Großheirath
Förderung

Geld für marode Leitungen

Mit speziellen Zuschüssen kann die Gemeinde Großheirath ihr marodes Abwassersystem sanieren.
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Bürgermeister Udo Siegel (Mitte) konnte die Urkunde und Ehrennadel des Bayerischen Roten Kreuzes für 125 freiwillige Blutspenden an Eberhard Schneider (links) und für 25 Spenden an Andreas Burkhard (rechts) übergeben.  Foto: Lothar Böhnel
Bürgermeister Udo Siegel (Mitte) konnte die Urkunde und Ehrennadel des Bayerischen Roten Kreuzes für 125 freiwillige Blutspenden an Eberhard Schneider (links) und für 25 Spenden an Andreas Burkhard (rechts) übergeben. Foto: Lothar Böhnel
Mit teilweise maroden oder bislang unbekannten Abwasserleitungen im Gemeindegebiet erreicht Großheirath die Härtefallschwelle, ab der es Zuschüsse zur Minderung unzumutbarer Belastungen für die Kommune gibt. Solche Leitungen kamen bei den Baggerarbeiten am Itzgraben entlang der B 4 zutage.

Die Förderung gibt es für Maßnahmen, die bis Ende 2019 durchgeführt werden. Wie Bürgermeister Udo Siegel berichtete, gibt es pro Meter sanierter Wasserleitung 80 Euro und pro saniertem Abwasserkanal 300 Euro. Für Großheirath komme da ein erkleckliches Sümmchen zusammen, denn man habe als Maßnahmen Stellen angedacht: Erneuerung des Regenkanals in der Schulstraße, Erneuerung des Regenkanals in der Coburger Straße (Bauausführung im Rahmen der Dorferneuerung Rossach), Sanierung kleinerer Teilstücke der Abwasserleitung (ebenfalls im Zug der Dorferneuerung), Erneuerung des Regenkanals Fuchsgraben durch die Coburger Straße sowie Erneuerung der Wasserleitung im Bereich Hirtenberg - Mittelweg in Rossach. Weitere Regenkanäle werden im Bereich Schustergasse untersucht. Die vorgenannten Maßnahmen sollen bis Ende 2019 ausgeführt sein und die Haushaltsmittel eingeplant werden. Falls noch weitere Sanierungsfälle zutage treten, sollen sie ebenfalls im Förderzeitraum ausgeführt werden, beschlossen die Räte einstimmig.

In die Vorschlagsliste der Gemeinde Großheirath zur Besetzung der Schöffengerichte und Strafkammern des Amts- bzw. Landgerichts Coburg wurden Oliver Göckel, Claudia Brochloß, Stefan Hengel und Adrian Kirchner aufgenommen. Als Jugendschöffe wurde Gabriele Kern dem Landratsamt mitgeteilt.

Unterstützung für längere Sebstständigkeit

Der Mediziner Wolfgang Hasselkus und Anja Zietz, Seniorenbeauftragte im Landratsamt, stellten dem Gremium ein neues Konzept der "Häuslichen Hilfen" vor. Ziel ist es, alten Menschen zu ermöglichen, so lange wie möglich zu Hause leben zu können. Ein wichtiger Schritt dahin seien die nachstationären Hausbesuche durch die Kommune seit Oktober 2017. Der Sturzkrankheit müsse unbedingt vorgebeugt werden.

Krankenhäuser seien nun verpflichtet, für ihre Patienten ein Entlassungsmanagement zu organisieren. Dazu gehört, dass sie feststellen,welche ambulanten Leistungen unmittelbar nach der Klinikentlassung erforderlich sind und diese einleiten. Zudem dürfen Krankenhausärzte Arzneimittel in kleinen Packungen verordnen.

Wie Hasselkus es beschrieb, kommt es oft vor, das ältere Menschen aus dem Krankenhaus kommen und sich schlechter fühlen als zuvor. Sie verlieren binnen kürzester Zeit Muskelmasse und haben kaum noch Kraft, sich zu Hause zu versorgen.
Nicht selten geschieht es, dass sie nach kurzer Zeit wieder ins Krankenhaus müssen, weil sich durch die unzureichende Versorgung zu Hause die Grundkrankheit verschlechtert hat. Die Patienten werden gefragt, ob sie einen nachstationären kostenlosen Hausbesuch möchten. Speziell ausgebildete Mitarbeiter der Häuslichen Hilfen besuchen die alten Menschen, sobald sie nach Hause kommen.

Diese Helfer erkennen die Situation und handeln. Die Kommune habe erfahrungsgemäß mit einer überschaubaren Zahl hochbetagter Menschen zu tun und Hasselkus sicherte zu, über drei Jahre eine Anschubfinanzierung aus seinem schmalen Budget zu geben.

Ehrung
Zwei Blutspender kamen zur Ehrung ins Rathaus. Bürgermeister Udo Siegel konnte die Urkunde und Ehrennadel des Bayerischen Roten Kreuzes für 125 freiwillige Blutspenden an Eberhard Schneider und für 25 Spenden an Andreas Burkhard übergeben. Mit herzlichen Dankesworten legte er Geschenke der Gemeinde obendrauf.
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