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Frühstart! Pro Coburg muss Wahlplakate wieder abhängen

In Coburg darf erst ab Freitag, 15 Uhr, plakatiert werden. Dass sich zwei Gruppierungen nicht daran gehalten haben, blieb nicht lange ohne Konsequenzen.
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Nur wenige Stunden hing auch dieses Wahlplakat in der Mohrenstraße - dann musste es wieder entfernt werden.Foto: Oliver Schmidt
Nur wenige Stunden hing auch dieses Wahlplakat in der Mohrenstraße - dann musste es wieder entfernt werden.Foto: Oliver Schmidt
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Der Termin ist bereits seit vielen Monaten bekannt: Ab diesen Freitag, 15 Uhr, dürfen die einzelnen Parteien und Gruppierungen in der Coburger Innenstadt ihre Wahlplakate aufhängen. Doch die Wählervereinigung Pro Coburg (WPC) hat am Donnerstag einen klassischen Frühstart hingelegt und unter anderem in der Mohrenstraße schon so manchen Laternenmast in Beschlag genommen.

Es dauerte aber nicht lange, bis das Coburger Ordnungsamt auf diesen Verstoß gegen die Wahlkampfrichtlinien aufmerksam wurde. Stadtsprecher David Schmitt bestätigte wenig später auf Tageblatt-Anfrage: "Alle Plakate müssen wieder abgehängt werden!"

Jürgen Heeb, Vorsitzender von Pro Coburg, sprach von einem "riesengroßen Versehen" und dass es "keine böse Absicht" gewesen sei. Vielmehr habe sich der Dienstleister, der mit dem Plakatieren beauftragt worden ist, im Datum vertan. Heeb stellte aber klar, dass umgehend wieder Chancengleichheit" hergestellt werde. Sprich: Alle Plakate werden wieder entfernt - und am Freitag, 15 Uhr, geht's von Null los.

Die meisten politischen Mitbewerber wollten den Vorfall lieber nicht kommentieren. Denn, so der mitunter zu hörende Vorwurf: "Dann hätten sie doch genau erreicht, was sie wollten - nämlich Aufmerksamkeit!" René Boldt, Kreisvorsitzender der CSU, ließ sich immerhin als Stellungnahme entlocken, dass es doch ausgerechnet Pro Coburg sei, das seit Wochen einen "fairen Wahlkampf" versprechen und auch von den anderen Gruppierungen einfordern würde. "Jetzt kann sich ja jeder ausmalen, was davon zu halten ist", so Boldt.

Im Laufe des Nachmittags wurde im Heimatring auch ein Wahlplakat der Christlich-Sozialen Bürger (CSB) entdeckt, das ebenfalls umgehend entfernt werden musste.

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