der Zukunft zu sichern. Die Führungsriege der Landkreisfeuerwehren versuche, bereits Kinder ab sechs Jahren für die Feuerwehr zu begeistern. Hierbei erhalte man viel Unterstützung aus Neustadt, unter anderem von Nec-TV und einigen Firmen, freute sich Lorenz. Der oberste Brandschützer wünscht sich mehr Jugendliche oder Seiteneinsteiger bei der Feuerwehr. "Wir können nicht warten, bis sich jemand bei der Feuerwehr bewirbt. Das wird in den seltensten Fällen passieren, deshalb müssen wir präsent sein", mahnte Lorenz.

Auch Oberbürgermeister Frank Rebhan zollte den Jubilaren Dank und Anerkennung, sie seien zum Wohle der Bürger der Stadt Neustadt tätig. In anderen Städten gebe es Berufsfeuerwehren, aber viele Städte könnten sich dies nicht leisten. Deshalb dankte Rebhan allen Wehrleuten und ehrenamtlichen Mitarbeitern, die auch in den anderen Hilfsorganisationen uneigennützig Dienst tun. Rebhan vergaß nicht, den heimischen Firmen und Arbeitgebern dafür zu danken, dass sie es Wehrleuten und Helfern in anderen Organisationen ermöglichen, auch während der Arbeitszeit ihr besonderes Ehrenamt ausüben zu können.

Außerdem wurde dem stellvertretenden Kommandanten der Feuerwehr Fürth am Berg, Klaus Höhn, gedankt. Höhn hatte dieses Amt seit 26 Jahren inne. Er wurde mit einem Geschenk verabschiedet und der neue stellvertretende Kommandant Harald Faber wurde vorgestellt.

Angela Rath und Harald Güttl umrahmten den Ehrungsabend musikalisch mit vielen bekannten Liedern und trugen so zu dem festlichen Rahmen bei.

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