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Coburg
Begegnung

Fränkische Lebensweisheiten: Liedermacher Buck beeindruckt seine Fans in Coburg

Wie der Liedermacher Wolfgang Buck sein neues Programm im "Schwarzen Bären" in Beiersdorf erstmals vorstellte.
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Wolfgang Buck gastierte mit seinem neuen Programm im "Schwarzen Bären" in Beiersdorf.Foto: Jochen Berger
Wolfgang Buck gastierte mit seinem neuen Programm im "Schwarzen Bären" in Beiersdorf.Foto: Jochen Berger
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Seine Fans kommen überall aus Franken an diesem Abend, auch aus Unter- und Mittelfranken aus Schweinfurt und Nürnberg. Keine Frage: Wolfgang Buck ist eine Institution unter den Liedermachern aus Franken. Und für die Premiere des neuen Programms sind erfahrene Buck-Fans schon lange vor Beginn im Saal des "Schwarzen Bären". Denn auf dem Plakat am Eingang prangt - natürlich - der Hinweis: "Ausverkauft!"

Lapidarer Titel

Wer zu Wolfgang Buck kommt, weiß genau, was ihn erwartet. Auf blumig formulierte Titel kann Buck mithin getrost verzichten. Buck liebt es vielmehr lapidar: "Iech wär dann do" heißt sein neues Programm ganz schlicht und prägnant.

Buck redet nicht herum, sondern serviert gleich mit dem ersten Lied seine typisch fränkische Art von Ratschlägen für's Leben: "Net sparen am Lachen, net sparen an den Tränen, net sparen am Herz und am Verstand."

Bloß nicht Hochdeutsch reden

In seinem neuen Programm singt Buck von den großen und kleinen Dingen des Lebens mit hellsichtiger Prägnanz. Er singt vom zum Scheitern verurteilten Versuch, endlich abzunehmen ("Dir schmeckts net") und er singt vom größten Fehler, den ein Franke bei einer Reise durch Deutschland begehen kann - vom Versuch, Hochdeutsch zu reden.

Buck ist auch nach mehr als drei Jahrzehnten auf der Bühne noch immer ein Überzeugungstäter, ein singender Prediger gegen Ignoranz und Vorurteile, gegen Fremdenhass und selbstgerechte Überheblichkeit.

Flüchtlingskinder

Zwischen den neuen Liedern finden sich auch manche Titel, die Buck schon seit Jahren dabei hat - Titel, die ihm besonders wichtig sind. "Flüchtlingskinder" ist einer dieser Titel. "Wir sind Enkel von Migranten", singt Buck und erinnert damit an die lange, lange Geschichte von Flucht und Vertreibung, die sich durch die Geschichte der Menschheit zieht.

Schlicht sind Bucks Melodien, kernig sind seine Texte, unbestechlich in ihrem Drang, die Dinge so zu benennen, wie sie sind - unbestechlich und in ihrer unverblümten Sprache sehr anschaulich.

Das begeisterte Publikum im "Schwarzen Bären" in Beiersdorf dankt es Buck mit ausdauerndem Beifall und lässt den Liedermacher natürlich nicht ohne Zugabe von der Bühne.

Aus dem Leben eines reisenden Liedermachers

Wolfgang Buck, 1958 geboren und im Landkreis Fürth aufgewachsen, lebt bei Bamberg. Nach ersten Konzerten 1987 gründete er 1992 die Wolfgang Buck Band.

Karriere Seine Vita verzeichnet Auftritte beim Bardentreffen Nürnberg ebenso wie beim Tambacher Sommer, bei den Songs an einem Sommerabend, in der Tollwood-Arena München und bei den Kabarett-Tagen Bamberg. 2017 absolvierte die Wolfgang Buck Band ihr letztes Konzert. Bucks neue Formation nennt sich Buck 3 - ein Trio gemeinsam mit Felix Lauschus und Rupert Schellenberger.

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