Wüstenahorn
Jugendarbeit

Gerhard Heinzl beendet seine Arbeit im Kijuz in Wüstenahorn

Der bisherige Leiter des Kinder- und Jugendzentrums im Coburger Stadtteil Wüstenahorn wurde verabschiedet und die neue Leiterin vorgestellt.
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Das Mitarbeiterteam "schickt" seinen Chef in den wohlverdienten Ruhestand. Von links: Ingrid Marr, Gerhard Heinzl, Natalia Gukowa und Uli Wolf. Foto: Desombre
Das Mitarbeiterteam "schickt" seinen Chef in den wohlverdienten Ruhestand. Von links: Ingrid Marr, Gerhard Heinzl, Natalia Gukowa und Uli Wolf. Foto: Desombre
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"Haddl" hat das Bild des Stadtteils Wüstenahorn wie kein anderer geprägt. So viel lässt sich sagen. Nach 36 Jahren übergibt der Leiter des Kinder- und Jugendzentrums dieses Amt an Lisa Kreft. Gerhard Heinzl, wie er richtig heißt, wurde am Freitagabend in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Seine Nachfolgerin ist Sozialpädagogin Lisa Kreft, die ihre Tätigkeit am 1. Juli 2019 aufgenommen hat.

"Wir begeben uns gedanklich in das letzte Jahrtausend - konkret in den September 1980", so die Worte des Dritten Bürgermeisters Thomas Nowak zur Verabschiedung von Gerhard Heinzl. Vor fast 40 Jahren, im September 1980, hatte "Haddl" seinen ersten Kontakt mit dem Westen der Stadt Coburg. Er war Jahrespraktikant in der Johanneskirche als Student der Sozialpädagogik. Er sei damals zwölf Jahre alt gewesen und habe seinen ersten Kontakt zu "Haddl" gehabt, der dort Jugendgruppen leitete, sich in die Präparanden- und Konfirmandenarbeit einbrachte und Jugendfreizeiten durchführte, erinnerte sich Thomas Nowak. Er hätte sich zu diesem Zeitpunkt nicht erträumen können, dass sie einen so langen gemeinsamen Weg haben würden und er sogar mal Heinzls Chef werden könnte. "Ich habe immer hohen Respekt vor deiner Arbeit gehabt", sagte der Sozialreferent zu Heinzl.

Egal in welcher Rolle er Heinzl begegnet sei, als Jugendlicher in der Johanneskirche oder Besucher im Kijuz, als Stadtrat oder seit 2014 als einer der Vorgesetzten, es sei immer ein Gespräch auf Augenhöhe möglich gewesen, stellte der Dritte Bürgermeister in seiner Laudatio fest und dankte Heinzl für die geleistete Arbeit im Stadtteil.

Bewerbungsschreiben 1983

Dieser hatte sich mit einem Schreiben vom 6. Mai 1983 für die Stelle als Pädagoge im Jugendzentrum Wüstenahorn beworben und wurde zum 1. Juli 1983 eingestellt. Bereits im April 1985 hatte er die stellvertretende Leitung des Hauses übernommen und Ende März 1987 wurde ihm die Leitung des Hauses übertragen. Heinzl hat vier zuständige Bürgermeister erlebt: Edith Seifarth, Rolf Forkel, Norbert Tessmer und aktuell Thomas Nowak. "Du, Haddl, bist geblieben und hast den Stadtteil und ganze Generationen von jungen Menschen geprägt, du hast sie erlebt und beraten. Der Stadtteil hat sich durch deine Arbeit weiterentwickelt. Heute würde man deine Arbeit durchaus auch als Quartiersmanager bezeichnen können", sagte Thomas Nowak.

Die Gemeinwesenarbeit werde im Kinder- und Familienzentrum Wüstenahorn kontinuierlich seit 40 Jahren geleistet. Dies sei die Besonderheit des Hauses, betonte Reinhold Ehl, Leiter des Amtes für Jugend und Familie. Von Heinzl verabschiedeten sich auch Mitarbeiter Rolf Grube, Stadträtin Adelheid Frankenberger in ihrer Funktion als Pflegerin der Einrichtung und die stellvertretende Leiterin Ingrid Marr. "Mit meiner Aufgabe bin ich selbst ein Stück gewachsen", sagte Heinzl und dankte zugleich dem Bürgerverein sowie allen Ortsvereinen für ihre Präsenz und den Bewohnern des Stadtteils für ihre Wünsche für seinen weiteren Lebensweg.

Sozialpädagogin Lisa Kreft hat nach dem Besuch des Gymnasiums in Bitterfeld in Coburg Soziale Arbeit studiert und ist hier mit ihrem Lebensgefährten und zwei Hunden zu Hause. Sie ist der Jugendarbeit treu geblieben und will mit Leidenschaft ihre neue Aufgabe angehen. Sie sehe es als spannende Herausforderung und freue sich auf das tolle Team hinter ihr, sagte die 28-Jährige.

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