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Untersiemau
Bauausschuss

Graben in Scherneck soll saniert werden

Ein unscheinbarer Graben in Scherneck verwandelt sich bei Starkregen in ein für Häuser bedrohliches Gewässer. Der Bauausschuss beschließt Abhilfe.
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Der Bauausschuss begab sich in ein fast verwunschenes Gelände in Scherneck, um sich die Wasserprobleme der Anlieger anzuhören. Foto: Lothar Weidner
Der Bauausschuss begab sich in ein fast verwunschenes Gelände in Scherneck, um sich die Wasserprobleme der Anlieger anzuhören. Foto: Lothar Weidner

Ein idyllischer, namenloser Graben, der mitten durch Scherneck verläuft, die Anwesen Langer Weg 2 und 6 und Hauptstraße 3 und 7 tangiert, meistens wasserlos ist, bereitet Anliegern große Sorgen, so dass sich der Ausschuss für Infrastruktur, Bauen und Umwelt sich vor Ort im Rahmen einer Sitzung damit zu beschäftigen hatte.

Die Anwohner führten Klage darüber, dass bereits bei starkem Regen Überflutungen vorkämen und die anliegenden Häuser in Mitleidenschaft gezogen würden. Der namenlose Graben, der am Regenrückhaltebauwerk an der Gugelitze beginnt uns sich weiterzieht im nordöstlichen Bereich der angrenzenden Grundstücke Heckenweg/Schwarzacker/Langer Weg weiter bis zur Itz, ist Vorfluter zur Entwässerung eines großen Bereichs von landwirtschaftlich genutzten Grundstücken und teilweise bebauten Flächen. Der Graben muss Wasser aus einem Einzugsbereich von rund 50 Hektar aufnehmen. Zur Hälfte ist er Eigentum der angrenzenden Grundstückseigentümer. Im Ortsbereich ist die Böschung mit Sandsteinen ausgelegt, die nicht mehr den besten Eindruck machen.

Für Bürgermeister Rolf Rosenbauer (CSU) stand eine Sanierung außer Frage. Es kam jedoch sofort die Frage der Finanzierung auf. Dazu sagte Fritz Müller, einer der Anlieger: "Die Kosten können wir nicht übernehmen." Der Geschäftsleiter der Gemeinde, Rolf Reisenweber, sagte sofort beschwichtigend: "Es handelt sich rechtlich nach den Klassifizierungsmerkmalen des Bayerischen Wassergesetzes um einen Graben von wasserrechtlicher Bedeutung, wofür die Gemeinde unterhaltspflichtig ist." So beschloss das Gremium, einen Planer zu beauftragen, der ein Sanierungskonzept mit Kostenschätzung in verschiedenen Varianten erstellen möge, damit das Ufer des namenlosen Grabens wieder hergestellt werden könnte. Der Gemeinderat hat anschließend zu entscheiden.

"Naturschutz kostet auch Geld"

Mit Blühflächen beschäftigte sich der Ausschuss. Gemeinderätin Andrea Schiele-Eberlein (UWG) hatte bei der letzten Sitzung des Gemeinderats den Anstoß dazu gegeben. Bürgermeister Rolf Rosenbauer zeigte den derzeitigen Stand auf. Immerhin besitzt die Gemeinde rund 12 000 Quadratmeter möglicher Flächen. Er nannte unter anderem in Untersiemau den "Hexenplatz", Flächen in der Nähe des Teichgeländes, in Weißenbrunn "Holzacker" und "Märzenteich", in Birkach am Forst den Ortsausgang Richtung Tiefenroth und in Meschenbach die Nähe der Eselsbrücke. Es fallen allerdings Kosten für Ansaat und Unterhalt an, betonte Rosenbauer. "Naturschutz kostet auch Geld", meinte er. Mit dem Landschaftspflegeverband Coburg soll die weitere Vorgehensweise besprochen werden.

Beschlossen wurde auch, das Garagendach des gemeindlichen Wohnhauses in Scherneck, das sich in einem desolaten Zustand befindet, für rund 6000 Euro neu einzudecken.

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