Grub am Forst
Sitzung

Gemeinderat Grub am Forst debattiert wegen der Feuerwehr

Nach Ansicht einiger Räte bestanden und bestehen im Grüber Feuerwehrbedarfsplan noch einige Ungereimtheiten.
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Feuerwehrfahrzeuge Symbolbild: News5/Friedrich
Feuerwehrfahrzeuge Symbolbild: News5/Friedrich
Nachdem sich die Auseinandersetzungen im Gemeinderat über die Marktgestaltung gelegt haben - der Markt läuft nunmehr reibungslos - scheint sich neuer Unmut anzubahnen. Stein des Anstoßes ist der Feuerwehrbedarfsplan, der bei der Junisitzung des Gemeinderates nur zur Kenntnis genommen, nicht aber beschlussmäßig genehmigt wurde. Nach Ansicht einiger Räte bestanden und bestehen im Plan noch einige Ungereimtheiten. Matthias Wittmann (CSU) äußerte bei der letzten Sitzung seinen Unmut darüber, dass er zu einer Besprechung mit der Feuerwehr als Gemeinderat nicht eingeladen war. Nunmehr stellte Gemeinderat Gregor Matthe (CSU) den Antrag, in die Septembersitzung den Kommandanten der Feuerwehr zu laden, damit dieser über Neuanschaffungswünsche - insbesondere ein neues Feuerwehrfahrzeug - Auskunft geben soll.

Ohnehin war die Sitzung eingangs geprägt von nicht gerade wenigen Protokoll-Änderungswünschen mancher Räte.

Ansonsten spielten Zahlen eine Rolle in der Sitzung. Der Haushalt 2018 der Verwaltungsgemeinschaft (VG), den Kämmerer Christian Seifert erläuterte, wurde einstimmig zur Kenntnis genommen. Den offiziellen Beschluss muss die VG in ihrer Sitzung fassen. Nur geringe Investitionen sieht der Vermögenshaushalt vor: 59 000 Euro. Die Finanzierung erfolgt aus der Zuführung vom Verwaltungshaushalt. Dieser umfasst ein Volumen von 1,64 Millionen Euro, wobei den Hauptanteil der Ausgaben die Personalkosten mit rund einer Million Euro bilden. Ferner sind vorgesehen: 100 000 Euro an Mieten für Rathäuser und Schulen, 227 000 Euro für Verwaltungs- und Betriebsaufwand sowie für die Jugendförderung 70 000 Euro und für die Schülerbeförderung 48 000 Euro. Die Finanzierung erfolgt im Wesentlichen aus der VG-Umlage, die von Grub mit 724 000 Euro zu erbringen ist, von Niederfüllbach mit 398 000 Euro. Die Schulumlage für 100 Schüler beträgt für Grub 140 000 Euro.

Ebenso wurde der Haushalt 2018 des Zweckverbandes Abwasserbeseitigung "Mittlerer Itzgrund" zur Kenntnis genommen. An Investitionen fallen 361 000 Euro an, die zum größten Teil aus Rücklagen finanziert werden, so dass keine Investitionsumlage erforderlich wird. Die Gemeinde Grub hat eine Betriebskosten-Umlage von 162 000 Euro zu erbringen, die auf eine Schmutz- und Fremdwassereinleitung von 268 000 Kubikmeter basiert.

Kurz & bündig:

Wegen des Kindergartens werden Gespräche mit der Regierung von Oberfranken geführt. Geplant sind ein Neubau oder eine Sanierung und die Errichtung von zusätzlichen Krippenplätzen. Die Regierung verlangt eine Gegenüberstellung der Kosten von Neubau zu Sanierung, einen Bedarfsplan und ein Brandschutzkonzept, wie Bürgermeister Jürgen Wittmann (GfG) erläuterte.

Dem Bericht über die Kriminalität 2017 war zu entnehmen, dass 88 Straftaten vorkamen. 70 Unfälle waren zu verzeichnen und 17 Unfallfluchten, wovon sieben geklärt wurden.

Gemeinderat Helfried Schreiner (CSU) beantragte, die innerörtliche Geschwindigkeitsbeschränkung von 30 km/h in der Olympiastraße, ausgenommen des unübersichtlichen Kreuzungsbereiches, aufzuheben. Im Gremium gab es keine Widerstände dagegen. Festgestellt wurde, dass es dort kein erhebliches Unfall- oder Gefahrenrisiko gebe.


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