Ahorn
Gutachten

Gemeinde Ahorn tüftelt an Hochwasserschutz

Für die Gemeinde Ahorn gibt es nun ein Konzept zum Schutz vor Überflutung. Dazu mussten die Verhältnisse an einer problematischen Stelle besonders beachtet werden.
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Dieses Nadelöhr am Schützenteich im Bereich Weichengereuth stellt eine Herausforderung für das Hochwasserschutzkonzept dar.  Foto: Lothar Weidner
Dieses Nadelöhr am Schützenteich im Bereich Weichengereuth stellt eine Herausforderung für das Hochwasserschutzkonzept dar. Foto: Lothar Weidner
Unaufgeregt und gut organisiert nennt Bürgermeister Martin Finzel (parteilos) die Unterbringung von Flüchtlingen im Gemeindegebiet Ahorn. Im Gemeinderat berichtete Finzel über den derzeitigen Sachstand und dankte in diesem Zusammenhang insbesondere Hauptamtsleiterin Nicola Steffen-Rohrbeck, der die Koordinierung der Asylarbeit obliegt, sowie Gabi Jahn als Leiterin der Kontaktstelle "Wohnen und Leben in Ahorn". Auch die Arbeit von Claudia Rack, die sich als Patin einer Familie in Schorkendorf engagiert, wurde gewürdigt.
Derzeit wohnten in der Gemeinde Ahorn 33 Asylbewerber, darunter zehn Erwachsene und 23 Kinder. Zudem, so Finzel, hätten auch einige Ahorner Familien Pflegekinder aufgenommen, die vom Jugendamt betreut werden. Gemeinsam mit dem Kinderhaus "Pusteblume", der Grundschule Ahorn sowie den Mittelschulen Untersiemau und Seßlach sei es gelungen, alle Kinder sofort in die entsprechenden Einrichtungen zu integrieren. Mindestens zehn ehrenamtliche Sprachpaten, hob Finzel hervor, sorgten dafür, dass die Schüler täglich Nachhilfe in Deutsch erhalten. Darüber hinaus biete die Gemeinde in Kooperation mit dem Förderkreis Ahorn im Bürgerhaus Linde regelmäßig Montag- und Donnerstagnachmittag kostenlos einen Deutschkurs durch eine Fachlehrerin an. "Alles in allem verläuft dank eines guten Managements die Flüchtlingsunterbringung in der Gemeinde problemlos", sagte Finzel.

Derzeit wird in der Gemeinde ein Flyer zur neu gegründeten "Bürgerstiftung Ahorn" erarbeitet, der dann als Information an die Haushalte gegeben werden soll. Bürgermeister Martin Finzel betonte, dass mit viel Transparenz und Klarheit gearbeitet werden solle. Grundstock der Bürgerstiftung seien bislang 32 000 Euro. Davon kämen 28 000 Euro aus einer Familienerbschaft. 5000 Euro habe die Sparkasse als Grundstock eingebracht.


Beratungen laufen an

Gemeinsam mit der Stadt Coburg und dem Staatlichen Bauamt hat die Gemeinde Ahorn ein Hochwasserschutzkonzept für die Bundesstraße B 4 im Bereich Weichengereuth erarbeitet. Das Nadelöhr hier, so Finzel, sei der Schützenteich. Ein entsprechendes Gutachten liege inzwischen vor. Das soll nun mit den Grundstückseigentümern und Partnern beraten werden.

Im Frühjahr plant die Gemeinde Ahorn wieder eine Müllsammelaktion, die in diesem Jahr in Kooperation mit der Grundschule durchgeführt werden soll. Damit, hofft der Bürgermeister, würden schon die Kinder für Ordnung und Sauberkeit sowie Mülltrennung sensibilisiert. Vorgesehen ist, entsprechende Preise auszuloben.

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