Coburg
Sanierung

Gedenkstein auf Coburger Sportanlage endlich erneuert

Die Erinnerung an den Coburger Benno Benz wird jetzt in einer würdigen Form wach gehalten.
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Auf dem Stein auf der Benno-Benz-Sportanlage ist  jetzt nach der Sanierung unter anderem Folgendes gut zu  lesen:  "Im Gedenken an einen großen Förderer des Coburger Sports". - Foto: Jannik Reutlinger
Auf dem Stein auf der Benno-Benz-Sportanlage ist jetzt nach der Sanierung unter anderem Folgendes gut zu lesen: "Im Gedenken an einen großen Förderer des Coburger Sports". - Foto: Jannik Reutlinger
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Auf der Benno-Benz-Sportanlage im Coburger Süden tut sich was - und zwar sowohl im Großen als auch im (vermeintlich) Kleinen. So finden derzeit die letzten Arbeiten an der neuen Dreifachturnhalle statt, und am kommenden Montag beginnt die Sanierung vom Rasenplatz inklusive Laufbahn sowie der Kleinspielfelder. Geradezu still und heimlich ist auch endlich der Gedenkstein auf Vordermann gebracht worden, der an Namensgeber Benno Benz erinnert. Der Stein befand sich zuletzt in einem jämmerlichen Zustand. Zahlreiche Buchstaben der Inschrift waren über die Jahren verschwunden. An wen hier eigentlich warum erinnert werden soll, konnte nicht mehr entziffert werden.

Doch jetzt ist dieses Ärgernis behoben: Statt mit einzeln aufgebrachten Buchstaben erfolgt die Würdigung nunmehr auf einer stabilen Messingplatte. Außerdem bepflanzte in dieser Woche das Grünflächenamt noch den Bereich rund um den Stein. Eberhard Fröbel, der Leiter des Sportamts, ist zufrieden: "Jetzt ist es eine würdige Gedenkstätte für unseren Benno Benz!"

Wer war Benno Benz?

Benno Benz wurde am 15. März 1896 in München geboren. Nach bestandenem Abitur 1914/15 war er als Soldat im Ersten Weltkrieg. Danach Studium als Lehrer in München. 1921 kam er als Referendar an das Coburger Casimirianum. Bereits mit elf Jahren begann seine sportliche Laufbahn in der Turngemeinde München. In Coburg schloss er sich der Coburger Turngenossenschaft an. Dort fungierte er zuerst als erster Turnwart, seit 1927 dann als Oberturnwart. 1949 war er einer derjenigen, die den Verein wieder ins Leben riefen und er übernahm dann auch bis 1957 den Ersten Vorsitz. 1966 trat er zusammen mit Wilhelm Kopsch von allen Ämtern zurück, um so den nötigen Generationswechsel herbeizuführen. Für sein sportliches Wirken erhielt er 1961 die Sportplakette der Stadt Coburg in Gold. Nach der Ehrenplakette in Gold des BLSV 1966 wurde er 1977 mit dem Bundesverdienstorden am Bande ausgezeichnet. Am 24. Oktober 1981 erlag er hochgeehrt einem Krebsleiden. Heute erinnert die Benno-Benz Sportanlage auf dem Anger an sein Wirken für die Stadt und die Coburger Turnerschaft. (Quelle: Aus der Festschrift "150 Jahre Coburger Turnerschaft")



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