Die Gossenberger glauben noch nicht so richtig daran, dass es sich mit dem Verkehrslandeplatz am Ulrichstock erledigt hat. Der Grund ist ein Zeitungsartikel im Coburger Tageblatt von 29. September (Seite 11). Demnach sei die jetzige Kombilösung mit Bamberg nur mittelfristig.

Aus Sorge um die schöne Natur und Landschaft rund um Gossenberg wurde am Tag der Deutschen Einheit ein Gottesdienst am Ulrichstock abgehalten. Das dortige Gebiet war wieder vor kurzem als Alternativlösung zu Neida im Gespräch. Aufgrund der nassen Witterung wurde der Gottesdienst in die Maschinenhalle Wachsmann verlagert, die bei einem eventuellen Flugplatzbau weichen müsste. Der Altar wurde genau am Tor aufgebaut. So hatten die über 100 Gottesdienstbesucher, die aus dem gesamten Landkreis gekommen waren, einen tollen Ausblick auf den Ulrichsstock und seine Umgebung.


Sorge herrscht schon seit zehn Jahren

Im Gottesdienst, der das Thema "Schöpfung Gottes" hatte und vom Posaunenchor umrahmt wurde, rief Pfarrer Eckhart Kollmer die Gegner und Befürworter des Verkehrslandeplatzes auf, friedlich und menschlich miteinander umzugehen und die "Schöpfung Gottes zu achten". Bereits vor zwölf Jahren sollte ein Verkehrslandeplatz gebaut werden. Der Pfarrer rief kurz den bisherigen Verlauf in Erinnerung. Er habe 2007 einen Brief an den Präsidenten der IHK geschrieben und darauf auf den Erhalt der Schöpfung hingeweisen, erzählte Kollmer, der deutlich machte, dass er für den Erhalt der Landwirtschaft sei. Leider sei nie eine Antwort angekommen, bedauerte der Geistliche. Außerdem erwähnte er den Zeitungsartikel vom 29. September.

Am Ulrichsstock, gleich neben einer Sitzbank, wurde schon vor zehn Jahren ein Engel als Mahnmal aufgestellt. Die Skulptur wird jedes Jahr zu Pfingsten mit neuen bunten Bändern als Zeichen des Protestes geschmückt. Auch im Gottesdienst am Feiertag wurden die bunten Bänder ausgeteilt. Viele nutzten die Gelegenheit und befestigten ihre Bänder an dem Engel.