Ketschenbach
Auszeichnung

Gesangverein 1897 Ketschenbach begrüßte zum Ehrungsabend

Für jahrzehntelange Vereinstreue dankte der Gesangsverein Ketschenbach seinen treuen Mitgliedern
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Die Treue wurde vom Fränkischen Sängerbund sowie vom Gesangsverein Ketschenbachmit Urkunden und Ehrennadeln gewürdigt: v. l. Horst Martin, Günter  Georg, Elisabeth Döbrich, Markus Häßler, Christine Wiegand, Harald Höhnam,  Bernd Gärtner und OB Frank Rebhanmvn
Die Treue wurde vom Fränkischen Sängerbund sowie vom Gesangsverein Ketschenbachmit Urkunden und Ehrennadeln gewürdigt: v. l. Horst Martin, Günter Georg, Elisabeth Döbrich, Markus Häßler, Christine Wiegand, Harald Höhnam, Bernd Gärtner und OB Frank Rebhanmvn
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"Nein, ich werde nicht müde, zu singen", versicherte Horst Martin, der mit 88 Jahren noch immer aus vollem Herzen beim Gesangverein (GV) 1897 Ketschenbach/Ketschendorf singt. Das Singen im Chor ist seit 70 Jahren seine größte Leidenschaft.

Harald Höhnam teilt dieses Hobby bereits 60 Jahre. Ein Vierteljahrhundert fühlt sich Elisabeth Döbrich dem Männergesangverein verbunden. Ihr Mann singt, und sie genießt als passives Mitglied ihre Vereinszugehörigkeit. Alle Treuen würdigte der Fränkische Sängerbund beim Ehrungsabend im Lindenhof mit Urkunden und Ehrennadeln. "Ihr beide liebt den Gesang und dafür danke ich euch im Namen aller Vereinsmitglieder. Ich bin stolz, euch heute auszeichnen zu dürfen", sagte Vorsitzende Christine Wiegand beim Ehrungsabend der Ketschenbacher Sänger.

Chorleiter Markus Häßler erhielt ein liebes Dankeschön für zehn Jahre am Taktstock. Charmant, mit dem Herzen auf der Zunge, begrüßte Vorsitzende Wiegand ihre Gäste und dankte den Gastchören der Chorgemeinschaften des GV Blumenrod/GV Harmonie Oeslau und des GV Annawerk/Oberwohlsbach sowie den Chorleitern Markus Häßler und Wilfried Steinert dafür, diesen Abend so festlich mitzugestalten. "Ehrungen langjähriger Mitglieder verdienen den würdigen Rahmen, mit Darbietung vieler schöner Lieder von Chören geschmückt zu werden. Singen tut gut, verbindet, fördert die Gemeinschaft und ruft Freude und Lebenslust hervor."

Ferner erwähnte Wiegand, die Kooperation von Chorgemeinschaften sei sehr zu begrüßen. Der GV Ketschenbach pflege diese bereits seit zehn Jahren mit den Ketschendorfern. Ebenso gut gemeistert habe man das letztes Jahr gegründete Pilotprojekt mit der Singgemeinschaft Annawerk/ Oberwohlsbach. "Unsere Auftritte im letzten Jahr zu unserem 120-Jährigen und auch heuer haben gezeigt, die Freude am Gesang ist ungebrochen", erinnerte Wiegand. "Alle Sänger, die heute hier oben stehen, haben eins gemeinsam: die Liebe zum Gesang".

Bevor die Vorsitzende mit Oberbürgermeister Frank Rebhan (SPD), Stadtrat Bernd Gärtner (SPD) und Günter Georg, Gruppenvorsitzender der Sängergruppe Mupperg, alle Jubilare auszeichnete, sagte sie: "Ihr beide gehört zwar zum alten Inventar, aber in euren Herzen seid ihr jung geblieben. Ihr liebt den Gesang, seid immer für den Verein da. Ihr habt die Vereinsgeschichte mitgeschrieben, habt nach der Wiedergründung vieles aufgebaut, habt hier in diesem schönen Saal Theater gespielt, bei Konzerten mitgesungen und das kameradschaftliche Beisammensein im Verein mitgepflegt."

Horst Martin habe sich in seinen 70 Jahren auf neun Chorleiter einstellen müssen und habe zehn Vereinsvorsitzende erlebt. "Aber das hast du alles verkraftet. Die Hauptsache, der Verein ist noch da, und es kann gesungen werden", zeigte sich Wiegand zufrieden.

"Lieber Markus, du bist seit zehn Jahren unser Chorleiter". Die Ketschenbacher/Ketschendorfer Sänger seien zwar schon alle etwas älter, doch habe der junge Chorleiter diese Zeit mit ihnen gut gemeistert. "Deine Sänger achten dich! Du brachtest manches Liedgut mit, das früher nicht denkbar gewesen wäre." Seine heitere und freundliche Art reiße alle mit. "Wir hoffen und wünschen, dass wir dich noch lange an unserer Seite haben werden, so lange der GV besteht".

OB Rebhan gratulierte im Namen der Stadt Neustadt und zeigte sich begeistert: "Die Kooperation der Chöre ist bewundernswert, ich freue mich sehr darüber." Denn jeder Ort lebe nur dann, wenn sich Menschen einbringen.

Günter Georg richtete liebe Grüße von Jens-Uwe Peter aus, dem stellvertretenden Vorsitzenden des Sängerkreises Coburg. Kooperationen seien ein schöner Weg und Glück zugleich. Denn das höchste Gut sei, die Tradition zu bewahren, Menschen mit der Stimme zu erfreuen und ihre Herzen zu öffnen. Das sei allen Mitwirkenden liebenswert gelungen.

Mit der "Abendruhe" grüßten die Gastgeber und der GV Annawerk/Oberwohlsbach unter der Leitung von Chorleiter Häßler. Dieses Lied widmeten sie ihrem kürzlich verstorbenen Sangesbruder Helmut Kölsch.Die Chöre wechselten und der GV Blumenrod/GV Harmonie Oeslau brillierte unter der Leitung von Wilfried Steinert mit "Schenke ein Lächeln" und "Man ist nie zu alt, um jung zu sein".

Aus ihrem reichhaltigen Repertoire präsentierten sich dann die Chöre im Wechsel mit bekannten und beliebten Liedern, die die Herzen streichelten und der Seele Wellness schenkten.
Zum Finale sangen alle im Saal voller Begeisterung den Kanon "Dona nobis pacem". mvn

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