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Coburg
Weihnachten

Niemand sollte Heiligabend alleine sein: Coburger "Haus Contakt" organisiert Feier für 70 Gäste

Gerade am Weihnachtsabend sollte nach Auffassung von Hildegard Mogalle niemand allein sein. Deshalb hat sei wieder eine gemeinsame Feier organisiert.
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Hildegard Mogalle möchte niemanden alleine lassen - schon gar nicht am Heiligabend ... Foto: Marieke Fiala
Hildegard Mogalle möchte niemanden alleine lassen - schon gar nicht am Heiligabend ... Foto: Marieke Fiala

"Den Weihnachtsbaum stellen wir immer hier in die Mitte", erklärt Hildegard Mogalle und läuft durch den großen Saal im "Haus Contakt". Am Heiligabend werden hier dank Hildegard Mogalle über 70 Menschen gemeinsam Weihnachten feiern.

Schon seit dem Jahr 2003 organisiert die Religionslehrerin den Weihnachtsabend am Glockenberg. Damals mit gerade einmal 20 Gästen.

Eine klare Botschaft

"Als unsere Töchter älter wurden, kam immer mehr das Gefühl auf, dass wir diese Botschaft irgendwie anders zum Ausdruck bringen müssen", sagt sie. Diese Botschaft ist für Hildegard Mogalle ganz klar: Lass niemanden allein, liebe deinen Nächsten. Für sie ist es die Möglichkeit, Menschen einen Ort der Geborgenheit zu bieten und ein paar friedliche Stunden zu bescheren. "Ich möchte einfach nicht, dass es Menschen gibt, die am Weihnachtsabend allein sind", erklärt sie.

Um 18.30 Uhr geht es am Heiligabend los. Die Begrüßung und ein paar besinnliche Worte - dann folgt das Drei-Gänge-Menü. Doch hier wird nicht nur gemeinsam gegessen: Es werden Geschichten erzählt, Gedichte vorgetragen und Weihnachtslieder gesungen. Sogar Geschenke werden verteilt. "Es soll einfach besinnlich sein!", betont Hildegard Mogalle. Etwa zehn ehrenamtliche Helfer unterstützen sie dieses Jahr, darunter auch ihr Mann und ihre Töchter. Doch auch die Gäste packen mit an, spülen das Geschirr und räumen am Ende zusammen auf.

"Stille Spenden"

Finanziert wird der Abend durch "stille Spenden", erklärt Hildegard Mogalle. Das Geld, das am Ende übrig bleibt, kommt dem "dialog" der Diakonie Coburg zugute, denn auch hier engagiert sie sich ehrenamtlich beim Mittagstisch: "Die Spenden sollen schließlich dafür genutzt werden, bedürftigen Menschen ein Essen und ein wenig Geborgenheit zu schenken."

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