Ahorn
Gemeinderat

Gemeinderat stimmt größerer Pferdehaltung in Wohlbach zu

Am Ortseingang von Wohlbach werden Flächen für eine Pferdehaltung entstehen. Der Gemeinderat Ahorn hat nichts dagegen.
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Der Gemeinderat machte in seiner Sitzung am Dienstag den Weg frei für Pferdehaltung in Wohlbach. Foto: Rainer Lutz (Archiv)
Der Gemeinderat machte in seiner Sitzung am Dienstag den Weg frei für Pferdehaltung in Wohlbach. Foto: Rainer Lutz (Archiv)

Der Gemeinderat gab bei seiner letzten Sitzung grünes Licht bei zwei Gegenstimmen für eine Hobbypferdehaltung am Ortseingang von Wohlbach von Schorkendorf kommend. Der Flächennutzungsplan mit integriertem Landschaftsplan wird geändert und zwar von einer landwirtschaftlich genutzten Fläche in eine Sonderfläche für Pferdehaltung. Die Fläche liegt teilweise im Außenbereich von Wohlbach. Die Änderung war erforderlich, da in Absprache mit dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten eine Einstufung der Antragstellerin als Landwirtin nicht zugestanden wurde und somit keine Privilegierung des Vorhabens der Hobbypferdehaltung aufgrund der Anzahl der Pferde möglich ist. Nur bei einer Pensionspferdehaltung wäre dies zulässig.

Beschlossen wurden auch die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit und die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange am Verfahren. Weiterhin hat die Antragstellerin einen Bauantrag einzureichen. Die Kosten des Verfahrens, das sicherte Bürgermeister Martin Finzel (parteilos) zu, würden von der Antragstellerin getragen. Allerdings ließ er auch wissen: "Die Meinungen in Wohlbach dazu sind unterschiedlich." Und er ergänzte: "Wir wollen eine Regelung schaffen, die nicht am Bürger vorbeigeht."

Bedingung für die Zuschüsse

Der Gemeinderat fasste für die Förderinitiative "Innen statt Außen" einen sogenannten Selbstbindungsbeschluss. Dieser besagt, dass Ahorn vorrangig auf Innenentwicklung setzt und Brachflächen und Gebäudeleerstände genutzt werden. Erforderlich wurde dieser Beschluss, da er Bestandteil für die Bezuschussung des Amtes für Ländliche Entwicklung zur Förderung der Gastronomie im ehemaligen Freizeitzentrum Witzmannsberg ist. Der Beschluss, so der Bürgermeister, ist dringend erforderlich, da nur dann die Förderung der Außenanlagen im Freizeitzeitzentrum mit 70 Prozent und die der Gastronomie mit 80 Prozent freigegeben werden. Folge des Beschlusses ist auch, dass auf Neuausweisung von größeren Wohnbauflächen verzichtet wird und auch die Erschließung von unwirtschaftlichen und unrealistischen Bauflächen in der Fortschreibung des Flächennutzungsplanes zurückgenommen wird. "Blindlings neue Bauflächen mit einer Größe von beispielsweise 50 Baurechten auszuweisen, geht nicht mehr", erklärte Bürgermeister Finzel.

Zugestimmt wurde dem Neubau eines Nebengebäudes als Müll- und Getränkelager durch die Oskar-Hacker-Stiftung am Schloss Hohenstein. Der bestehende Anbau wird abgerissen. Auch gegen die Änderung des Flächennutzungsplanes "Coburger Wegäcker III" und die Aufstellung eines Bebauungsplanes der Gemeinde Weitramsdorf gab es keine Einwände.

Der Bürgermeister gab bekannt, dass er eine dringliche Anordnung erlassen habe. Diese beinhalte die aktive Mitarbeit am Projekt "Flächenmanagement 3.0" der Initiative Rodachtal, bei dem aus den bisherigen Projekten Aktivitäten im Bereich Flächenmanagement evaluiert, bestehende Datensätze aktualisiert und Maßnahmen zur Öffentlichkeit durchgeführt würden. Über den Sachstand der kommunalen Baumaßnahmen informierte Verwaltungsmitarbeiter Marten Büttner. Es ging um die derzeit laufenden Arbeiten beim Anbau des Lehrschwimmbeckens mit Revitalisierung des Schusterbaues der Grundschule Ahorn und um die Umnutzung des ehemaligen Schwimmbeckens zum Dorf-, Kultur und Gemeinschaftsraum im Freizeitzentrum. Die zahlreichen Baumaßnahmen liegen laut Büttner im Zeitrahmen. Finzel teilte mit, dass an der Umsetzung des barrierefreien Ausbaues des Rathauses weiter gearbeitet werde und dass an den Einbau eines innenliegenden Aufzugs gedacht werde.

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