Niederfüllbach
Sitzung

Gemeinderat Niederfüllbach diskutiert über die Folgen von Starkregen

Gute und schlechte Nachrichten hielten sich bei der Gemeinderatssitzung in Niederfüllbach die Waage.
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Ein nach einem Starkregen vollgelaufener Keller - dieses Problem soll es in Niederfüllbach in der Bergstraße geben. News5/Oßwald
Ein nach einem Starkregen vollgelaufener Keller - dieses Problem soll es in Niederfüllbach in der Bergstraße geben. News5/Oßwald
Probleme bei Starkregen war ein Thema in der Gemeinderatssitzung am Montagabend. Laut Bastian Büttner (CSU) haben die Bürger in der Bergstraße mit Wasser in den Kellern zu kämpfen. Starkregen, so Büttner, drücke die Kanaldeckel hoch, wodurch das Wasser in die Keller der Anwohnerhäuser laufe. Bürgermeister Martin Rauscher (ÜPWG) meinte dazu, dass dies nicht im Aufgabenbereich der Gemeinde liege. "Vor Starkregen muss sich jeder Hauseigentümer selber schützen." Das Problem, so Frank Gallinsky, bestünde aber nicht nur in der Bergstraße, auch in der Simonsgasse drücke es die Kanaldeckel raus. Laut Tina Großmann (ÜPWG) könnte eine Verstopfung die Ursache und hier wiederum Laub die Ursache sein, denn auch in der Parkstraße stehe das Wasser bei Starkregen 30 bis 40 Zentimeter hoch. "Wo Bäume sind, sollte man öfters als zweimal in Jahr nachschauen", riet Großmann.


Werden die Feuerwehrleute Lauwarmduscher?

Die gute Nachricht: Der Neubau des Feuerwehrgerätehauses schreitet zügig voran. Noch in diesem Jahr soll die Maßnahme weitgehend abgeschlossen sein. Ebenso liegen der Neubau der Füllbachbrücke und die Straßenarbeiten in der Ufer- und Parkstraße im Zeitplan. Bei der Sitzung ging es auch um den Stromanschluss, der in das neue Feuerwehrgerätehaus führen soll. Zwei Möglichkeiten, entweder ein Leistungskabel mit 80 Kilowatt oder eines mit 40 Kilowatt, stellte Bürgermeister Martin Rauscher vor. Der Unterschied in den Kosten betrage 5000 bis 6000 Euro, so Rauscher. Er favorisierte deshalb den 40 Kilowatt- Anschluss. "Ich denke, wir können auf 80 kW verzichten, selbst auf die Gefahr hin, dass die Dusche nur lauwarm ist." Doch damit waren die Gemeinderäte nicht einverstanden: CSU-Fraktionssprecher Kilian von Pezold wollte ebenso wie Erika Krauß ( SPD) das zuständige Ingenieurbüro zu diesem Thema hören. Thomas Schöllchen (ÜPWG) regte an, dass die Verwaltung auch weitere Alternativen zum Durchlauferhitzer prüfen lasse. Das Thema wurde deshalb auf die nächste Sitzung vertagt.


Gemeinde will nicht zahlen

Mit der Vorgehensweise der "DB Netz AG" auf dem Gebiet der Gemeinde Niederfüllbach ist der Gemeinderat bekanntlich nicht einverstanden. Wie berichtet wurde in Niederfüllbach gegen den Willen der Gemeinde im Zuge der ICE Neubaustrecke eine Brücke gebaut. Nun muss der Bahnübergang im Einmündungsbereich der Bundesstraße 303 beseitigt werden und dazu wird die Gemeinde Niederfüllbach zu Kasse gebeten. Die Beseitigung der Lichtanlage kostet demnach über 12 000 Euro, ein Drittel der Kosten soll die Gemeinde bezahlen. Rauscher: "Wir werden einen Rechtsanwalt befragen."

Frank Gallinsky (CSU) wollte wissen, wie viele Mischkanäle in der Gemeinde Niederfüllbach eigentlich vorhanden seien. Der Hintergrund: Gallinsky erscheinen die Beiträge, die Niederfüllbach an den Abwasserzweckverband entrichtet, zu hoch. Die soll nun geprüft werden.


Bei einer Gegenstimme, der von Frank Gallinsky, beschloss der Gemeinderat den Haushalt. Gallinsky vermisste in dem aufgeführten Plan Positionen, die aus seiner Sicht wichtig sind wie Spielgeräte im Schlosspark. Die Rücklage beträgt zum Jahresende voraussichtlich 107 650 Euro, der Schuldenstand 1 397 297 Euro. Für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses ist ein Investitionsvolumen von 1,5 Millionen im Plan aufgeführt.


Ein oder zwei Wahllokale?

Bei der kommenden Wahl dürften die Bürger in zwei Wahllokalen an die Urnen treten. Dafür hat sich der Gemeinderat mit knapper Mehrheit von sieben zu sechs Stimmen ausgesprochen. Es werden demnach das Feuerwehrgerätehaus und die Turnhalle geöffnet sein. Zur Diskussion stand, ob man eventuell nur ein Wahllokal einrichtet und dafür mehr Wahlhelfer einsetzt. Bernd Roßberg (SPD), der 25 Jahre Erfahrung als Wahlhelfer hat, riet davon ab: "Bei vier Wahlzetteln reicht ein Lokal nicht, da stehen die Wähler Schlange." Hingegen einstimmig beschloss der Gemeinderat eine Vergütung in Höhe von 50 Euro für die Wahlhelfer.


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