Rödental
Stadtfest

Geburtstagsfete der jungen Stadt Rödental

Seit einigen Jahren feiert Rödental ein Herbstfest. Diesmal gibt es aber einen besonderen Grund: Die "Beförderung" zur Stadt ist genau 30 Jahre her.
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Beim "Oktopafest" war Stimmung von der ersten bis zur letzten Minute im Festzelt garantiert.Nicole Schaffer
Beim "Oktopafest" war Stimmung von der ersten bis zur letzten Minute im Festzelt garantiert.Nicole Schaffer
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Wenn die Original Prinz Albert (OPA) Blasmusik aufspielt, ist auch das größte Festzelt erstens bis zum letzten Eck ausgebucht und zweitens kocht in kürzester Zeit die Stimmung. Nicht zuletzt deshalb gehört das "Oktopafest" zu den absoluten Höhepunkten der Rödentaler Stadtfeste. Am Samstag ging es über die Bühne. In diesem Jahr hatte die Stadt aber besonderen Grund zum Feiern.

Am Sonntag jährte sich die Stadterhebung von Rödental zum 30. Mal. "Eine unscheinbare Urkunde ist heute der Anlass für die Feier zu 30 Jahren Stadterhebung", sagte Bürgermeister Marco Steiner (FW) im Festzelt. Wenn auch 30 Jahre keine typisches Jubiläum sei, so werde trotzdem gefeiert, denn die Stadterhebung habe schon eine wichtige Bedeutung für die Rödental.

Nach der Gemeindeordnung darf die Bezeichnung "Stadt" nur an Gemeinden verliehen werden, die nach Einwohnerzahl, Siedlungsform und wirtschaftlichen Verhältnissen der Bezeichnung entsprechen. Mit der Verleihung des Stadtrechts an Rödental wurde somit bestätigt, dass die notwendigen Anforderungen hier gegeben sind.

Ein hilfreicher Titel

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Für die Außendarstellung einer Kommune sei dies natürlich sehr positiv, so Steiner. Ob in der schriftlichen Kommunikation, über Online-Medien oder gerade auch bei persönlichen Gesprächen: Man kann immer wieder feststellen, dass die Bezeichnung "Stadt" Interesse weckt. "Wie groß ist denn die Stadt Rödental?, Wie viel Einwohner habt ihr denn?, das sind meist die Einstiegsfragen, die es uns ermöglichen, Werbung für unsere schöne Stadt zu machen", sagte Steiner. Auch potenzielle Neubürger erkennen bereits an dieser Bezeichnung, dass in Rödental eine sehr gute Infrastruktur vorhanden sein muss.

Rolle im Landkreis

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Als zweitgrößte Stadt im Kreis und Mittelzentrum übernehme die Stadt eine wichtige Funktion im Landkreis, so Marco Steiner. Damit seien natürlich auch Herausforderungen verbunden, die es in Verwaltung und Stadtrat zu bewältigen gilt. Vor allem aber sei es eine große Chance, bei der Suche nach einem interessanten Wohnort oder auch im Wettbewerb um ansiedlungswillige Unternehmen zu punkten. Gleichzeitig sei es aber nach seiner Auffassung enorm wichtig, in unserer Region interkommunal gut zusammen zu arbeiten. So würden die Chancen deutlich steigen, sich im Wettbewerb der Regionen zu behaupten, betonte der Erste Bürgermeister. Die Infrastruktur passe und es gebe Kitas, Grundschulen, Mittelschule, Einkaufsmöglichkeiten, Gastwirtschaften, Hotels, eine eigene Brauerei, Ärzte, Jugendpflege, Hallenbad, Stadtbus, Angebote für Senioren, Pflegeeinrichtungen, günstigen Wohnraum, Baugebiete, Vereine und Organisationen.

Größer als Coburg

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Regierungsvizepräsident Thomas Engel betonte, dass die Stadterhebung ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte Rödentals sei. Die Gemeinde sei nicht historisch gewachsen sondern von anfangs sechs selbstständigen Gemeinden und schließlich 16 Gemeinden zu einer Kommune zusammengewachsen.

Die Erfolgsgesichte der 13 000 Bürger zählenden Stadt hob Engel besonders hervor. Mit 50 Quadratkilometern Größe sei Rödental größer als die benachbarte Stadt Coburg. Engel blickte auf die gut ausgebaute Infrastruktur, ein reges Vereinsleben und der Ansiedlung vieler Firmen zurück. Rödental sei eine lebens- und liebenswerte Stadt, in der es sich gut wohnen und arbeiten lasse, schmeichelte der Regierungsvizepräsident.

Engagement gewürdigt

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Die Stadtspitze und die Stadträte hätten in den zurückliegenden Jahren großartiges Engagement gezeigt und damit die Stadt Rödental nach vorne gebrachte, würdigte Thomas Engel. Der Regierungsbezirk Oberfranken brauche starke Städte und Gemeinden und die Regierung versuche diese auch zu unterstützen.

Rödentals Bürgermeister Marco Steiner könne sicher auch in 20 Jahren die Einladung zur 50-Jahr-Feier aussprechen, denn jung genug sei er ja, scherzte Thomas Engel.

Landrat Michael Busch (SPD) ging in seinem Grußwort auf den Spruch "Suchet der Stadt Bestes" ein. "Suchet der Stadt Bestes, dahin ich euch habe lassen wegführen, und betet für sie zum Herrn, denn wenn's ihr wohl geht, so geht's auch euch wohl", ein Spruch den Rödentals Altbürgermeister Gerhard stets zur Maxime seines Handelns erklärt hatte. Die Offenheit sei, so Busch, in Rödental immer gepflegt worden und wird sich auch weiterentwickeln nicht nur für Menschen aus Deutschland, sonder auch für Menschen aus anderen Ländern.

Mit der Stadtteilolympiade, die das das Jugendparlament ausgerichtet hatte ging die 30-Jahr-Feier und das Herbstfest zu Ende.

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