Coburg
Ausweichspielstätte

Globe wird ein Jahr später fertig

Es ist ein Projekt der ganzen Stadt, sagt Coburgs Oberbürgermeister Norbert Tessmer (SPD). Aber das "Globe" kommt nicht so schnell voran wie gedacht.
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Darstellung des Rundtheaters mit Nebenegbäuden am ehemaligen Coburger Güterbahnhof. Grafik: CT-Archiv
Darstellung des Rundtheaters mit Nebenegbäuden am ehemaligen Coburger Güterbahnhof. Grafik: CT-Archiv

Da das Projekt "Globe" derzeit von der Planungs- in die Realisierungsphase übergeht, wurde dem Stadtrat zu Coburg am gestrigen Donnerstag in nichtöffentlicher Sitzung ein Rückblick auf alle bisher geleisteten Maßnahmen und ein Ausblick auf die künftige Vorgehensweise gegeben. Darüber informierte im Anschluss der Pressesprecher der Stadt, David Schmitt.

Oberbürgermeister Norbert Tessmer verwies demnach in der Sitzung nochmals auf den Anstoß des Prozesses: "Am Anfang stand eine Idee zweier Studenten der Hochschule Coburg. Diese wurde vom Stadtrat zu Coburg diskutiert und von der Stadtverwaltung aufgegriffen. Mit tatkräftiger Unterstützung von den drei größten Coburger Unternehmen - die die Globe Coburg GmbH gründeten - und einem hinzugezogenem Expertenteam wurde das Globe auf den Weg gebracht. Man kann diesem Leuchtturmprojekt gerne den Slogan ,Globe - eine ganze Stadt realisiert eine Idee‘ verleihen."

Bei einer Besichtigung vor Ort habe er sich einen Überblick zum aktuellen Sachstand verschafft, berichtete Tessmer. Kleinere Rodungen wurden bereits durchgeführt. Seit Anfang des Monats wird die sogenannte Spartentrasse für das gesamte Gelände am Güterbahnhofsareal verlegt: In diesem Kanal verlaufen die Kabel und Leitungen, um das Gebiet zu erschließen. Nach heutigem Kenntnisstand sollen die letzten Ausschreibungen zum Bau des Globe ersten Quartal des Jahres 2020 enden und ein Baubeginn soll dann Mitte 2020 erfolgen.

Der Austausch zwischen den zuständigen Personen der Stadt und den Vertretern der Globe Coburg GmbH findet auch nach der Übergabe der Planungsunterlagen weiterhin ausführlich statt, wie Rechtsanwalt Eckart Staritz als Sprecher der planenden Unternehmen bestätigte: "Architekt Klaus Glodschei hat in der Planungsphase eine Kulturstätte mit außergewöhnlicher Strahlkraft geschaffen, sehr gute Vorarbeit geleistet und hervorragende Lösungen erarbeitet. Damit ist ein reibungsloser Übergang in die weiteren Leistungsphasen der Ausführung sichergestellt und kann im Zuge der von der Stadt Coburg europaweit auszuschreibenden Planerleistungen auch durch ein externes Architekturbüro erfolgen."

Peter Cosack, Leiter des städtischen Hochbauamtes, erklärte in der Stadtratssitzung nochmals den aktuellen Sachstand zu den komplexen Bauausschreibungen sowie zum Vergabeverfahren. "Dabei handelt es sich um ein förmliches, europaweites Ausschreibungs- und Vergabeverfahren, bei dem die Stadt Coburg klare Kriterien von Bietern einfordern muss, um die gewünschte Qualität für das Bauprojekt zu erhalten", erläuterte Cosack. Hierbei sei im Rahmen des Vergabeverfahrens allen Bietern die Gelegenheit gegeben worden, fehlende Unterlagen nachzureichen. Den Zuschlag für die Leistung der technischen Gebäudeausrüstung (TGA) hat das Büro Helfrich Ingenieure erhalten, den Auftrag zur Planung und Betreuung der Bühnentechnik bekam das Büro Walter Kottke.

Einen wichtigen Hinweis gab Oberbürgermeister Norbert Tessmer allen Stadtratsmitgliedern abschließend, da alle zeitlichen Verzögerungen des hochdynamischen Projektes von größter Bedeutung für das Landestheater Coburg sind: "Wir haben alle aufgetretenen zeitlichen Verschiebungen und Unwägbarkeiten erfasst und müssen erkennen, dass das Globe nicht rechtzeitig bis zum 1. September 2021 betriebsbereit fertiggestellt werden kann." Deswegen hat Hochbauamtsleiter Peter Cosack bereits ein Schreiben an ein Prüfungsbüro verfasst, in dem um eine weitere Verlängerung der Betriebsgenehmigung des Landestheaters gebeten wird. Die städtischen Ämter sowie die Verwaltungsspitze des Landestheaters prüfen aktuell gemeinsam bereits alle bestehenden Optionen, die dabei berücksichtigt werden müssen.

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