Coburg
Handball

Fränkische Handball-Festtage

In der 2. Bundesliga kommt es heute Abend ab 20 Uhr in der HUK-Arena zum Duell zwischen Spitzenreiter HSC Coburg und dem TV Großwallstadt.
Artikel drucken Artikel einbetten
Jan Kulhanek spielt bisher eine überragende Saison im HSC-Tor. Der Routinier hat maßgeblichen Anteil an der Tabellenführung. Foto: Timo Geldner
Jan Kulhanek spielt bisher eine überragende Saison im HSC-Tor. Der Routinier hat maßgeblichen Anteil an der Tabellenführung. Foto: Timo Geldner

Die Handballfreunde in Coburg stehen vor Derby-Festtagen: Am morgigen Samstag gastiert die 2. Mannschaft des HSC in der 3. Liga beim ThSV Eisenach, heute erwartet der Zweitliga-Spitzenreiter den Neuling TV Großwallstadt und am Sonntag reist die Mannschaft von Trainer Jan Gorr zu den DJK Rimpar "Wölfen" - nicht gerade der Lieblingsgegner von "Schwarz-Gelb".

Dort gilt für die Coburger dann das Motto: "Wenn nicht jetzt, wann dann". Denn in bisher elf Vergleichen sind sie gegen Rimpar nie als Sieger von der Platte gegangen, so dass sich die Frage stellt, ob es die "Wölfe" schaffen, das Dutzend voll zu machen oder ob ausgerechnet der 13. Spieltag 2018/2019 Coburg Glück bringt.

Coburgs Coach Jan Gorr will das Aufeinandertreffen aber gar nicht so sehr an den bisherigen Misserfolgen festmachen: "Es ist jedes Mal eine neue Situation gewesen, das ist diesmal auch nicht anders. Wir müssen in beiden Spielen wieder dahin kommen, überhastete Aktionen, wie zuletzt in Lübeck, zu vermeiden und Ruhe bewahren."

Fluch gegen "Wölfe" beenden

;

Rimpar rangiert auf Platz 16, also auf einem Abstiegsrang. Die Heimbilanz von 3:5 Punkten ist schwach. Mit Stefan Schmitt und Sebastian Kraus, die beide ihre Karriere beendet haben, fehlen emotionale Spielertypen. Noch ist es ihrem erfahrenen Trainer Matthias Obinger und seinem Team nicht gelungen, diese Lücken zu schließen.

Trotzdem müssen die Coburger auf den eingespielten Rückraumblock mit Steffen Kaufmann auf der rechten, Benedikt Brielmeier auf der linken Seite und Patrick Schmidt auf zentraler Position achten, die fast "gebetsmühlenartig", so Gorr, immer wieder die Kreisläufer in Szene setzen. Obinger ist auch bekannt dafür, öfters den siebten Feldspieler zu bringen. Wegen mehrerer Verletzter konnte er selten Sechs gegen Sechs trainieren. Besonders merkt er das im Innenblock, den er mit dem Duo Gempp/Schulz neu bildete.

Erst die Pflicht, dann die Kür

;

Doch bevor es darangeht, den Fluch gegen die Wölfe zu beseitigen, erwartet die Coburger gegen den TV Großwallstadt am heutigen Abend eine ebenfalls knifflige Angelegenheit: "Auch Großwallstadt kommt wie Rimpar über die Aggressivität, ist kämpferisch in der Abwehr und geht mit viel Emotionen zu Werke. Attribute, auf die wir uns gefasst machen müssen", so Gorr.

Im Zentrum der Großwallstädter hat Gorr die Brüder Tom und Lars Spieß im Blick, die ihre Nebenleute einsetzen. Das sind auf der rechten Rückraumseite der durchschlagskräftige Jan Winkler, der nachverpflichtete Thomas Urban und auf der linken Seite Mario Stark. Gorr: "Der ist sehr schwer zu verteidigen, stark im eins gegen eins und bringt ständig Unruhe."

Hinzu kommt auf Rechtsaußen der erfahrene Michael Spatz, auch ein sicherer Vollstrecker vom Strich und zuletzt zehn Mal von dort erfolgreich. Von der Torquote pro Spiel ist Spatz mit acht Treffern sogar der beste Vollstrecker der Liga.

Und so wollen sie gewinnen HSC 2000 Coburg: Jan Kulhanek, Konstantin Poltrum, Fabian Apfel - Markus Hagelin, Maximilian Jaeger, Lukas Wucherpfennig, Felix Sproß, Anton Prakapenia, Florian Billek, Marcel Timm, Jakob Knauer, Pontus Zettermann, Tobias Varvne, Christoph Neuhold. Trainer: Jan Gorr. Es fehlen: Sebastian Weber, Petr Linhardt, Philipp Barsties (alle verletzt).

TV Großwallstadt: Jan Steffen Redwitz, Arthur Kugis - Michael Spatz, Marcel Engels, Jan Blank, Christos Erifopoulos, Antonio Schnellbacher, Tomas Urban, Mario Stark, Tom Spieß, Thomas Keck, Jan Winkler, Lars Spieß, Andre Göpfert. Es fehlt: Florian Eisenträger (verletzt). Trainer: Florian Bauer.

SR-Gespann: Matthias Klinke und Sebastian Klinke.

DJK Rimpar Wölfe: Andreas Wiesner, Max Brustmann - Lukas Böhm, Patrick Gempp, Patrick Schmidt, Steffen Kaufmann, Lukas Siegler, Philipp Meyer, Max Bauer, Michael Schulz, Fin Backs, Benedikt Brielmeier, Benjamin Herth, Julian Sauer. Trainer: Matthias Obinger.

SR-Gespann: Christoph Maier und Michael Kilp.



Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren