Bad Rodach
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Franziska Giffey kommt nach Bad Rodach

Die Bundesfamilienminister besucht am 30. August das Mehrgenerationenhaus in der Thermalbadstadt.
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Franziska GiffeyFoto: dpa
Franziska GiffeyFoto: dpa
Im Mehrgenerationenhaus (MGH) der Arbeiterwohlfahrt (Awo) begegnen sich seit mehr als zwölf Jahren Menschen, die sich austauschen, unterstützen voneinander lernen und miteinander lachen. Einen persönlichen Eindruck von der erfolgreichen Arbeit will sich am Donnerstag, 30. August, ein prominenter Gast machen: Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Franziska Giffey (SPD), besucht von 16.30 bis 18 Uhr, die Einrichtung in der Thermalbadstadt. Das hat jetzt der Awo-Kreisverband Coburg-Land mitgeteilt.

Insgesamt 90 Mehrgenerationenhäuser fördert das Bundesministerin in Bayern. "Das sind 90 Orte des Miteinanders von Groß und Klein, Orte, an denen man sich um einander kümmert und füreinander da ist"; wird Franziska Giffey in der Awo-Mitteilung zitiert. Und: "Auch die Kümmerer im Mehrgenerationenhaus in Bad Rodach machen die Gesellschaft spürbar stärker und dafür möchte ich Ihnen danken."

Der Awo-Treff Bad Rodach ist seit dem Jahr 2006 ein Mehrgenerationenhaus und war damals das erste im Freistaat Bayern. "Die Awo-Einrichtung überzeugte mit ihrer Konzeption", erinnert die Awo in ihrer Mitteilung, "und bezieht finanzielle Mittel aus dem entsprechenden Bundesprogramm.

Franziska Giffey werde sich bei ihrem Rundgang vom "bunten Leben" im MGH Bad Rodach, wie es weiter heißt. Eine hauptamtliche Treffleitung, eine Ansprechpartnerin für Flüchtlingsarbeit und für den Familienstützpunkt würden gemeinsam mit rund 80 Ehrenamtlichen das tägliche Programm im Haus gestalten. Das Kursangebot für alle Generationen reiche von Sprach- und Computerkursen, über den Sitztanz bis zum Männerkochkurs und der Smartphonesprechstunde. Von der Krabbelgruppe für Familien bis hin zum Gedächtnistraining für Senioren - für jeden sei etwas dabei im Veranstaltungskalender des Hauses.

"Wir freuen uns, dass die Bundesministerin mit ihrem Besuch die Arbeit in unserem Mehrgenerationenhaus würdigt", hebt Awo-Kreisvorsitzender Hubert Joppich hervor. Ohne die ehrenamtlichen Helfer wäre die große Vielfalt in der Einrichtung nicht möglich. Der Awo-Treff Bad Rodach lebe vom freiwilligen Engagement der Bürger: Ob Kursleiter, Gärtner, Kinderbetreuer, Lesepaten, Unterstützung der Leitung oder als helfende Hand bei Festen und anderen Veranstaltungen - die Auswahl an Tätigkeitsfeldern sei groß, die das Haus für freiwilliges Engagement biete.

"Unsere Ehrenamtlichen schaffen einen enormen Mehrwert für die Gesellschaft", hebt Awo-Geschäftsführer Carsten Höllein hervor. Das Awo-MGH in Bad Rodach sei mit vielen Einrichtungen und Organisationen, zum Beispiel Schule, Häuslichen Hilfen, Unternehmen, Vereinen oder Jugendzentrum und vielen anderen vernetzt. Veränderungen in der Gesellschaft würden sich auch in den Angeboten widerspiegeln.


Schwerpunkt: Digitale Bildung

"Wir legen derzeit unseren Schwerpunkt im Haus auf das Thema ,Digitale Bildung", berichtet MGH-Leiterin Nicole Voigt. Auch mit den demografischen Entwicklungen habe sich die Einrichtung in Bad Rodach auseinandergesetzt. "Wir haben einen Workshop dazu veranstaltet", ergänzt Carsten Höllein.

Um die Bedeutung des MGH für die Region weiß auch der Bürgermeister der Stadt Bad Rodach, Tobias Ehrlicher (SPD). Die Kommune fördert deshalb auch den Awo-Treff mit einem Zuschuss. Landrat Michael Busch (SPD) hofft auf eine stärkere Unterstützung des Freistaates Bayern, um die Kommunen zu entlasten.

Übrigens: Das Wirken des Awo-MGH Bad Rodach hat bereits überregional Anerkennung gefunden: Die Initiative "Deutschland - Land des langen Lebens" zeichnete es 2014 mit ihrem jährlichen Preis aus
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